Kino-Vorschau: Die 17 spannendsten Buchverfilmungen 2017

"Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" mit Sam Worthington und Octavia Spencer (Kinostart: 6. April) © Concorde
"Happy Burnout" mit Wotan Wilke Möhring (Kinostart: 27. April) © NFP
"Sieben Minuten nach Mitternacht" mit Lewis MacDougall (Kinostart: 4. Mai) © StudioCanal
"Die Frau des Zoodirektors" mit Jessica Chestain (Kinostart: 11. Mai) © Universal Pictures
"In Zeiten des abnehmenden Lichts" mit Bruno Ganz (Kinostart: 1. Juni) © X-Verleih
"Axolotl Overkill" mit Jasna Fritzi Bauer (Kinostart: 29. Juni) © Constantin
"Die Verführten" mit Kirsten Dunst und Colin Farrell (Kinostart: 29. Juni) © Universal Pictures
"Meine Cousine Rachel" mit Rachel Weisz (Kinostart: 13. Juli) © 20th Century Fox
"Valerian und die Stadt der 1000 Planeten" mit Dane DeHaan und Cara Delevingne (Kinostart: 20. Juli) © Universum
"Der dunkle Turm" mit Idris Elba (Kinostart: 10. August) © Sony Pictures
"Atomic Blonde" mit Charlize Theron (Kinostart: 17. August) © Universal Pictures
"Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt" mit Charly Hübner (Kinostart: 31. August) © Razor Film Produktion
"Jugend ohne Gott" - Drehstart-Bild mit (v.l.n.r.) Alicia von Rittberg, Fahri Yardim, Produzent Uli Aselmann, HessenFilm-Geschäftsführer Hans Joachim Mendig, Produzent Oliver Berben, Jannis Niewöhner und Anna Maria Mühe (Kinostart: 31. August) © HessenFilm und Medien
"The Circle" mit Tom Hanks (Kinostart: 14. September) © Universum
"Der Schneemann" mit Michael Fassbender (Kinostart: 19. Oktober) © Universal Pictures
"Simpel" mit Frederick Lau (l.) und David Kross (Kinostart: 9. November) © Universum
"Wunder" mit Jacob Tremblay und Julia Roberts (Kinostart: 30. November) © StudioCanal
Zum Start der Leipziger Buchmesse am 23. März präsentieren wir im dritten Teil unserer großen Jahresvorschau 17 Romanadaptionen, für die sich das Absetzen der Lesebrille lohnt.

In den ersten Kinowochen 2017 standen Buchverfilmungen hoch im Kurs. Denn im Schatten der obligatorischen "Fifty Shades of Grey"-Fortsetzung tummelten sich bereits einige lohnenswerte Adaptionen wie Ben Afflecks "Live by Night" oder die Oscar-Anwärter "Hidden Figures" und "Lion". Doch das ist längst noch nicht alles, was das aktuelle Filmjahr an filmbildgewordener Literatur zu bieten hat...

Die 17 spannendsten Buchverfilmungen 2017

"Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" (Start: 6. April)
Die im Selbstverlag veröffentlichte Romanvorlage des kanadischen Autoren William P. Young avancierte nach ihrem Erscheinen 2007 zum sagenhaften Bestseller. In der Filmversion spielt Sam Worthington einen Vater, der nach dem Mord an seiner jüngsten Tochter durch einen mysteriösen Brief an den Ort des Verbrechens eingeladen wird und dort in Gesprächen mit irdischen Manifestationen Gottes (u. a. Oscar-Gewinnerin Octavia Spencer) sein Seelenheil zurückerlangt.

Trailer zu "Die Hütte" (Kinostart: 6.4.017)

"Happy Burnout" (Start: 27. April)
In ihrer zweiten Zusammenarbeit nach "Das Leben ist nichts für Feiglinge" erzählen Autor Gernot Gricksch, Regisseur André Erkau und unser frischgebackene "Bester deutscher Schauspieler" Wotan Wilke Möhring die Geschichte des punkigen Sozialschmarotzers Fussel, der nach einer gefakten Einlieferung in eine Heilanstalt seine berufliche und menschliche Bestimmung findet.

