Tom Wlaschiha vs. Ken Duken: "Berlin Falling"

Für sein gefeiertes Regiedebüt holte sich Ken Duken mit "Game of Thrones"-Star Tom Wlaschiha namhafte Verstärkung an Bord. Wir trafen die Filmkontrahenten zum Gespräch.

Beim Berliner Produzentenfest traf die GOLDENE KAMERA auf das glänzend aufgelegte Filmemacher-Trio Ken Duken, Tom Wlaschiha und Marisa Leonie Bach. Die gute Laune hat einen Grund, denn ihr mit Mini-Budget gedrehter Psychothriller "Berlin Falling" , der vom 13. bis 15 Juli in ausgesuchten Kinos läuft (Event-Planer), hat sich zum gefeierten Festival-Hit gemausert. Der berechtigte Lohn für ein mutiges Filmprojekt, mit dem Ken Duken gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten hat...

Ken Duken, Marisa Leonie Bach und Tom Wlaschiha im Video-Talk

Darum geht's in "Berlin Falling"

Ken Duken spielt den ehemaligen Elitesoldaten Frank, der die Dämonen seiner traumatischen Afghanistan-Erlebnisse in Alkohol zu ertränken sucht. Obwohl seine Ex-Frau Claudia (Marisa Leonie Bach) Bedenken hat, darf Frank seine Tochter Lilly wiedersehen, die er am Berliner Hauptbahnhof abholen soll. Als er sich an einer Tankstelle dazu überreden lässt, den Anhalter Andreas ("Game of Thrones"-Star Tom Wlaschiha) mitzunehmen, werden Franks Hoffnungen auf einen familiären Neuanfang erschüttert. Denn der mysteriöse Fremde hat eine Bombe im Rucksack – und einen teuflischen Plan...

Trailer zu "Berlin Falling" (Kinostart: 13.7.2017)

GOKA-Talent: Ken Duken als Regisseur

Wer da eindrucksvoll beweist, dass auch in Deutschland packende Genrefilme zu aktuellen Gesellschaftsthemen wie Terrorangst gedreht werden können, wenn man die Macher machen lässt, ist ein Regie-Neuling – zumindest was das Spielfilmformat angeht. Denn der Schauspieler Ken Duken, der zuletzt mit der düsteren ZDFneo-Serie "Tempel" auftrumpfte, hat bereits 2003 die Produktionsfirma Grand Hotel Pictures mitgegründet. Seitdem steht der 38-Jährige regelmäßig auch hinter der Kamera und hat in dieser Zeit diverse Kurzfilme wie "Another Point of View" (auf Vimeo) und Musikvideos gedreht...

Musikvideo für Marius Müller Westernhagen mit "Zu lang allein" (Regie: Ken Duken)

Für "Berlin Falling" schmiss Regisseur Ken Duken jetzt die geballte Expertise seiner privaten DIY-Filmhochschule in die Waagschale und präsentiert einen exzellent gefilmten Thriller, dessen klaustrophobisch eingefangenen Drehorte die klaustrophobische Stimmung widerspiegeln, die sich im Psychoduell zwischen den beiden Hauptdarstellern entwickelt. Ein im deutschen Kino kaum beherzigter inszenatorischer Ansatz, den Ken Duken im offiziellen PR-Interview zur Frage seiner Filmphilosophie so auf den Punkt bringt:

Ken Duken im Interview

"Für mich als Filmemacher ist es wichtig, Stimmung zu kreieren und Emotionen zu erzeugen. Der Film sollte physisch weh tun – auch dem Zuschauer. Und das erzeugt man, indem man nicht nur irgendwelche Mittel benutzt, sondern sie zusammen spielen lässt. Besonders bei deutschen Filmen hat man es oft, dass die Leute rausgehen und sagen: Ja, die Bilder sehen schön aus! Aber oft ist das alles ein bisschen willkürlich. Und als Team haben wir daran gearbeitet, diese Willkür aus dem Film und der Art, wie wir den Film gemacht haben, zu streichen.“

(Video-Interview: Mike Powelz)

Kommentare einblenden

Die doppelte Heimkehr: "Spider-Man: Homecoming"

Am 13. Juli gibt Newcomer Tom Holland auch bei uns sein Solo-Debüt als neuer "Spider-Man". Wir verraten Euch, warum das zweite Spinnenmann-Reboot in fünf Jahren seine Berechtigung hat.
Mehr lesen