Tom Hiddleston: "'Kong: Skull Island' ist eine Abenteuergeschichte alter Schule"

James Conrad (Tom Hiddleston) und Mason Weaver (Brie Larson) © Warner Bros. Entertainment
James Conrad (Tom Hiddleston) © Warner Bros. Entertainment
Bill Randa (John Goodman, l.) und Houston Brooks (Corey Hawkins) © Warner Bros. Entertainment
Mason Weaver (Brie Larson) © Warner Bros. Entertainment
Preston Packard (Samuel L. Jackson, 2.v.r.) © Warner Bros. Entertainment
Cole (Shea Wigham, 2.v.l.), Mills (Jason Mitchell) und Slivko (Thomas Mann, r.) © Warner Bros. Entertainment
Hank Marlow (John C. Reilly) © Warner Bros. Entertainment
Preston Packard (Samuel L. Jackson, l.), Hank Marlow (John C. Reilly) und James Conrad (Tom Hiddleston) © Warner Bros. Entertainment
San (Tian Jing, l.), Mason Weaver (Brie Larson), James Conrad (Tom Hiddleston) und Slivko (Thomas Mann) © Warner Bros. Entertainment
San (Tian Jing) © Warner Bros. Entertainment
San (Tian Jing) © Warner Bros. Entertainment
Preston Packard (Samuel L. Jackson) © Warner Bros. Entertainment
Bill Randa (John Goodman) © Warner Bros. Entertainment
Bill Randa (John Goodman, l.), James Conrad (Tom Hiddleston), Mason Weaver (Brie Larson) und Hank Marlow (John C. Reilly) © Warner Bros. Entertainment
Slivko (Thomas Mann, l.), Bill Randa (John Goodman), Hank Marlow (John C. Reilly), Mason Weaver (Brie Larson) und James Conrad (Tom Hiddleston) © Warner Bros. Entertainment
Mason Weaver (Brie Larson) © Warner Bros. Entertainment
Am 9. März startet das mit Spannung erwartete "King Kong"-Reboot in unseren Kinos. Warum sich dieser Riesenaffenfilm nicht hinter seinen Vorgängern verstecken braucht, erklärt uns sein menschlicher Hauptdarsteller im Interview.

Seit dem Monsterfilmklassiker "King Kong und die weiße Frau" aus dem Jahre 1933 gehört der Riesenaffe zu den Ikonen des phantastischen Hollywood-Kinos. 12 Jahre nach Peter Jacksons "King Kong"-Neuauflage hat sich jetzt mit Legendary Entertainment die Produktionsfirma des Kultfilmstoffes angenommen, die unlängst schon "Godzilla" eine Frischzellenkur beschert hat. In "Kong: Skull Island" spielt "Night Manager" Tom Hiddleston den britischen Fährtenleser James Conrad, der 1973 mit seinem zwielichtigen Auftraggeber Bill Randa (John Goodman), der Kriegsfotografin Mason Weaver (Brie Larson) und einer Gruppe von Vietnamsoldaten unter Führung von Oberst Packard (Samuel L. Jackson) eine abgelegene Pazifikinsel erforscht und dort mehr als eine unliebsame Überraschung der monströsen Art erlebt...

Finaler Trailer zu "Kong: Skull Island" (Kinostart: 9.3.2017)

Im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA verrät Tom Hiddleston, warum er zur Filmvorbereitung mit Haien geschwommen ist und warum seine Superhelden-Paraderolle des "Thor"-Bruders Loki gegen King Kong alt aussehen würde...

Tom Hiddleston im Interview

Was dachten Sie vor den Dreharbeiten über King Kong und den Mythos dieser Kreatur?

Ich war schon immer ein Fan von King Kong. Mir gefiel der Mythos eines einsamen Gotts oder Alpharaubtiers an der Spitze der Nahrungskette.

Ein einsamer Gott wie Loki, Ihre Figur im "Thor"-Franchise?

(lacht) Nicht ganz. Loki kann von so viel Macht nur träumen. Er hat gegen Kong keine Chance! Majestätische Tiere, die hoheitsvoll ihr Reich schützen, sind faszinierend – egal ob in Gestalt einer Naturdokumentation oder als King Kong. In jedem "King Kong"-Film sind es die Menschen, die arrogant und ungebeten in Kongs natürliche Domäne eindringen und im Dschungel den Frieden stören. Wir glauben, dass wir die Krönung der Schöpfung sind und dass wir dank unseres technischen Fortschritts den Tieren dieser Welt überlegen sind. Deswegen brauchen wir Geschichten, die uns daran erinnern, wer wirklich diesen Planeten regiert: die Natur. Während der Dreharbeiten für "Thor: Ragnarök" (Start: 27. Oktober) im australischen Queensland bin ich jeden Morgen am Strand entlang gejoggt und habe Buckelwale gesehen. Das war meine tägliche Mahnung, wie klein und nichtig wir Menschen verglichen zu diesen riesigen intelligenten Kreaturen sind.


(Regisseur Taika Waititi grüßt mit Chris Hemsworth und Tom Hiddleston vom "Thor: Ragnarök"-Dreh)

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten King Kong-Film?