Trailer zu "Happy Burnout" (Kinostart: 27.4.2017)

"Sieben Minuten nach Mitternacht" (Start: 4. Mai)
Der im Original "A Monster Calls" betitelte Roman des amerikanischen Autoren Patrick Ness ist 2011 erschienen und erzählt die Geschichte des 13-jährigen Conor, der immer nachts in Kontakt mit einem gewaltigen Baummonster tritt, um den drohenden Verlust seiner todkranken Mutter verarbeiten. In der Filmadaption des Spaniers J.A. Bayona ("Das Waisenhaus") wird Conor von Lewis MacDougall verkörpert, während dem Monster im Original Liam Neeson seine Stimme leiht.

Trailer zu "Sieben Minuten nach Mitternacht" (Kinostart: 4.5.2017)

"Die Frau des Zoodirektors" (Start: 11. Mai)
In der Verfilmung des 2007 erschienenen und auf einer wahren Begebenheit basierenden Bestsellers der US-Schriftstellerin Diane Ackerman, spielt Jessica Chestain die polnische Titelheldin Antonina Zabinski, die 1939 im Warschauer Zoo Juden versteckt und so vor der Deportation durch die Nazis bewahrt. Als romantischer NS-Gegenspieler ist Daniel Brühl mit von der Partie.

Trailer zu "Die Frau des Zoodirektors" (Kinostart: 11.5.2017)

"The Circle" (Start: 2 5. Mai)
Nach seinem Erscheinen im Jahr 2013 stieß der Romanerfolg von Dave Eggers über eine allmächtige Internet-Firma eine globale Debatte über soziale Kontrolle und totale Überwachung im Netz an. In der Thriller-Adaption von James Ponsoldt spielt Emma Watson die junge Studienabsolventin Mae, die im Tech-Konzern von Eamon Bailey (Tom Hanks) einen Traumjob ergattert, aber langsam feststellen muss, dass die sektenhaft geführte Firma "Circle“ nach der Weltherrschaft strebt.

Originaltrailer zu "The Circle" (Kinostart: 25.5.2017)

"In Zeiten des abnehmenden Lichts" (Start: 1. Juni)
Eugen Ruges autobiographisch gefärbter Montageroman über die Geschichte einer DDR-Familie wurde 2011 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. In der Verfilmung von Matti Geschonneck spielt GOLDENE KAMERA-Preisträger Bruno Ganz (2014) den Patriarchen Wilhelm Powileit, an dessem 90 Geburtstag sich die Familienangehörigen mehrerer Generationen und die sozialistischen Utopien der Vergangenheit ein Stelldichein geben.

Filmclip aus "In Zeiten des abnehmenden Lichts" (Kinostart: 1.6.2017)

"Axolotl Overkill" (Start: 29. Juni)
Nach ihrem skandalträchtigen Debütroman "Axolotl Roadkill" im Jahr 2010 lässt die mittlerweile 25-jährige jetzt mit der Verfilmung ihr Regiedebüt folgen. Im Jugenddrama "Axolotl Overkill", das seine Weltpremiere beim diesjährigen Sundance Film Festival gefeiert hat, spielt Jasna Fritzi Bauer die auf Krawall gebürstete 16-Jährige Mifti, die nach dem Tod der Mutter bei ihren älteren Halbgeschwistern lebt und immer weiter in die Party- und Drogenszene Berlins abrutscht.

Trailer zu "Axolotl Overkill" (Kinostart: 29.6.2017)

"Die Verführten" (Start: 29. Juni)
In Sofia Coppolas Adaption des 1966 erschienenen Bürgerkriegsroman "The Beguiled" des US-Autoren Thomas Cullinan gibt es ein Wiedersehen mit unseren frischgebackenen internationalen GOLDENE KAMERA-Preisträgern Nicole Kidman und Colin Farrell. Farrell spielt darin den verwundeten Nordstaaten-Soldaten John McBurney, der in der Mädchenschule von Martha Farnsworth (Kidman) gesund gepflegt wird und das Leben der jungen Südstaaten-Damen in Wallung versetzt.

