Robert De Niro: "Stand-up-Comedy ist masochistisch"

Ab 31. August im Kino: Robert De Niro als "The Comedian" Jackie Burke – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
Zum Kinostart der Tragikomödie "The Comedian" trafen wir den Oscar-prämierten Hollywood-Star zum Gespräch über sein eigenes Komiker-Talent und die hohe Kunst des Bühnenhumors.

Am 31. August finden sich unter den Kino-Events der Woche gleich drei sehenswerte Neustarts, in denen ehemalige GOKA-Gewinner die Hauptrolle spielen. Einer von ihnen ist Robert De Niro (GOLDENE KAMERA 2008). In der Tragikomödie "The Comedian" spielt der zweifache Oscar-Preisträger den in die Jahre rabiaten Millionärstochter Harmony (Leslie Mann) eine Art zweiten Frühling erlebt.

Robert De Niro als "The Comedian" (ab 31. August im Kino) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Harmony (Leslie Mann) und Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und Stand-Up-Komikerin Jessica Kirson – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Mac Schiltz (Harvey Keitel) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Mac Schiltz (Harvey Keitel) und Tochter Harmony (Leslie Mann) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Mac Schiltz (Harvey Keitel), Tochter Harmony (Leslie Mann) und Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Miller (Edie Falco) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und Comedy-Legende Billy Crystal (r.) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und sein Bruder Jimmy Berkowitz (Danny DeVito, r.) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und sein Bruder Jimmy Berkowitz (Danny DeVito, r.) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und Harmony (Leslie Mann) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Mac Schiltz (Harvey Keitel) und Jackie Burke (Robert De Niro, r.) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Florence (Patti LuPone) und Jimmy Berkowitz (Danny DeVito) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment
"The Comedian": Jackie Burke (Robert De Niro) und Harmony (Leslie Mann) – Foto: © 2016 Warner Bros. Entertainment

Robert De Niro im Interview

GOLDENE KAMERA: Sind Sie von Natur aus komisch?

ROBERT DE NIRO: Keine Ahnung, aber meine Mutter fand mich immer lustig. (lacht)

Wie würden Sie Ihren eigenen Humor beschreiben? Was bringt Sie zum Lachen?

Ich finde so ziemlich alles lustig, was andere auch lustig finden. Aber vor allem Situationskomik und Ironie treffen meinen Lach-Nerv. Wenn das Leben zum Heulen ist, lache ich laut los, denn sich ärgern hilft auch nicht weiter.

Trailer zu "The Comedian" (Kinostart: 31.8.2017)

Dieses Projekt lag Ihnen schon seit Jahren am Herzen. Warum war Ihnen "The Comedian" so wichtig?

Drehbuchautor Art Linson und ich haben meine Figur Jackie Burke ins Leben gerufen, um Dinge zu sagen, die uns schon immer auf der Zunge lagen. Vor sieben oder acht Jahren haben wir dann endlich angefangen, Geld und Menschen für dieses Projekt zu finden. Zuerst wollten wir, dass mein alter Freund Sean Penn Regie führt, aber leider hat das nicht geklappt. Dann hat Art den "Ray"-Regisseur Taylor Hackford kennen gelernt und ihn mir vorgestellt. Taylor war perfekt als Regisseur für diesen Film, und ich bin so froh, dass das Schicksal uns zusammen gebracht hat.

Haben Sie als Vorbereitung für diese Rolle Comedy Clubs besucht oder Ihre Stand-up-Muskeln trainiert?

Weder noch, denn ein guter Comedy-Act braucht jahrelange Erfahrung, und die konnte ich mir nicht in ein paar Wochen aneignen. Stattdessen habe ich vor Komparsen im Comedy Cellar geprobt. Beim ersten oder zweiten Mal haben sie gelacht, und das hat mich angespornt. Aber danach kannten sie meine Jokes schon und haben nicht mehr gelacht. Ich habe dann darauf bestanden, dass sie trotzdem lachen müssen, denn sonst fehlt mir die Energie. (lacht) Ein Stand-up-Komödiant braucht die Reaktion des Publikums.

Ich hatte außerdem eine fantastische Lehrerin: Jessica Kirson. Sie hat mir Stand-up-Comedy beigebracht. Diese Kunstform ist sehr masochistisch, denn man darf keine Angst vor dem Versagen haben, muss sich einfach in der Meute aussetzen und hoffen, dass man nicht stirbt. Denn die Chance, dass man mit seinen Witzen auf die Nase fällt, ist groß.

Wer sind Ihre Comedy-Vorbilder?

Jon Stewart. John Oliver. Bill Maher. Und viele andere Late-Night-Hosts. Ich mag es, wenn Humor politisch wird. "Saturday Night Live" ist zur neuen Bibel geworden, wenn es um Kommentare über die Situation in der Welt und vor allem in Amerika geht.

