Das Comeback der Kinohits

Der Kinohit "Mord im Orientexpress" aus dem Jahr 1974 wird neu verfilmt: Mit Johnny Depp als US-Tycoon Ratchett.
"Jumanji" (1995): Ein altes magisches Würfelspiel katapultiert seine Opfer in einen Dschungel voller Gefahren: Mit jedem Zug taucht ein neues Hindernis auf, etwa Urwaldbiester oder Naturkatastrophen. Doch wer einmal eine Partie beginnt, muss sie auch zu Ende bringen – sonst droht „Jumanji“ die Welt ins Chaos zu stürzen. Vor 22 Jahren geriet Kirsten Dunst (M.) als Teenie ins temporeiche Abenteuer: Ihre Filmfigur, die Waise Judy, traf mit ihrem Bruder und einem Gefangenen des Spiels (Robin Williams, r.) auf eine Elefantenherde und andere Bedrohungen.
"Jumanji"-Reboot (Kinostart: 21.12.2017): Aus dem Brettspiel ist 2017 ein altes Videogame geworden, und vier nachsitzende Schüler schmeißen die Konsole an – mit den bekannten Folgen. Allerdings landen die Teenager in den Körpern der Spielfiguren im Dschungel, also in Gestalt von Dwayne Johnson (2.v.l.), Jack Black und Co. Die Neuauflage soll auch ein Tribut an den 2014 verstorbenen Robin Williams enthalten: in Form von Hinweisen, die Williams' Filmfigur im Urwald hinterlassen hat.
"Tomb Raider": Der Hype um das Videospiel führte ab 2001 zu zwei Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle. Trotz anfänglicher Skepsis über die Besetzung – Jolie erfüllte nicht die Oberweiten-Erwartungen vieler Fans und sollte als US-Amerikanerin eine Britin spielen – überzeugte sie in der Rolle.
"Tomb Raider"-Reboot (Kinostart: 15.3.2018): Der Film-Reboot ist ein Nachzügler, denn schon die Game-Reihe fing 2013 noch einmal von vorn an. Oscarpreisträgerin Alicia Vikander (Foto) passt perfekt zu dem realistischeren Look der neuen Lara Croft. Der Film erzählt, wie Lara überhaupt zur Abenteurerin wird: Die 21-jährige Millionenerbin will das Verschwinden ihres exzentrischen Vaters erforschen und reist an dessen letzten bekannten Aufenthaltsort, eine sagenumwobene Gruft auf einer Insel vor Japan. Regie führt der Norweger Roar Uthaug („The Wave“).
"Mord im Orientexpress" (1974): Nur zähneknirschend gab Agatha Christie die Rechte ihres Werks frei, nachdem der Grande Dame einige Krimiverfilmungen in den 60ern missfallen hatten. Das Resultat von 1974 überzeugte sie, nur Albert Finney in der Rolle des Poirot (Foto, l.) schloss sie von ihrem Lob aus. Bei Publikum und Kritik kam der Nervenkitzel mit Sean Connery und Lauren Bacall gut an, Ingrid Bergman (Foto, r.) erhielt für ihre Rolle als schwedische Missionarin Greta einen Oscar.
"Mord im Orientexpress"-Reboot (Kinostart: 23.11.2017): Auf der Strecke London–Istanbul wird in dem berühmten Luxuszug ein US-Magnat brutal ermordet. Eine Schneeverwehung zwingt den Zug zum Halt, die Passagiere stecken fest – und mit ihnen der Mörder. Gemeinsam mit seinem Freund Bouc und einem anwesenden Arzt beginnt Hercule Poirot (Kenneth Branagh, Foto) die Ermittlungen.
Genau wie damals trumpft der Reboot von "Mord im Orientexpress" mit hoher Stardichte auf: Johnny Depp (Foto), Michelle Pfeiffer, Penélope Cruz und Judi Dench zählen zum Ensemble. Kenneth Branagh spielt den Poirot, führt Regie – und verspricht einige Abweichungen sowie einen noch düstereren Film, der den Ton des Romans besser einfangen soll. Das Drehbuch stammt von Michael Green („American Gods“).
"Ocean's Eleven" (2001): Die Freunde des gewieften Gangsters Danny Ocean tun sich zusammen, um in einer einzigen Nacht den größten Coup aller Zeiten zu landen. Steven Soderbergh bediente sich 2001 bei „Frankie und seine Spießgesellen“ von 1960, statt des Rat Packs spielten u. a. George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon die Bande auf einem smarten Kasino-Raubzug durch Las Vegas.
"Ocean's Eight"-Reboot (Kinostart: 21.6.2018): Diesmal sind die Mädels dran, wenn Danny Oceans Schwester Debbie (Sandra Bullock) mit ihren Komplizinnen (Rihanna, Anne Hathaway, Cate Blanchett u. a.) einen Überfall auf die Met Gala, eines der größten Society-Events in New York City einfädelt. Produziert wird der Spaß von Soderbergh und Clooney.
"Mary Poppins" (1964): Der Ostwind trägt Mary Poppins in den Kirschbaumweg Nummer 17, London: Das neue Kindermädchen übernimmt freundlich, aber bestimmt bei Familie Banks das Regiment.
Aus den Poppins-Geschichten von P. L. Travers entstand 1964 bei Walt Disney ein Musical mit Zeichentrickfiguren und unvergesslichen Hits. Der Lohn waren fünf Oscars, einer davon für die Hauptdarstellerin Julie Andrews (Foto).
"Mary Poppins"-Reboot (Kinostart: 20.12.2018): Mitte der 30er, über zwei Jahrzehnte nach der Story des Vorgängers, verliert Familienvater Michael Banks, der Junge aus dem Original, seine Frau. Da kommt Mary Poppins (Emily Blunt) wie gerufen. Es gibt einen Ausflug auf die Spitze des Big Ben, neue Songs und einen Auftritt von Meryl Streep als Marys Cousine Topsy Poppins.
"Flatliners" (1990): Um den Nahtod zu erforschen, versetzen sich fünf Medizinstudenten gegenseitig in den klinischen Tod. Mit jedem Mal zögern sie die Reanimierung weiter hinaus, was sich als extrem riskantes Manöver entpuppt ...
"Flatliners"-Reboot: Diesmal besteht die Gruppe mehrheitlich aus weiblichen Neugierigen, Ellen Page („Inception“) führt das Quintett an. Das Jenseits, im Original hauptsächlich Rückblenden, soll diesmal wie ein verrückter LSD-Trip wirken. Und Kiefer Sutherland kehrt als Nelson Wright zurück, mittlerweile Professor.
Im "Flatliners"-Reboot (Kinostart: 23.11.2017) spielt Nina Dobrev die schockierte Marlo.
"Flatliners", "Mary Poppins", "Tomb Raider": Gleich eine ganze Reihe Kinohits kehren neu verfilmt auf die Leinwand zurück! Wir zeigen die ersten Bilder der kommenden Neuauflagen.

