"Rogue One"-Regisseur Edwards: "Ich dachte, Darth Vader wird mir niemals gehorchen"

Todessternstunde für Fans: Darth Vader gibt in "Rogue One: A Star Wars Story" sein lang ersehntes Comeback
Todessternstunde für Fans: Darth Vader gibt in "Rogue One: A Star Wars Story" sein lang ersehntes Comeback
Foto: © DISNEY/LUCASFILM
Was wir bereits wissen
Regisseur Gareth Edwards über den neuen "Star Wars"-Hit "Rogue One", seine chaotische Arbeitsweise und die große Angst vor Darth Vader.

Gleich zu Beginn des ersten "Star Wars"-Films 1977 werden sie von Prinzessin Leia in R2-D2 versteckt: die Pläne des legendären imperialen Todessterns, der daraufhin von den Rebellen zerstört wird. Im neuen Film "Rogue One" erzählt Regisseur Gareth Edwards ("Godzilla", 2014), wie genau es dazu kam.

2. Originaltrailer zu "Rogue One: A Star Wars Story" (Kinostart: 15.12.2016)

GOLDENE KAMERA verrät er exklusiv, warum ihm beim Dreh Kugeln um die Ohren flogen.

Interview mit Gareth Edwards

"Rogue One" ist der düsterste aller "Star Wars"-Filme, oder?

Ja. Unser Ansatz war, weg von "Star Wars" zu gehen und einen Kriegsfilm zu machen. Referenzen für George Lucas waren damals Filme über den Ersten und Zweiten Weltkrieg, für uns ist es Vietnam und der größte Film darüber, "Apocalypse Now". Plus eine Prise Südpazifik. Der Helm unserer Rebellen ist optisch ein Mix aus dem amerikanischen M1 und dem der Rebellen auf Andor in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter".

Wie haben Sie das Vorbild umgesetzt?

Vom Feeling her sollten die Kampfszenen wirken, als wären wir "embedded", also mitten im Geschehen: straßenmäßiger Look, möglichst wenig Greenscreen, stattdessen echte Hintergründe. Wir haben nicht jeden Effekt gemacht, nur weil wir es können. Am Set habe ich gesagt: "Wir greifen hier an, wir rennen von dort los, dann passiert da hinten was." Es sollte nicht zu viel Finesse haben, nicht jeder sollte wissen, was der andere macht, sodass auch mal etwas falschläuft. Wir sind dann mit der Kamera überall reingesprungen und auch mal von den Granulatkugeln getroffen worden. (lacht) Die Schauspieler sollten natürlich nicht getroffen werden – aber manche hatten plötzlich mitten in der Szene so seltsam perfekte Prellungen ...

Sie sollen auch immer mal selbst die Kamera in die Hand genommen haben.

Ja. Meine Regiemethode ist: Kreiere Bedingungen und finde darin etwas Schönes. Es ist natürlicher, und es gibt dem Schauspieler die Freiheit, das zu tun, was er will. Du lässt das Ganze nur ein bisschen aus den Händen gleiten, und schon wird es aufregend.

Wie fanden die Produzenten das?

Sie wurden nervös. Wir haben die Kamera auch mal 30 Minuten laufen lassen. Da sind zufällige Dinge passiert, die es aber in den Film geschafft haben.

Warum haben Sie sich für Felicity Jones als Jyn Erso entschieden?

Anders als in "Eine neue Hoffnung" sollte es niemanden geben, der geboren wurde, um die Galaxie zu retten. Jyn Erso ist nicht wie Luke dazu bestimmt, ein Retter zu sein – und da passt Felicity perfekt. Es gibt kein Schwarz und Weiß, es gibt in "Rogue One" gute Menschen, die böse Dinge tun und umgekehrt.

Wie war es, Darth Vader in Ihrem Film zu haben?

Ich dachte irgendwann: Du kannst das so richtig versemmeln. Es ging mit der Körpersprache los – Darth Vader kann man nicht lernen! Dann ist da der Helm. Im ersten Film sah der echt mies aus, mit Kratzern und Fingerabdrücken! Diese Unperfektheiten haben wir versucht wieder einzubauen. Hinzu kommt, dass niemand ihm auf Augenhöhe begegnet, in keiner Szene. Und der Sound: Beim ersten Test war ein Fan mit der Vader-Lautsprecherbox am Set und machte dieses "Chhh". Ich kam gerade um die Ecke und wurde sofort zum Vierjährigen! (lacht) Ich dachte, Darth Vader wird mir am Set niemals gehorchen.

Interview: Oliver Noelle

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Wie cool ist "Rogue One: A Star Wars Story" wirklich?

Am 15. Dezember ist es soweit: Mit dem "Star Wars"-Ableger "Rogue One" entführt uns Regisseur Gareth Edwards ("Godzilla") zu den Wurzeln der alten "Krieg der Sterne"-Saga. Ob dabei die Macht mit ihm war, verraten wir Euch in unserer Rezension.
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