Trailer zu "Die Verführten" (Kinostart: 29.6.2017)

"Meine Cousine Rachel" (Start: 13. Juli)
Der 1951 veröffentlichte Roman der britischen Autorin Daphne du Maurier, der wir u. a. auch die Vorlagen zu Hitchcocks "Die Vögel" und "Wenn die Gondeln Trauer tragen" verdanken, wurde schon einmal 1952 von Henry Koster verfilmt. Im Reboot von Roger Michell ("Notting Hill") schlüpft Rachel Weisz in die mysteriöse Titelrolle, die der junge Edelmann Philip (Sam Claflin) für den Tod seines geliebten Cousins verantwortlich macht, deren Reizen er sich aber selbst nicht entziehen kann.

Trailer zu "Meine Cousine Rachel" (Kinostart: 13.7.2017)

"Valerian und die Stadt der 1000 Planeten" (Start: 20. Juli)
20 Jahre nach „Das fünfte Element“ entführt uns Luc Besson ein weiteres Mal in seine unverwechselbaren Sci-Fi-Welten. Als Grundlage für sein intergalaktisches Leinwandabenteuer der beiden Zeitreise-Agenten Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) diente Besson die 1967 ins Leben gerufene Comicreihe "Valerian und Veronique" des französischen Autoren- und Künstlergespanns Pierre Christin und Jean-Claude Mézières.

Trailer zu "Valerian" (Kinostart: 20.7.2017)

"Der dunkle Turm" (Start: 10. August)
Der dänische Regisseur Nikolaj Arcel ("Die Königin und der Leibarzt") hat sich für sein US-Debüt einen besonders dicken Brocken vorgenommen. Bei "Der dunkle Turm" handelt es sich nämlich um die Adaption der acht Bände umfassenden Fantasy-Saga gleichen namens, an der Bestseller-Autor Stephen King fast 30 Jahre lang gearbeitet hat. Im Film wird Idris Elba als der "Revolvermann" Roland Deschain zu sehen sein, der im vom Untergang bedrohten Multiversum mit Hilfe des jungen Großstadtkinds Jake (Tom Taylor) Jagd auf den mysteriösen "Mann in Schwarz" (Matthew McConaughey) macht.

Geleakter Work-in-Progress-Trailer zu "Der dunkle Turm" (Kinostart: 10.8.2017)

"Atomic Blonde" (Start: 17. August)
Dass in Charlize Theron eine knallharte Amazon steckt, wissen wir spätestens seit "Mad Max: Fury Road". Im Regiedebüt des Stunt-Coordinators David Leitch ("Hitman: Agent 47"), das auf der Graphic Novel "The Coldest City" von Antony Johnston und Sam Hart basiert, kann sich die GOLDENE KAMERA-Preisträgerin von 2006 in der Rolle der britischen Undercover-Agentin Lorraine Broughton, die im Berlin des Kalten Krieges den Mord an einem Kollegen aufklären soll, als ultimative Killer-Queen empfehlen.

Trailer zu "Atomic Blonde" (Kinostart: 17.8.2017)

"Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt" (Start: 31. August)
Mit "Magical Mystery" spendierte Sven Regener 2013 einer Nebenfigur seiner "Herr Lehmann"-Romane ihre eigene Geschichte. Während Charly Hübner unter der Regie von Arne Feldhusen ("Stromberg") in die Rolle des tragikomischen Titelhelden schlüpft, der nach mehreren Jahren in der Psychatrie von alten DJ-Freunden zu einer chaotischen Techno-Tour überreden lässt, wird Detlef Buck, der den Part 2003 in der "Lehmann"-Verfilmung gespielt hatte, als Charlies alter Bandkumpel Ferdi zu sehen sein.