Ich glaube, mein erster "King Kong" war der Film von 1933. Ich habe ihn als kleiner Junge im Fernsehen gesehen und erinnere mich noch ganz genau an das Boot und das große Tor in der Wand. Peter Jacksons Version von 2005 mit dem Dinosaurier-Camp war ebenfalls großartig. Und einige in der Crew erinnerten sich noch an den Film von 1976 mit Jeff Bridges und Jessica Lange.

Bei Peter Jackson war das Biest zum ersten Mal fotorealistisch. Wie lebensecht ist die Kreatur in Ihrem Film?

Regisseur Jordan Vogt-Roberts’ Vorbild war die 1933er Filmversion und die Idee, dass Kong eine fast göttliche Figur ist, die auf dem ersten Blick erschreckend erscheint, aber dann nobel und gut. Unser King Kong ähnelt also weniger einem realistischem Silberrücken, sondern eher einem zweibeinigem Ur-Biest, einem Monster der Legenden. Und da Legendary Entertainment hinter dieser Produktion steckt, wo ein Godzilla-Film und anschließend "Godzilla vs. Kong" in Planung sind, ist unsere Kreatur an die 30 Meter groß.

"Monster Brawl"-Originalclip aus "Kong: Skull Island"

Was macht diesen Film anders als zum Beispiel Peter Jacksons "King Kong"?

In unserem Film gibt es keinen Filmproduzenten und keine arbeitslose Schauspielerin, die auf einen Karriere-Durchbruch hofft. Und wir bringen die Bestie auch nicht nach New York. "Skull Island" ist eine Abenteuergeschichte alter Schule, aber mit zeitgenössischen Themen. Unsere Version allerdings im zeitgeschichtlich höchst spannenden Jahr 1973. Unser Film beginnt mit Richard Nixons Anordnung zum Abzug der US-Truppen aus Vietnam. In diesem Jahr fotografierte NASA auch zum ersten Mal die Erde aus dem Weltall. Die Handlung setzt also kurz vor der Geburt des technologischen Zeitalters ein, als wir noch relativ naiv waren und noch nicht ahnten, dass die Wissenschaft fast alle menschliche Fragen beantworten kann. "Skull Island" ähnelt sehr den Abenteuerfilmen, mit denen ich aufgewachsen bin: "Indiana Jones", "Jurassic Park". Mit einem Hauch von Francis Ford Coppola und Stanley Kubrick.

Originalfeaturette über "Kong: Skull Island"

Wie haben Sie sich auf Ihre erste Begegnung mit King Kong vorbereitet?

Wenn man Ehrfurcht und Terror vor diesem Kong-Monster glaubwürdig darstellen möchte, hilft es, wenn man so etwas im wahren Leben einmal durchgemacht hat. Ich bin mit Haien getaucht; ich kenne also das Gefühl, wenn man sich im Biotop einer Kreatur befindet, für die man einen Snack ist.

Mit dem Weißen Hai?

(lacht) Nein, mit Riffhaien, aber das was Nervenkitzel genug! Und ich habe in Indien vom Boot aus einmal einen Tiger in freier Wildbahn gesehen. Das war der beeindruckendste Anblick meines Lebens. Dann lernt man die Schönheit und Macht der Natur wirklich zu schätzen.

Originalclip mit Samuel L. Jackson und John Goodman aus "Kong: Skull Island"

Ist Ihre Figur in "Kong: Skull Island" Freund oder Feind des Riesenaffen?

Ich spiele Captain James Conrad, einen militärisch trainierten Fährtenleser der britischen SAS (Special Air Service) und Dschungel-Überlebensexperten. Samuel L. Jackson spielt Packard, einen US-Oberst der Air-Cavalry Brigade, der Vietnam überlebt hat und jetzt mit seinen Männern einen neuen Job angenommen hat: das Ausmessen einer Insel im Südpazifik. Sie denken, dass diese Reise wie ein bezahlter Urlaub sein würde. Aber da haben sie die Rechnung ohne Kong gemacht. Packard muss zusehen, wie er einen Mann nach dem anderen verliert. Und dann schwört er blinde Rache anstatt einzusehen, dass die einzige Rettung das Verlassen der Insel ist. Der Konflikt zwischen zwei so erfahrenen Soldaten wie Packard und Conrad macht den Film noch spannender als er ohnehin schon ist.

Wie viel Abenteurer steckt in Ihnen? Wie lange würden Sie im Dschungel überleben?

Bestimmt nicht lange (lacht). Als Kind bin ich viel gewandert und geklettert, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich fordere mich gerne selber heraus, aber es gibt so viele Fleckchen Erde, die ich noch nie besucht habe, wie zum Beispiel den Amazonas. Ich freunde mich absichtlich gerne mit den Beratern in Filmen an. Denn die haben immer Tipps parat haben, wie man sich helfen kann, wenn man wirklich mal auf einer einsamen Insel gestrandet sein sollte.

Interview: Anke Hofmann

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Patrick Stewart alias Professor Charles Xavier auf der "Logan"-Premiere in Madrid © Carlos Alvarez/Getty Images
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Pierce (Boyd Holbrook) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Caliban (Stephen Merchant) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Caliban (Stephen Merchant) © 20th Century Fox
Dr. Rice (Richard E. Grant) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Laura (Dafne Keen), Logan (Hugh Jackman) und Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) © 20th Century Fox
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
Logan (Hugh Jackman) © 20th Century Fox
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