Aufbruch in neue Welten: "Transformers: The Last Knight"

Am 22. Juni startet Michael Bays fünftes "Transformers"-Spektakel in unseren Kinos, das uns bis zurück in die Zeit von König Artus führt. Dabei ist "The Last Knight" nur der Auftakt zu gigantischen neuen Franchise-Plänen.

England im finsteren Mittelalter: Ritter hauen aufeinander ein, König Artus ist zu sehen, Zauberer Merlin – und Transformers. Wie bitte?! Ja, liebe Fans, so beginnt "Transformers: The Last Knight" von Michael Bay tatsächlich. Nach dem Neustart der Reihe durch den vierten Film "Transformers: Ära des Untergangs" (2014) mit dem Wechsel von Shia LaBeouf zu Mark Wahlberg fasste der Regisseur einen Entschluss: Er wollte einen Writers Room gründen und auf den Spielzeugen des japanischen Herstellers Hasbro ein ganzes Kino-Universum aufbauen.

Darum geht's in "Transformers: The Last Knight"

Optimus Prime, der Anführer der Autobots, hat die Erde verlassen und reist nach Cybertron, um seine Schöpferin Quintessa zu finden. Auf der Erde will Ingenieur Cade (Mark Wahlberg) weiterhin verhindern, dass die Decepticons die Menschen ausrotten. Unterstützung findet er bei Bumblebee, Oxford-Professorin Vivian Wembley (Laura Haddock) und Sir Burton (Anthony Hopkins), einem Kenner der Geschichte der Transformers. Entscheidend für die Rettung der Menschheit ist ein Artefakt, das aus der englischen Ritterzeit stammt. Doch auf dieses Artefakt hat es auch Optimus Prime abgesehen, um seinem zerstörten Heimatplaneten neues Roboterleben einhauchen zu können.

3. Trailer zu "Transformers: The Last Knight" (Kinostart: 22.6.2017)

Bei "Transformers: The Last Knight" neu dabei: Laura Haddock

Im neuen Actionspektakel bekommt Mark Wahlberg – als Nachfolgerin von Megan Fox und Rosie Huntington-Whiteley – eine schöne und vor allem intelligente Frau an die Seite gestellt: Die Britin Laura Haddock, die in beiden "Guardians of the Galaxy"-Hits einen Auftritt als Mutter von Star-Lord hatte, spielt die Geschichtsprofessorin Vivian Wembley. Mit ihrer Hilfe sucht Cade Yeagar (Mark Wahlberg) nach einem englischen Artefakt aus der Ritterzeit. "Ich bin damals beim ersten 'Transformers'-Film mit viel Skepsis ins Kino gegangen", verrät die 31-Jährige im Interview mit der GOLDENEN KAMERA. "Aber ich wurde zum totalen Fan!"

Die Transformers selbst sind natürlich am Computer generiert, dennoch gab es für die Schauspieler jede Menge Action: "Michael besteht darauf, dass Schauspieler Stunts selbst durchführen", berichtet Haddock. "Ich hatte ein tolles Double, dass mir gezeigt hat, wie ich sicher lande und meinen Körper abrolle. Ich habe mich wie ein kleines Kind in der Achterbahn gefühlt."

Die Franchise-Zukunft nach "Transformers: The Last Knight"

Schwindlig muss auch den Bossen des US-Verleihs Paramount geworden sein, als Michael Bay ihnen seine Idee des Writers Room erzählte. "Da müssen schon ein paar Millionen ausgegeben werden!", forderte er 2014. Zwölf Autoren sind dabei, etwa Akiva Goldsman (Oscar 2002 für "A Beautiful Mind"), Jeff Pinkner, der Tom Hardys "Venom"- Film schreibt – und Schreiber, die einfach nur Fans der Milliarden Jahre umfassenden Transformers-Welt sind.

Die Teile sechs und sieben sollen 2018 und 2019 ins Kino kommen. Geschichten für insgesamt 14 Filme wurden bisher gesammelt, darunter auch folgende Ideen: ein animiertes Prequel, das auf dem Planeten Cybertron spielt; ein Film, der im alten Rom angesiedelt ist; und schließlich ein Spin-off mit dem Autobot Bumblebee, das Bay vielleicht selbst drehen würde.

Die Autobots und Decepticons in "Transformers: The Last Knight"

"Transformers"-Mastermind Michael Bay

"Bumblebee ist mein Liebling", sagt Haddock, die aber auch die neu auftretenden Squeeks oder Cogman mag. Von ihrer Zusammenarbeit mit dem bekannt ruppigen Explosions-Fan Michael Bay war Laura Haddock begeistert: "Er weiß, wie der Film aussieht, bevor die erste Szene gedreht ist. Wenn man sich seiner Vision fügt, kann man die Zeit seines Lebens haben. Und er packt überall mit an: Er hält die Kamera, schleppt Licht an, kehrt den Boden oder schmiert einem mehr Schlamm ins Gesicht, wenn es notwendig ist. Michael setzt nicht nur Schauspieler und Crew unter Druck, sondern auch sich selbst, weil er will, dass der Film toll wird."

Nur eines durfte der Kalifornier beim mit fast 260 Millionen Dollar teuersten "Transformers"-Film nicht: Er wollte Stonehenge explodieren lassen, bekam aber keine Erlaubnis.

Text: Oliver Noelle / Interview: Anke Hofmann

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