Autor Sven Regener erklärt "Magical Mystery"

"Jugend ohne Gott - Ein Film über die Liebe" (Start: 31. August)
Der 1937 erschienene Weltbestseller des Ungarn Ödön von Horváth wurde bereits mehrfach verfilmt. In der neuen Version des Jugendfilmexperten Alain Gsponer ("Heidi") wird die mahnende Geschichte eines moralisch integren Lehrers, der sich mit dem Gesinnungsmord an einer seiner Schülerinnen konfrontiert sieht, aus der NS-Zeit in eine Eliteschmiede der nahen Zukunft verlagert. Den Lehrer spielt Fahri Yardim, in dessen Klasse sich mit u. a. Alicia von Rittberg, Emilia Schüle, Anna Maria Mühe, Jannis Niewöhner und Jannik Schümann das "Who is who" der jungen deutschen Schauspielgarde tummelt.

Trailer zur "Jugend ohne Gott"-Verfilmung von 1991

"Der Schneemann" (Start: 19. Oktober)
Jo Nesbøs Thriller über den norwegischen Kommissar Harry Hole sind harter Tobak. Im 2007 erschienenen siebten Band „Schneemann“ treibt ein besonders perverser Serienmörder sein blutiges Unwesen, der es auf junge Mütter abgesehen hat. In der Filmadaption des schwedischen Regisseurs Tomas Alfredson ("So finster die Nacht") schlüpft Hollywood-Star Michael Fassbender in die Rolle des abgehalfterten Ermittlers, der selbst ins Visier des brutalen Killers gerät.

Buch-Trailer zu "Der Schneemann" (Kinostart: 19.10.2017)

"Simpel" (Start: 9. November)
13 Jahre nach der Veröffentlichung des für seine Warmherzigkeit gefeierten Jugendbuchs der französischen Autorin Marie-Aude Murail präsentiert Regisseur Markus Goller ("Frau Ella") eine erste Verfilmung. Darin schlüpft David Kross in die Rolle des geistig zurückgebliebenen Titelhelden, den sein Bruder Ben (Frederick Lau) nach dem Tod der Mutter unter seine Fittiche nimmt und sich mit ihm auf eine abenteuerliche Odyssee begibt.

"Wunder" (Start: 30. November)
Nachdem Regisseur Stephen Chbosky 2012 erfolgreich seinen eigenen Bestseller "Vielleicht lieber morgen" (aka "Das also ist mein Leben") verfilmte, hat er sich jetzt des Debütromans seiner Schriftstellerkollegin Raquel J. Palacio angenommen. In seiner Adaption des 2012 entstandenen New-York-Times-Bestsellers spielen Julia Roberts und Owen Wilson die Eltern des deformiert zur Welt gekommenen Auggie (Jacob Tremblay), der als stigmatisierter Außenseiter die Herzen seiner neuen Mitschüler erobert und ihnen durch seine ausgeprägte Menschlichkeit vermittelt, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt.

