Kino-Event der Woche: "Der dunkle Turm"

Idris Elba vs. Matthew McConaughey: Wir verraten, ob das Star-Duell in der heißersehnten Bestsellerverfilmung hält, was Stephen Kings bombastische Vorlage verspricht.

Verfilmungen der Horror- und Fantasy-Bestseller des amerikanischen Autoren Stephen King haben sich seit Brian De Palmas "Carrie: Des Satans jüngste Tochter" (1976) und Stanley Kubricks "Shining" (1980) zu einem eigenen Genre gemausert. Doch mit "Der dunkle Turm" kommt am 10. August die bislang ambitionierteste Adaption in unsere Kinos.

Der Hintergrund von "Der dunkle Turm"

"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm." Mit diesem Satz beginnt Stephen Kings achtteiliger Fantasyzyklus "Der Dunkle Turm". Er entführt den Leser in eine epische, sterbende Western-Welt voller Dämonen, Orakel und Mutanten – Sex und Drogen nicht zu vergessen. Stephen King bezeichnete die Reihe, aus der allein in Deutschland rund drei Millionen Bücher verkauft wurden, als "mein wichtigstes Werk". Von 1978 bis 2012 arbeitete er daran und verband dabei viele seiner Arbeiten wie "Es" oder "Das letzte Gefecht" zu einem großen Universum. Nachdem er sich 2003 entschlossen hatte, den Zyklus zu beenden, schrieb King sogar noch einmal den ersten Teil namens "Schwarz" um und fügte ein weiteres Buch zwischen Part vier und fünf ein.

Darum geht's in "Der dunkle Turm"

Das heutige New York: Der erst elfjährige Jake (Tom Taylor) hat Albträume von einem Dunklen Turm, einem mysteriösen Revolvermann (Idris Elba) und einem unbesiegbaren Mann in Schwarz (Matthew McConaughey). Jake findet das Tor zu einer unbekannten, sterbenden Welt. Er springt hinein und landet in einer endlosen Wüste, in der er den Revolvermann Roland Deschain trifft. Dieser will den Schwarzen Mann Walter O'Dim und seine Gehilfin Tirana (Abbey Lee) daran hindern, den Dunklen Turm zu vernichten – denn dann würden beide Welten für immer zerstört werden. Um ihr Ziel zu erreichen, nimmt Jake den Revolvermann mit nach New York zurück.

Trailer zu "Der dunkle Turm" (Kinostart: 10.8.2017)

GOKA-Kritik zu "Der dunkle Turm"

Für vergleichsweise preiswerte 60 Millionen Dollar macht sich der Däne Nikolaj Arcel (Silberner Bär 2012 für "Die Königin und der Leibarzt") an den Romanzyklus von Stephen King. Allein die Rechte kosteten 19,19 Millionen Dollar – die Zahl 19 spielt in den Romanen eben eine wichtige Rolle. Doch offenbar wurde da an falscher Stelle gespart. Gerüchten zufolge soll der US-Verleih Sony den Regisseur nach Ansicht erster Szenen entmachtet und Vieles herausgeschnitten haben – und so wirkt auch der Film: hölzerne Dialoge, mittelmäßige Action, am Ende nur 94 Minuten Länge. Lediglich Matthew McConaughey (GOLDENE KAMERA 2014) als vorwitziger Bösewicht macht Spaß.

GOKA-Wertung

Sci-Fi ohne Zukunft: So lahm beginnt kein langlebiges Franchise.

Muss ich trotzdem sehen, weil...
...Matthew McConaughey als Leinwandschurke mal wieder die Show stiehlt und es Spaß macht, die ganzen versteckten Hinweise auf andere King-Werke aufzustöbern.

"Easter Eggs"-Trailer zu "Der dunkle Turm" (Kinostart: 10.8.2017)

Für Fans von...
..."Chroniken der Unterwelt – City of Bones" (2013) und "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (2016)

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