Deutscher Filmpreis: "Toni Erdmann" gewinnt sechs Lolas

Sandra Hüller gewann die Lola als beste Hauptdarstellerin.
Sandra Hüller gewann die Lola als beste Hauptdarstellerin.
Foto: dpa
Die Goldene Lola 2017 für den Besten Spielfilm geht an"Toni Erdmann". Das Abtreibungsdrama "24 Wochen" erhielt die Silberne Lola, Bronze ging an "Wild".

Die skurrile Vater-Tochter-Komödie "Toni Erdmann", die auch als Bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert war, gewann in allen sechs Kategorien, in denen sie nominiert war: "Bester Spielfilm", "Beste Regie", "Bestes Drehbuch", "Bester Hauptdarsteller" (Peter Simonischek), "Beste Hauptdarstellerin" (Sandra Hüller), "Bester Schnitt" (Heike Parplies).

Mit vier Lolas war "Wild" der zweitstärkste Film des Abends. Der Film von Nicolette Krebitz (GOLDENE KAMERA Preisträgerin von 1995 und 2004) erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die mitten in der Großstadt Halle ihre Leidenschaft zu einem Wolf auslebt. "Wild" gewann neben der Lola in Bronze die Lola für den besten Nebendarsteller (Georg Friedrich), die beste Kamera und den besten Ton.

Der Film "Die Blumen von gestern", war mit den meisten Nominierungen als Favorit ins Rennen gestartet, musste am Ende aber mit leeren Händen nach Hause gehen. Auch die erfolgreiche Komödie "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven ging leer aus, doch der Preis als besucherstärkster deutscher Kinofilm war ihr schon im Vorfeld sicher.

Der Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie ging in diesem Jahr an Monika Schindler, und damit an eine Cutterin. "Lange überfällig", betonte nicht nur Regisseur Andreas Dresen in seiner Laudatio für die "Rock'n'Rollerin des Schneideraums". "Erstmals geht der Ehrenpreis an die so wichtige Arbeit der Montage. Endlich!", freute sich auch die mittlerweile fast Achtzigjährige, die noch immer im Schneideraum arbeitet.

Alle Lola-Gewinner 2017 in der Übersicht

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