Text: Alexander Attimonelli

Grüße aus dem Jenseits: Wenn tote Schauspieler ins Kino zurückkehren

Obwohl Bill Paxton am 25. Februar an OP-Komplikationen starb, ist er 2017 noch zweimal im Kino zu sehen: im Thriller-Drama "Mean Dreams" als diabolischer Vater (Start: 16. März) und in der Bestsellerverfilmung "The Circle" (Start: 25. Mai) © Meteor Film
Zum Zeitpunkt ihres überraschenden Todes am 27. Dezember 2016 hatte Carrie Fisher alias Prinzessin Leia ihre Szenen für die achte "Star Wars"-Episode "Die letzten Jedi" (Start: 14. Dezember) bereits abgedreht. © Chris Jackson/Getty Images
Zu den größten Überraschungen des letzten Kinojahres dürfte gezählt haben, dass es im "Star Wars"-Prequel "Rogue One" nicht nur ein Schurken-Wiedersehen mit Darth Vader, sondern auch mit Peter Cushing gab. Die am 11. August 1994 an Krebs gestorbene Schauspielikone hatte 1977 im "Krieg der Sterne"-Auftakt den imperialen Todesstern-Kommandanten Tarkin gespielt, der fast 40 Jahre später dank modernster Animationstechnik ein nahezu photorealistisches Comeback geben konnte. © Evening Standard/Getty Images
Mitten in der PR-Phase für "Star Trek: Beyond" fiel Chekov-Darsteller Anton Yelchin am 19. Juni 2016 einem bizarren Unfall zum Opfer. Ein allerletztes Wiedersehen wird es in dem Familiendrama "Wir gehören nicht hierher" (DVD-Premiere: 20. April) geben. © Larry Busacca/Getty Images
Mit großem tricktechnischem Aufwand wurde dafür gesorgt, dass "Fast & Furious"-Star Paul Walker, der während der Dreharbeiten am 30. November 2013 bei einem Autounfall ums Leben kam, auch 2015 im siebten Teil des Milliarden-Dollar-Franchises die Hauptrolle spielte. © Ernesto Ruscio/Getty Images
Der gefeierten Sundance-Premiere der Thriller-Verfilmung "A Most Wanted Man" wohnte Philip Seymour Hoffman noch bei, den regulären Kinostart erlebte der am 2. Februar 2014 an einem Drogencocktail gestorbene Oscar-Preisträger nicht mehr. Ein letztes Wiedersehen gab es Ende 2014 und 2015 im Doppelfinale der "Tribute von Panem"-Saga. © Michael Loccisano/Getty Images for Sundance Film Festival
Die Ehrung bei den Emmys 2013 durch seine einstige "Sopranos"-Ehefrau Edie Falco war nicht das letzte „Lebenszeichen“ von James Gandolfini, der am 19. Juni des gleichen Jahres an einem Herzinfarkt gestorben war. Seine zuvor abgedrehte letzte große Rolle in der Romanze "Genug gesagt" brachte dem Schauspieler posthum noch diverse Filmpreise und Nominierungen ein. Ein finales Gandolfini-Wiedersehen gab es ebenfalls 2014 im Crime-Drama "The Drop – Bargeld". © Kevin Winter/Getty Images
Heath Ledgers durch eine Schlaftabletten-Überdosis herbeigeführte Tod am 22. Januar 2008 war mit dafür verantwortlich, dass "The Dark Knight" bereits vor Filmstart in aller Munde war. Danach sorgte die herausragende Qualität seiner Darstellung der Batman-Nemesis namens Joker dafür, dass Ledger posthum nicht nur den Screen Actors Guild Award (Foto), sondern u. a. auch den Golden Globe und den Oscar als "Bester Nebendarsteller" verliehen bekam. Eine letzte Schauspielkostprobe gab es 2009 in Terry Gilliams "Das Kabinett des Doktor Parnassus" zu bewundern. © Kevin Winter/Getty Images
Da Marlon Brando 1978 im ersten "Superman"-Film den biologischen Vater des Mannes aus Stahl gespielt hatte, sollte der zweifache Oscar-Gewinner diese ikonische Rolle auch 2006 im Reboot "Superman Returns" übernehmen. Das Problem: Brando war bereits am 1. Juli 2004 im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Lösung: Mit Hilfe von ungenutztem Archivmaterial für "Superman II" wurde eine Brando-Maske programmiert, der man mithilfe der "Performance Capture"-Technik jedes Wort in den digitalen Mund legen konnte. © Amanda Edwards/Getty Images
