Panne bei den Oscars: Falscher Gewinnerfilm verkündet

Statt "La La Land" gewann "Moonlight" in der wichtigsten Kategorie. Der deutsche Beitrag "Toni Erdmann" ging leer aus.

In der vergangenen Nacht sind in Los Angeles zum 89. Mal die Oscars verliehen worden. Die festliche Gala endete mit einem gewaltigen Chaos: Warren Beatty und Faye Dunaway sollten verkünden, wer Gewinner in der wichtigsten Kategorie "Bester Film des Jahres war" - und nannten "La La Land". Doch als die Crew des Musicals schon auf der Bühne war, um den Preis entgegenzunehmen, und der Produzent seine Dankesrede hielt, stellte sich heraus: ein Fehler, in Wahrheit hatte "Moonlight" gewonnen. Was zu der Panne geführt hat, ist noch nicht geklärt, offenbar wurden hinter der Bühne zwei Umschläge vertauscht.

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Auch wenn er in der Hauptkategorie dann doch leer ausging, war "La La Land" - mal wieder - der große Gewinner des Abends: Das in 14 Kategorien nominierte Musical wurde mit sechs Preisen bedacht, darunter für die beste Kamera, die beste Filmmusik und die beste Regie. Zudem erhielt Emma Stone den Preis als Beste Hauptdarstellerin und setzte sich damit gegen Meryl Streep, Natalie Portman, Ruth Negga und Isabelle Huppert durch.

Ihr Filmpartner Ryan Gosling hatte gegen Casey Affleck das Nachsehen, der für seine Rolle in "Manchester By The Sea" ausgezeichnet wurde. Den Preis als beste Nebendarsteller nahmen Viola Davis ("Fences") und Mahershala Ali ("Moonlight") entgegen.

Auch Maren Ades deutsche Beitrag "Toni Erdmann" ging leer aus. Gewinner in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" wurde stattdessen "The Salesman" aus dem Iran. Regisseur Ashgar Farhadi nahm die Trophäe aus Protest gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump jedoch nicht persönlich entgegen.

"Meine Abwesenheit geschieht aus Respekt vor den Einwohnern meines Landes und den sechs anderen Ländern, denen durch den unmenschlichen Einreisestopp der USA Verachtung entgegen gebracht wird", ließ der Regisseur vorlesen. "Wer die Welt in Kategorien von 'Wir' und 'unsere Feinde' einteilt, schafft Angst." Abgesehen von einigen Anspielungen auf Trump durch Moderator Jimmy Kimmel hielten sich die Laudatoren und Preisträger ansonsten mit Kritik am neuen US-Präsidenten zurück.

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