Ehrfurcht vor großen Hits und Klassikern? Nicht in Hollywood. Viel zu gern beleben die Filmstudios einen Titel noch einmal neu, wenn er beim Publikum Gefühle auslöst. Auch bei Jahrzehnte alten Oldies kennen Sie keine Gnade: "Alien" und "Kong - Skull Island" waren nur zwei von über zwei Dutzend Remakes, Reboots oder Sequels, die seit Anfang 2017 ins Kino kamen.

Jetzt wird gar Stummfilmhorror wie "Nosferatu" (1922) ausgegraben, und selbst "Scarface" soll zurückkehren: Für eine Wiederauflage des Gangsterfilmklassikers mit Al Pacino von 1983 haben die Coen-Brüder ("Fargo") ein neues Drehbuch aufpoliert. Grund genug für Sakrileg-Alarm bei den Fans? Immerhin gelingt es kreativen Köpfen ab und zu, der Hollywoodmaschinerie ein Schnippchen zu schlagen: Unter der Tarnkappe eines bekannten Filmtitels bringen sie doch unerwartet Frisches auf die Leinwand, wie es etwa mit "21 Jump Street" geschah.

Und manchmal liegt die Messlatte auch gar nicht so hoch, wie im Falle von "Tomb Raider". Die Neugier ist geweckt, die Kinokarte so gut wie gekauft – und schon haben sie uns wieder gekriegt, die Filmstudios.

Aus alt mach neu: Diese Kinohits werden neu verfilmt

Kino-Event der Woche: "Barry Seal - Only in America"

Tom Cruise und Sarah Wright in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
"Barry Seal - Only in America" mit einem Tom Cruise in Bestform. Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise und Doug Liman (r.) in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise (l.) und Domhnall Gleeson in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Sarah Wright in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Domhnall Gleeson (l.) und Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Domhnall Gleeson in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Alejandro Edda (l.) und Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise und Sarah Wright in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Alejandro Edda (;M.) und Mauricio Mejía (r.) in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Tom Cruise in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Doug Liman und Sarah Wright in "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Doug Liman am Set von "Barry Seal - Only in America". Foto: © Universal Pictures
Regisseur Doug Liman spricht mit uns im Interview über den Actionspaß "Barry Seal" und die Marotten seines pingeligen Stars Tom Cruise.
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