Interview: Anke Hofmann

Bestseller im Kino: Die meistverfilmten Autoren

Die Schriftsteller mit den meisten Roman-Adaptionen für die Leinwand.
So sieht das Böse aus: Bill Skarsgård als Clown Pennywise in "Es". Wer die meisten Bücher geschrieben hat, die dann auch ihren Weg ins Kino fanden, ist nicht schwer zu erraten. Foto: 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.
Stephen King (69) hat für stolze 34 Kinofilme die Romanvorlage geliefert. Er hat über 400 Millionen Bücher in über 50 Sprachen verkauft. Foto: Getty Images
Mit der Buchverfilmung "Message in a Bottle" (1998) mit Kevin Costner und Robin Wright erlangte der ohnehin schon bekannte Autor weltweite Aufmerksamkeit. Foto: Warner Brothers
Nicholas Sparks (51, r.) trifft hier auf Channing Tatum und Amanda Seyfried, die für die Buchverfilmung "Das Leuchten der Stille" (2010) vor der Kamera standen. Von dem Schriftsteller wurden elf Romane auf die große Leinwand gebracht. Er liegt damit in unserem Ranking auf Platz 2. Foto: Getty Images
Dieser Autor hat selbst für den Geheimdienst gearbeitet und schreibt durch seine Insiderkenntnisse erstklassige Spionageromane. Mit elf Roamanadaptionen u.a. "Verräter wie wir" (2016) , hier im Bild mit Ewan McGregor und Naomie Harris), landet er auf Platz 3. Foto: STUDIOCANAL GMBH
Es ist der Brite John LeCarré (85). Er erschuf u.a. den Geheimagenten George Smiley, der in dem "Der Spion, der aus der Kälte kam" (1965) von Rubert Davies verkörpert wird und neben Richard Burton die Hauptrolle spielt. Foto: Getty Images
Ebenfalls auf Platz 3 mit elf Kinoverfilmungen schafft es der Schriftsteller von "Abbitte" (2007) mit Keira Knightley. Der Roman (2001) zählt laut der Times zu den 100 besten englischsprachigen Romanen. Foto: Universal
Ian MacEwan (69) schrieb zudem die Romane zu Filmen wie "...und der Himmel steht still" (1993) mit Anthony Hopkins und "Der Zementgarten" (1993) mit Charlotte Gainsbourg. Foto: Getty Images
Bereits vor Veröffentlichung des Buches stand fest, dass der Politthriller "Die Akte" (1993) verfilmt werden sollte. Der Film spielte weltweit über 200 Millionen Dollar ein. Beim Schreiben hatte der Autor schon Julia Roberts als Hauptdarstellerin im Kopf. Foto: Warner Bros. Film GmbH
Es ist auf Platz 4: John Grisham (62). Von "Die Akte" bis zu "Verrückte Weihnachten" sind neun seiner Bücher auch im Kino gelaufen. Foto: Getty Images
Die Autorin von Harry Potter (hier in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) kennen wohl die meisten. Sie ist mit neun Romanverfilmungen auch auf Platz 4. Foto: Warner Bros.
J.K. Rowling (52) arbeitete an ihrem ersten Buch, dem "Harry Potter und der Stein der Weisen" (1998) während sie als alleinerziehende Mutter von der Sozialhilfe lebte. Zwischenzeitlich zählte sie zu den wohlhabensten Schriftstellern der Weltgeschichte. Foto: Getty Images
Auf Platz 5 mit 8 Buchverfilmungen sind gleich vier Autoren. Die Horrorsplatterreihe "Hellraiser" (-Das Tor zur Hölle 1987) machte ihn weltberühmt. Dieser gehört zu den Meistern des Horror- und Fantasygenres und arbeitet inzwischen selbst auch als Regisseur. Foto: Clive Barker facebook
Es ist: Clive Barker (64). Der Schriftsteller ist ein Multitalent. Zuletzt schrieb er Jugendromane, diverse Drehbücher und arbeitet zudem als Graphiker, Maler und Regisseur. Foto: Getty Images
Diese deutsche Autorin, ebenfalls auf Platz 5 schreibt erstklassige Kinder- und Jugendbücher. In "Tintenherz" kämpfen gegen die bösen Kräfte: Helen Mirren, Brendan Fraser (vorne) und Eliza Bennett. Foto: SRF/2009 NEW LINE CINEMA PRODUCTIONS, INC.
Cornelia Funke (58) gelang mit "Herr der Diebe" der internationale Durchbruch. Derzeit produziert Constantin Film einen Animationsfilm zu "Drachenreiter", der 2019 in die Kinos kommen soll. Foto: Getty Images
In "Odd Thomas" (2013) kann Anton Yelchin Geister sehen. Die Vorlage zu dem Mystery Thriller schrieb ein Autor, der als erfolgreichster Schreiber für fantastische Literatur der Gegenwart gilt. Foto: 2013 Two out of ten Productions inc.
Dean Koontz (72) erreicht mit acht Buchverfilmungen ebenfass den fünften Platz. Der Workaholic war bereits mit zehn Hardcover- und zwölf Taschenbüchern auf Platz 1 – nur ein Dutzend anderer Autoren haben das bisher erreicht. Foto: Getty Images
Auch für acht Buchverfilmungen gabt dieser Schriftsteller die Vorlagen. Im Bild: "Zum Teufel mit der Unschuld" (1969) mit Ali MacGraw und Richard Benjamin. Eine besonders bekannte Filmadaption ist "Der menschliche Makel" (2003) mit Anthony Hopkins. Foto: ARD
Ebenfalls auf Platz 5 ist Philip Roth (84). Der Autor hat so ziemlich jeden Preis abgeräumt, den es fürs Schreiben gibt. 2010 in dem Jahr, in dem er auch, wie er sagt, sein letztes Buch veröffentlichte ("Nemesis") übergab der ehemalige US-Präsident Barack Obama ihm die National Humanities Medal. Foto: Getty Images
Romanverfilmungen liegen im Trend. Doch von welchem Autoren wurden die meisten Bücher fürs Kino verfilmt? GOLDENE KAMERA stellt die zehn Autoren der Top 5 vor.
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