Zum 80. Geburtstag von Morgan Freeman

Am 1. Juni wird Morgan Freeman 80 Jahre alt. Zum runden Jubiläum blicken wir zurück auf die beeindruckende Hollywood-Karriere unseres GOLDENE KAMERA-Preisträgers von 2012.

Wenn in der Liste der Schauspieler, deren Filme insgesamt weltweit am meisten eingespielt haben, nur noch Samuel L. Jackson, Harrison Ford und Tom Hanks vor einem residieren, kann man getrost von einer erfolgreichen Hollywood-Karriere sprechen. Dabei ging es für Morgan Freeman, der am 1. Juni 1937 in Memphis, Tennessee das Licht der Welt erblickte, ganz klein los.

Morgan Freeman: Die Schauspielanfänge

Nachdem der Sohn einer Lehrerin und eines Friseurs erste Erfahrungen beim Schultheater gesammelt hatte, stieg Morgan Freeman erst Anfang der 1960er Jahre mit Kursen am Pasadena Playhouse ins Schauspielgeschäft ein, das ihn zunächst nach New York ans Off-Broadway-Theater verschlug. Nach kleinen Filmnebenrollen erlangte der damals 34-Jährige erste nationale Aufmerksamkeit, als er 1971 bei der "Sesamstraße"-artigen Fernsehshow "The Electric Company" einstieg und bis 1977 mit wiederkehrenden Rollen wie DJ Mel Mounds, Vincent, der vegetarische Vampir oder als Easy Reader Jugendkultstatus erlangte...

Morgan Freemans Debüt als "Easy Reader" in "The Electric Company" (1971)

Morgan Freeman: Der Durchbruch

Der schauspielerische Durchbruch ging mit einem drastischen Imagewandel einher, als Morgan Freeman 1987 im Thriller-Drama "Glitzernder Asphalt" seine Darstellermuskeln spielen ließ und für die Rolle des Straßenzuhälters Fast Black seine erste Oscar-Nominierung erhielt...

Trailer zu "Glitzernder Asphalt" (1987)

1989 stellte Morgan Freeman seine fast magische Leinwandpräsenz erneut in der Theaterstück-Verfilmung "Miss Daisy und ihr Chauffeur" unter Beweis, wofür er seine zweite Oscar-Nominierung erhielt und in Hollywood richtig durchstartete. Nach Kinoerfolgen wie Kevin Costners "Robin Hood - König der Diebe" (1991) oder Clint Eastwoods Neo-Western "Erbarmungslos" (1992) katapultierte ihn die dritte Oscar-Nominierung für die Stephen-King-Verfilmung "Die Verurteilten" (1994) endgültig in die A-Liga der Traumfabrik aufstieg...

Trailer zu "Die Verurteilten" (1994)

Morgan Freeman: Der Oscar-Gewinn

Obwohl Freeman in der Folge unter anderem in David Finchers Thrillererfolg "Sieben" (1995) oder Steven Spielbergs "Amistad - Das Sklavenschiff" (1997) herausragende Auftritte hatte und in der Jim-Carrey-Komödie "Bruce Allmächtig" (2003) sogar Gott persönlich spielte, ließ der überfällige Oscar-Gewinn bis 2005 auf sich warten. Doch wie einfühlsam Freeman als alter Trainerfuchs in Clint Eastwoods Boxerinnen-Drama "Million Dollar Baby" Hilary Swank auf die Erfolgsspur coachte, war einfach Nebenrollen-Gold-würdig...

Morgan Freeman: Erfolg hinter der Kamera

Mit dem Oscar-Gewinn und einem Stammplatz in Christopher Nolans mit "Batman Begins" (2005) begonnenen Fledermaus-Trilogie in der Tasche, konnte es sich Morgan Freeman leisten, ins Produzentengeschäft einzusteigen und Projekte anzuschieben, die dem gesellschaftspolitisch aktiven Schauspieler wichtig waren. So übernahm Freeman, der 1993 mit dem Arpartheidsdrama "Bopha! - Kampf um Freiheit" sein Regiedebüt gegeben hatte, im Biopic-Sportdrama "Invictus - Unbezwungen" (2009) nicht nur die Rolle von Nelson Mandela, sondern sorgte auch hinter den Kulissen dafür, dass seine dritte Zusammenarbeit mit Clint Eastwood überhaupt zustande kam...

Trailer zu "Invictus - Unbezwungen" (2009)

Der Lohn war eine fünfte Oscar-Nominierung und reichhaltige Erfahrungen als ausführender Produzent, die er seit 2014 mit der CBS-Serie "Madam Secretary" in erfolgreiche TV-Quoten verwandelt.

Morgan Freeman: Die GOLDENE KAMERA fürs Lebenswerk

Zwei Jahre zuvor ging Morgan Freeman bereits ganz offiziell in die Annalen der Filmwelt ein, als der damals 74-Jährige zunächst bei den Golden Globes mit dem "Cecil B. DeMille Award" und dann mit der GOLDENEN KAMERA GOLDENEN KAMERA 2012 für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, bei der es ein Wiedersehen mit seinem einstigen Co-Star Denzel Washington aus dem Bürgerkriegsdrama "Glory" gab...

Morgan Freeman und Denzel Washington nach ihrem Gewinn der GOLDENEN KAMERA 2012

Morgan Freeman: Die Zukunft

Davon, dass sich der vieldekorierte Schauspieler, aber jetzt mit 80 auf sein wohlverdientes Altenteil zurückziehen könnte, kann indes keine Rede sein. So war Morgan Freeman, der seit 2001 nebenbei den "Ground Zero Blues Club" in Clarksdale, Mississippi betreibt, gerade noch im Krimi-Remake "Abgang mit Stil" neben seinen Oscar-Kollegen Michael Caine und Alan Arkin zu sehen...

Außerdem ist die für Ende 2017 angekündigte Action-Komödie "Villa Capri", in der sich Freeman als Ex-Mafia-Anwalt und Tommy Lee Jones als Ex-FBI-Agent im Zeugenschutzprogramm zusammenraufen müssen, genauso abgedreht wie Lasse Hallströms Märchen-Spektakel "The Nutcracker and the Four Realms", in dem Freeman als Patenonkel Drosselmeier zu sehen sein wird. Und dann laufen noch die Vorbereitungen zu "Angel Has Fallen", in denen es Freeman nach "Olympus Has Fallen" (2013) und "London Has Fallen" (2016) zum dritten Mal an der Seite seines GOKA-Gewinner-Kollegen Gerald Butler mit Terroristen aufnimmt. In Rente können andere gehen!

Morgan Freeman: Sendehinweis

Zum 80. Geburtstag hat der Pay-TV-Kanal Sky Cinema am 1. Juni sein Abendprogramm Morgan Freeman gewidmet. Zu sehen sind: "R.E.D. - Älter. Härter. Besser." (18.20 Uhr), "Ruth & Alex - Verliebt in New York" (20.15 Uhr), "Momentum" (21.50 Uhr) und "London Has Fallen" (23.30 Uhr).

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