"Logan"-Co-Star Patrick Stewart: "Ich denke täglich über meine Sterblichkeit nach"

Patrick Stewart alias Professor Charles Xavier auf der "Logan"-Premiere in Madrid © Carlos Alvarez/Getty Images
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Caliban (Stephen Merchant) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Caliban (Stephen Merchant) © 20th Century Fox
Dr. Rice (Richard E. Grant) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen), Logan (Hugh Jackman) und Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) © 20th Century Fox
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Die "X-Men"-Urgesteine Hugh Jackman und Sir Patrick Stewart sind zurück! Mit uns spricht der 76-jährige Brite über "Logan: The Wolverine" und die eigene Vergänglichkeit.

Auf der Berlinale hielt die gefeierte Weltpremiere von "Logan: The Wolverine" in Anwesenheit von Hugh Jackman, Patrick Stewart und Regisseur James Mangold eindrucksvoll die Hollywood-Fahne hoch. Am 2. März startet das vermeintlich letzte Solo-Abenteuer der stahlklauigen "X-Men"-Ikone regulär im Kino und zeigt die beliebten Super-Mutanten in ungewohnt schlechter Verfassung. Im Jahr 2029 sind die X-Men nämlich schon lange Geschichte. Im mexikanischen Niemandsland versucht Logan alias Wolverine (Jackman) seinen langjährigen Weggefährten Charles Xavier (Stewart) vor dessen inneren Dämonen zu schützen, die aus dem genialen Professor X einen brabbelnden Greis gemacht haben. Als die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) aus einem Geheimlabor flüchtet, muss zum zynischen Trunkenbold mutierte Logan ein letztes Mal zum Helden wider Willen werden...

2. Trailer zu "Logan: The Wolverine" (Kinostart: 2.3.2017)

Wie es war, eine seiner Paraderollen mal als außer Kontrolle geratenes Psychowrack spielen zu dürfen und dabei von Frauenschwarm Hugh Jackman tagelang auf Händen getragen zu werden, verrät uns Sir Patrick Stewart im exklusiven Gespräch. Und ob "Logan" wirklich der letzte Leinwandauftritt von Wolverine sein wird, ist für den 76-Jährigen auch noch nicht ausgemacht...

Patrick Stewart im GOKA-Talk zu seiner Rolle in "Logan: The Wolverine"

Patrick Stewart im Interview

"Logan" hält ein paar Überraschungen für "X-Men"-Fans parat: Professor X hat Haare! Wie hat das Ihre Schönheitspflege beeinflusst?

(lacht) Charles ist sehr alt in diesem Film: über 90. Und er ist nicht mehr der Mann, wie wir ihn kennen. In den letzten 17 Jahren des "X-Men"-Franchises war Charles Xaviers Intelligenz unübertroffen. Er war voller Mitgefühl und Verständnis – und er war nicht nur um das Wohl von Mutanten besorgt, sondern um das Wohl der gesamten Menschheit. Jetzt spielt sein Kopf verrückt und das macht ihn nicht nur gefährlich, es beeinflusst auch, wie er aussieht. Statt seinen kahlen Kopf zu rasieren, lässt er jetzt einfach die Büschel wachsen. Das bedeutete, dass mein genialer Maskenbildner mir Haar für Haar ankleben musste. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn mein Schopf im Film sieht sehr authentisch und überzeugend aus. Ich durfte mir auch einen Bartstummel wachsen lassen. Und ich habe 20 Pfund abgenommen, um wirklich wie ein Neunzigjähriger auszusehen, der sehr, sehr krank ist. Meiner Meinung nach kann sich das Endprodukt sehen lassen. Was meine heutige Schönheitspflege angeht, wollte ich einfach nur gut für Sie aussehen (lacht).

Die einzigen Mutanten, die sich noch um Charles kümmern, sind Logan und Caliban. Aber dann schließen Sie im mexikanischen Niemandsland eine neue Freundschaft: mit einem 11-jährigen Mädchen namens Laura. Hat sie Ihnen ein bisschen Spanisch beigebracht?

Un poquito (lacht). Mit Dafne Keen zu arbeiten war ein pures Vergnügen und einer der vielen Höhepunkte während der Dreharbeiten. Sie ist eine extraordinäres Individuum. Als mir James Mangold ein Video von ihrem Vorsprechen zeigte, blieb mir die Spucke weg. Ihre Darstellung war so echt und spontan, gefühlstief und leidenschaftlich.

Charles, Logan und Laura: drei X-Men-Generationen. Waren Sie wie eine Familie am Set?

Sehr sogar, vor allem weil wir wochenlang zusammen in diesem verdammten Fahrzeug in einer Affenhitze ohne Klimaanlage 10 bis 12 Stunden lang in Louisiana gedreht haben. Das verbindet (lacht). Als Zeitvertreib – und Ablenkung gegen die Hitze – haben wir während der Drehpausen im Auto Wortspiele gespielt. Trotz unserer Misere waren wir nur am Lachen, und keiner wusste, warum (lacht).

Verglichen zu Charles Xavier wirken Sie mit 76 noch wie ein Jungspund. Hat Sie diese Rolle zum Grübeln über Ihre eigene Sterblichkeit gebracht?

Ja, ich bin mir dessen sogar sehr bewusst geworden. Dieser Film hat meiner Frau, die bedeutend jünger ist als ich, schwer zugesetzt. Wir haben uns den Film zusammen angeschaut, und ich konnte sofort ihre Gedanken lesen, als sie mich so krank, alt und zerbrechlich sah: "Das ist es, was mich in der Zukunft erwartet." Hoffentlich wird es nicht ganz so schlimm sein, aber ich denke täglich über meine Sterblichkeit nach. Nicht nur wegen dieser Rolle. Ich stehe kurz davor, meine Eltern zu überleben. Ich habe schon einen meiner Brüder verloren. Ich verlasse mich darauf, dass mein anderer, 82-jähriger Bruder noch sehr viel älter wird - denn wenn er es kann, dann kann ich es auch (lacht). Zum Glück hält mich meine Karriere auf Achse. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich schwöre auf Woody Allens Worte: "Der Tod ist unvermeidbar, aber ich hoffe, dass in meinem Fall eine Ausnahme gemacht werden wird." (lacht)

Interview: Anke Hofmann

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Sue (Nicole Kidman) und Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Guddu (Abhishek Bharate, l.) und Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Sue (Nicole Kidman), John (David Wenham) und Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Sue (Nicole Kidman), John (David Wenham) und Saroo (Sunny Pawar)© Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Sunny Pawar) und Sue (Nicole Kidman) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Sue (Nicole Kidman) und Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Sue (Nicole Kidman) und Saroo (Sunny Pawar) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
John (David Wenham), Saroo (Dev Patel) und Sue (Nicole Kidman) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Sue (Nicole Kidman) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Lucy (Rooney Mara) und Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) und Lucy (Rooney Mara) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Lucy (Rooney Mara) und Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel, l.), Lucy (Rooney Mara), John (David Wenham), Sue (Nicole Kidman) und Mantosh (Divian Ladwa) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) und Kamla (Priyanka Bose) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
Saroo (Dev Patel) und Kamla (Priyanka Bose) © Long Way Home Productions 2015 / Mark Rogers
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