Im Interview: Amy Adams und Jeremy Renner über "Arrival"

Posterartwork der neuen Sci-Fi-Sensation "Arrival" mit Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Forest Whitaker, Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Amy Adams und Jeremy Renner © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
Was wir bereits wissen
In den USA überschlagen sich die Kritiker vor Begeisterung. Uns verraten die beiden Hauptdarsteller Amy Adams und Jeremy Renner, was es mit der neuen Science-Fiction-Sensation "Arrival" auf sich hat.

Am 24. November können sich auch endlich Kinozuschauer hierzulande davon überzeugen, dass Science-Fiction mehr sein kann als Weltraumschlachten und Riesenroboter-Action. In "Arrival" tauchen an 12 verschiedenen Orten der Welt gigantische Raumschiffe auf. Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks (Amy Adams) und der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) werden von US-Colonel Weber (Forest Whitaker) damit beauftragt, Kontakt zu den Aliens aufzunehmen und deren Sprache zu entschlüsseln, um eine vermutete Invasion abzuwenden...

Trailer zu "Arrival" (Kinostart: 24.11.2016)

Amy Adams im Interview

Während auf das übliche Sci-Fi-Spektakel à la Roland Emmerichs "Independence Day" fast vollständig verzichtet wird, wartet "Arrival" von Regisseur Dennis Villeneuve, der zurzeit das Sci-Fi-Klassikersequel "Blade Runner 2049" dreht, mit einem Knalleffekt auf, der "The Sixth Sense" zur Ehre gereicht hätte und den Zuschauer nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Reflektieren einlädt. Gleichzeitig wird menschliches Drama großgeschrieben, wofür vor allem Amy Adams in der Rolle der empathischen Linguistin sorgt und sich nach fünf bisherigen Nominierungen erneut eindrucksvoll ins Oscar-Rennen spielt. Im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA verrät die 42-Jährige, dass sie für diese Rolle extra ihren geplanten Rückzug in die private Mutterrolle zurückgestellt hat...

Amy Adams spricht über "Arrival"

Wer hätte gedacht, dass Sie sich sogar mit außerirdischen Kreisen verständigen können...

(lacht) Dabei tue ich mich mit fremden Sprachen sehr schwer! Durch diesen Film ist mir allerdings bewusst geworden, dass Buchstaben alleine nicht Kommunikation ausmachen. Gestik und Mimik sind genauso wichtig, weil sie uns zeigen, welche Absicht hinter den Worten stecken. Deswegen ist Dialog via Email oder Smartphone so viel schwieriger und wird oft missverstanden.

Wie viele Sprachen sprechen Sie?

Eine. Und selbst die fällt mir schwer (lacht). Für diese Rolle habe ich Mandarin-Chinesisch gelernt. Ich hatte gedacht, dass ich innerhalb zwei Wochen die vier Sätze, die im Film vorkommen, sprechen könnte. Aber es war härter als angenommen! Ich bezweifele, dass jemand mich verstehen wird, aber ich habe mich total in diese Sprache verliebt.

In Filmen stellen Aliens meistens eine Bedrohung für die Menschheit dar. In "Arrival" ist nicht klar, ob die Außerirdischen unseren Planeten besuchen, um unserer Zivilisation zu zerstören oder zu retten...

Ich bin mit Alien-Filmen wie "E.T." und "Starman" aufgewachsen, in denen Außerirdische gute Absichten haben. Mir gefällt die Idee, dass uns Aliens besuchen, um uns zu erforschen oder von uns zu lernen, anstatt uns zerstören zu wollen. Das ist jedenfalls meine Hoffnung, wenn sie wirklich eines Tages auftauchen. Der Grund, warum Aliens in Filmen meistens als Bedrohung gezeigt werden, ist unsere Angst vor dem Ungewissen.

Wie sehen Ihre Lieblings-Aliens aus?

Ihr Aussehen ist mir eigentlich egal. Hauptsache sie sind nicht bedrohlich (lacht). Die Heptapods (Siebenfüßler) in unserem Film fand ich sehr cool. Sie hatten etwas sehr Graziöses an sich. Und sie waren eine ganz neue Art von Aliens – einerseits sehr vertraut und andererseits, so wie der Kinobesucher sie noch nie gesehen hat.

Jeremy Renner im Interview

Von schauspielerisch ungewohnter Seite zeigt sich auch "First Avenger: Civil War"-Superheld Jeremy "Hawkeye" Renner. In unserem Interview gesteht der eher für Testosteron-Rollen bekannte Schauspieler, dass er sich in den Part des enthusiastischen Physikers deswegen so gut hineinversetzen konnte, weil auch in ihm selber ein innerer 14-Jähriger schlummert...

Jeremy Renner spricht über "Arrival"

Wie viel Wissenschaftler steckt in Ihnen?

Nicht sehr viel, obwohl ich gar nicht so schlecht in Mathe war. Ich habe sogar Computerwissenschaften studiert und Computersprachen wie Pascal und DOS gelernt. Die Herausforderung in diesem Film war weniger zu entscheiden, wie viel Grips ich habe, sondern wie ich meine Figur darstellen sollte. Ich wollte Ian nicht zu einem Stephen Hawkings machen oder zu einer Person, die nur über Nullen und Einsen sprechen kann. Meine Figur sollte auch Emotionen zeigen können und lustig, charmant und einfühlsam sein.

Sind Sie ein Fan des Sci-Fi Genres?

Ja, solange die Handlung nicht zu weit hergeholt ist. Mich interessiert weniger das Genre – ob Sci-Fi oder Horror oder wie man es sonst noch etikettiert – sondern welche Geschichte der Film erzählt. Das Interessante an "Arrival" ist, dass es nicht eindeutig ist, wer die Helden und wer die Bösen sind.

Wie gut ist es um Ihr Kommunikationstalent im wahren Leben bestellt?

Ich kann manchmal ein bisschen zu direkt sein. Krass und dreist (lacht). Ich benutzte Sprache oft als Waffe und um andere zu provozieren, vor allem wenn ich sie nicht sehr gut kenne. Es ist eine Art Test, denn wenn sie zu schnell beleidigt sind, möchte ich sie nicht näher kennen lernen.

Interviews: Anke Hofmann

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Eddie Redmayne als Newt Scamander © Warner Bros.
Das Ensemble von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" © Warner Bros.
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"Phantastisches Tierwesen" © Warner Bros.
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"Phantastisches Tierwesen" © Warner Bros.
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