"Es": So gruselig wird die Rückkehr des Horrorclowns

So sieht das Böse aus: Bill Skarsgård als Clown Pennywise. Foto: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Pennywise lauert in der Kanalisation von Derry und ernährt sich von Kindern. Foto: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Das Böse nimmt stets die Form von dem an, wovor man sich am meisten fürchtet. Foto: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Die Freunde um Bill (M.) und Beverly (2. v. r.) wollen das Böse besiegen. Foto: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Der kleine Georgie (Jackson Robert Scott) wollte nur sein Papierschiff retten... Foto: © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Der Trailer zur Stephen-King-Verfilmung "Es" schlägt Rekorde – GOLDENE KAMERA verrät, welcher Horror die Fans im Kino erwartet.

"Der Schrecken begann mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb." So lauten die ersten Worte in Stephen Kings 1986 erschienenem 1500-Seiten-Monsterwerk "Es". Darin kämpfen sechs Jungen und ein Mädchen – alle um die zwölf Jahre alt - 1958 in der fiktiven US-Kleinstadt Derry gegen das Böse in Gestalt eines Clowns.

27 Jahre später kehrt es zurück, und die Freunde müssen sich der Bedrohung noch einmal stellen. Über eine Million Mal wurde der Roman seitdem allein in Deutschland verkauft, 1990 gab es den TV-Zweiteiler mit Tim Curry ("The Rocky Horror Picture Show") als Clown.

Das Böse kommt erneut zurück

Am 28. September startet der seit Langem erwartete Kinofilm. Dessen Trailer wurde innerhalb der ersten 24 Stunden über 197 Millionen Mal angesehen - Weltrekord!

Trailer zu "Es"

Seltsam: Nach Ende der Dreharbeiten im September 2016 begann erst in den USA, dann auch in Europa die Welle der sogenannten Horrorclowns, bei der als Clowns verkleidete Menschen andere erschreckten und teilweise verletzten.

Mehr Horror und Blut

Tatsächlich wird die neue Verfilmung nach Informationen von TV DIGITAL erheblich härter werden. Sie ist deutlich näher dran am Buch von Stephen King, das inspriert war vom Fall des Serienkillers John Wayne Gacy, der zwischen 1972 und 1978 33 Sexualmorde beging.

Trailer #2 zu "Es"

Angestrebt wird eine Freigabe erst ab 16 Jahren. Regisseur Andrés Muschietti ("Mama") verspricht den Fans denn auch "mehr Horror und mehr Blut – wie im Buch". Einige der Formen, in denen sich das Böse zeigt, etwa als Werwolf oder als Mumie, werden dabei verändert. "Es soll auch für die Leser des Romans überraschend werden", so der Argentinier.

Das sind die Darsteller

Manche der jungen Darsteller könnten Kinofans bereits bekannt sein. So spielte Jaeden Lieberher - in "Es" ist er Bill, der Anführer des "Losers Club" - 2014 an der Seite von Bill Murray in "St. Vincent".

Und Wyatt Oleff, dessen Figur Stanley sich zumindest im Buch als Erwachsener selbst umbringt, war zu Beginn von "Guardians of the Galaxy" als junger Peter Quill zu sehen.

Die schwere Rolle des Clowns Pennywise übernahm Bill Skarsgård, Sohn von Stellan und Bruder von Alexander - geboren übrigens 1990, im Jahr, als der TV-Film erschien. Der junge Schwede war zwar fast die ganze Zeit der Dreharbeiten vor Ort, musste aber erst in der zweiten Hälfte vor die Kamera. Zuvor übte er mit seinem Regisseur die Eigenarten von Pennywise immer wieder ein. Die Kollegen aber traf Bill Skarsgård erst in seinem Kostüm direkt vor den gemeinsamen Szenen, so war deren Schock umso größer!

Eine ursprüngliche Fan-Idee - 27 Jahre nach dem TV-Film mit den jungen Darstellern von damals die gealterten Figuren zu besetzen - konnte nicht umgesetzt werden: Jonathan Brandis, der 1990 Bill gespielt hatte, erhängte sich im Jahr 2003.

Teil 2 kommt vermutlich 2018

Die erwachsenen Hauptfiguren allerdings werden im neuen "Es"-Hit zunächst auch gar nicht auftreten. Weder sind sie auf den Besetzungslisten vermerkt noch im Trailer zu sehen. Da aber bereits bekannt wurde, dass Jessica Chastain für die Rolle der erwachsenen Beverly ins Auge gefasst wird, ist klar: Es wird einen zweiten Teil geben, vermutlich 2018!

Anders als die TV-Version, welche die fortwährenden Zeitsprünge des Stephen-King-Romans mitmachte - und sich bei Ekeleffekten subtil und aus Geldgründen zurückhielt -, sind jetzt im ersten Teil die Charaktere vermutlich nur in ihrer jungen Version zu sehen, erst im zweiten Teil dann in der älteren. Teil eins spielt diesmal etwa im Jahr 1989, auch das wird im ersten Trailer am Rande deutlich. Die Fortsetzung würde damit in etwa in unsere heutige Zeit passen.

Fraglich bleibt für alle Fans von "Es", ob die eher seltsamen und extrem düsteren Bestandteile des Romans Eingang in den Kinofilm finden. Werden wir die "Schildkröte" sehen, eine Kraft des King'schen "Makroversums", die einstmals das Universum ausgespuckt hat? Was ist mit den brutalen Attacken der Schul-Gang um Henry Bowers auf die sieben Freunde? Und was ist mit Themen wie Sodomie und versuchte Vergewaltigung?

Eines jedenfalls scheint sicher zu sein: Die legendäre, ellenlange Sexszene mit Beverly und ihren sechs Freunden im Alter von zwölf Jahren wird definitiv nicht im Film landen - einerseits würde damit kaum die Freigabe ab 16 Jahren zu bekommen sein, andererseits hätte man vor allem sieben junge Schauspieler traumatisiert.

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