Obwohl bereits am 11. Juli 1989 im Alter von 82 Jahren verstorben, war Sir Laurence Olivier noch einmal 2004 in "Sky Captain and the World of Tomorrow" in der Rolle des Dr. Totenkopf zu bewundern. Regisseur Kerry Conran hatte für sein komplett am Rechner entstandenes Retro-Sci-Fi-Spektakel historische BBC-Aufnahmen von Olivier digitalisiert und in Hologramm-Form in die Filmhandlung eingefügt. © Fox Photos/Hulton Archive/Getty Images
Kaum hatte die damalige R’n’B-Prinzessin Aaliyah die Anne-Rice-Verfilmung "Königin der Verdammten" abgedreht, fiel die 22-Jährige am 25. August 2001 einem Flugzeugabsturz zum Opfer. Dafür stürmte sie posthum mit ihrer ersten Hauptrolle und ihrem dritten Studioalbum "Aaliyah" die Kino- und Popmusikcharts. © Hulton Archive/Getty Images
Der britische Schauspieler Oliver Reed starb am 2. Mai 1999 bei den Dreharbeiten zu Ridley Scotts Oscar-Erfolg "Gladiator" an einem Herzanfall. Da eine wichtige Filmszene mit dem trinkfesten Charakterdarsteller noch nicht gedreht worden war, erweckten ihn die Tricktechniker in der Postproduktion noch einmal digital zum Leben. © Central Press/Getty Images
Mit der Comicverfilmung "The Crow: Die Krähe" sollte Brandon Lee endgültig aus dem Schatten seines Legenden-Vaters treten. Leider wurde er am 31. März 1993 im Zuge der Dreharbeiten durch die versehentliche Verwendung echter Patronen erschossen. Auf Wunsch der Familie wurde Film aber mit dem Einsatz von Doubles und Computeranimationen fertiggestellt. © Miramax
1982 brachte Regisseur Blake Edwards mit "Der rosarote Panther wird gejagt" eine sechste Inspector-Clouseau-Posse ins Kino, obwohl sein Hauptdarsteller Peter Sellers bereits am 24. Juli 1980 an einem Herzinfarkt gestorben war. Zum Ärger der Fans, denn dafür schusterte der gewiefte Regisseur aus alten und nicht verwendeten Sellers-Szenen einen auch zusammengeschustert wirkenden Film zusammen. © R. McPhedran/Express/Hulton Archive/Getty Images
Drei Wochen bevor sein Hollywood-Debüt "Der Mann mit der Todeskralle" in die Kinos kam, starb Bruce Lee am 20. Juli 1973 an einem Hirnschlag. Da die Kung-Fu-Ikone zu diesem Zeitpunkt bereits drei Kampfszenen für seinen nächsten Film "Game of Death" gedreht hatte, fabrizierte Regisseur Robert Clouse mit einer Handvoll wenig überzeugender Doubles und Originalaufnahmen von Lees Beerdigung einen kruden Martial-Arts-Reißer zusammen, der 1978 unter dem makabren Titel "Bruce Lee – Mein letzter Kampf" auch in Deutschland ins Kino kam. © Universum Film GmbH
Am Ende seiner Karriere arbeitete Horror-Ikone Bela Lugosi mit dem damaligen Trash-Wunderkind Ed Wood zusammen, bis der 73-Jährige am 16. August 1956 einem Herzinfarkt erlag. Einige Probeaufnahmen für ihren dritten gemeinsamen Film nutzte Wood drei Jahre später als Basis für "Plan 9 aus dem Weltall", in dem er Lugosi (Foto rechts neben seinen Co-Stars Vampira und Tor Johnson) durch den Chiropraktiker seiner Frau doublen ließ – gut dadurch zu erkennen, dass dieser aufgrund fehlender Ähnlichkeit in allen zusätzlichen Szenen Lugosis Dracula-Cape vors Gesicht hält! © Winkler Film
Als James Dean am 30. September 1955 tödlich mit seinem Porsche verunglückte, hatte er seinen letzten Film "Giganten" mit Elizabeth Taylor und Rock Hudson fast abgedreht. Nur ein paar Szenen mussten noch vom Schauspieler Nick Adams nachsynchronisiert werden, bevor die mit 26 Jahren viel zu früh verstorbene Hollywood-Legende 1957 für den Oscar als "Bester Schauspieler" nominiert werden konnte – eine posthume Ehrung, die Dean bereits 1956 für "Jenseits von Eden" zuteil worden war. © Hulton Archive/Getty Images
Zum Kinostart von Bill Paxtons letztem Film "Mean Dreams" zeigen wir, welche Kinostars nach ihrem Ableben noch einmal für filmische Furore gesorgt haben und mit welchen perfiden Tricks die Traumfabrik dabei manchmal arbeitet.
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