"Sopranos": Keine Fortsetzung aber ein Prequel?

Mafiosis unter sich - gespielt von: Tony Sirico, Steve Van Zandt, James Gandolfini, Michael Imperioli und Vincent Pastore (v.l.).
Foto: Getty Images
"Sopranos"-Erfinder David Chase überrascht mit brillianter Idee.

Im Juni vor zehn Jahren zeigte der US-Sender HBO die letzte Folge der "Sopranos". Unvergessen bleibt die Schwarzblende zum Abschied. Anlässlich dieses Jubiläums verblüfft David Chase, Erfinder und Autor der preisgekrönten Mafiareihe, mit einer überraschenden Aussage. Für ihn steht zweifelsfrei fest, dass er ohne Hauptdarsteller James Gandolfini keine Fortsetzung schreiben wird. Zum Hintergrund: Gandolfini starb im Alter von nur 51 Jahren überraschend an einem Herzinfarkt. In der Serie spielte er Tony Soprano, den Boss eines italo-amerikanischen Mafiaclans in New Jersey, der regelmäßig seine Psychiaterin aufsucht.

Rückkehr der Sopranos nur als Prequel

Aber Chase kann sich wohl durchaus ein Prequel vorstellen! Zu Entertainment Weekly, sagte er zum Thema Fortsetzung: "Nein. Ein Recasting? Alle werden älter, man kann die Leute nicht mehr anpassen. Ich könnte mir vielleicht ein Prequel zu "Die Sopranos" vorstellen. Ich könnte mir keine (Rückkehr der Serie vorstellen) außer als Prequel." Im Mittepunkt der Vorgeschichte dürfte dann ein Tony Soprano in jungen Jahren stehen, der sich in seiner Mafia-Familie beweisen muss.

Auch "Games of Thrones" bekommt Prequel

Die Überlegung scheint sich bei HBO zum Trend zu entwickeln. Derzeit sind fünf verschiedene "Game of Thrones"-Prequels im Gespräch sind. Wenn es der Fantasyhit erfolgreich vormacht, könnte HBO leicht mit einem "Sopranos"-Prequel nachlegen. Schließlich ist „Sopranos“ mit 21 Emmys und fünf Golden Globes immer noch eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Bleibt gespannt abzuwarten, wer vielleicht in Zukunft als ein jüngerer Mafiaboss Tony Soprano zu sehen sein wird.

Die letzte Szene von "Sopranos".

James Gandolfini und weitere Schauspieler, die auch nach ihrem Tod gegenwärtig sind:

Obwohl Bill Paxton am 25. Februar an OP-Komplikationen starb, ist er 2017 noch zweimal im Kino zu sehen: im Thriller-Drama "Mean Dreams" als diabolischer Vater (Start: 16. März) und in der Bestsellerverfilmung "The Circle" (Start: 25. Mai) © Meteor Film
Zum Zeitpunkt ihres überraschenden Todes am 27. Dezember 2016 hatte Carrie Fisher alias Prinzessin Leia ihre Szenen für die achte "Star Wars"-Episode "Die letzten Jedi" (Start: 14. Dezember) bereits abgedreht. © Chris Jackson/Getty Images
Zu den größten Überraschungen des letzten Kinojahres dürfte gezählt haben, dass es im "Star Wars"-Prequel "Rogue One" nicht nur ein Schurken-Wiedersehen mit Darth Vader, sondern auch mit Peter Cushing gab. Die am 11. August 1994 an Krebs gestorbene Schauspielikone hatte 1977 im "Krieg der Sterne"-Auftakt den imperialen Todesstern-Kommandanten Tarkin gespielt, der fast 40 Jahre später dank modernster Animationstechnik ein nahezu photorealistisches Comeback geben konnte. © Evening Standard/Getty Images
Mitten in der PR-Phase für "Star Trek: Beyond" fiel Chekov-Darsteller Anton Yelchin am 19. Juni 2016 einem bizarren Unfall zum Opfer. Ein allerletztes Wiedersehen wird es in dem Familiendrama "Wir gehören nicht hierher" (DVD-Premiere: 20. April) geben. © Larry Busacca/Getty Images
Mit großem tricktechnischem Aufwand wurde dafür gesorgt, dass "Fast & Furious"-Star Paul Walker, der während der Dreharbeiten am 30. November 2013 bei einem Autounfall ums Leben kam, auch 2015 im siebten Teil des Milliarden-Dollar-Franchises die Hauptrolle spielte. © Ernesto Ruscio/Getty Images
Der gefeierten Sundance-Premiere der Thriller-Verfilmung "A Most Wanted Man" wohnte Philip Seymour Hoffman noch bei, den regulären Kinostart erlebte der am 2. Februar 2014 an einem Drogencocktail gestorbene Oscar-Preisträger nicht mehr. Ein letztes Wiedersehen gab es Ende 2014 und 2015 im Doppelfinale der "Tribute von Panem"-Saga. © Michael Loccisano/Getty Images for Sundance Film Festival
Die Ehrung bei den Emmys 2013 durch seine einstige "Sopranos"-Ehefrau Edie Falco war nicht das letzte „Lebenszeichen“ von James Gandolfini, der am 19. Juni des gleichen Jahres an einem Herzinfarkt gestorben war. Seine zuvor abgedrehte letzte große Rolle in der Romanze "Genug gesagt" brachte dem Schauspieler posthum noch diverse Filmpreise und Nominierungen ein. Ein finales Gandolfini-Wiedersehen gab es ebenfalls 2014 im Crime-Drama "The Drop – Bargeld". © Kevin Winter/Getty Images
Heath Ledgers durch eine Schlaftabletten-Überdosis herbeigeführte Tod am 22. Januar 2008 war mit dafür verantwortlich, dass "The Dark Knight" bereits vor Filmstart in aller Munde war. Danach sorgte die herausragende Qualität seiner Darstellung der Batman-Nemesis namens Joker dafür, dass Ledger posthum nicht nur den Screen Actors Guild Award (Foto), sondern u. a. auch den Golden Globe und den Oscar als "Bester Nebendarsteller" verliehen bekam. Eine letzte Schauspielkostprobe gab es 2009 in Terry Gilliams "Das Kabinett des Doktor Parnassus" zu bewundern. © Kevin Winter/Getty Images
Da Marlon Brando 1978 im ersten "Superman"-Film den biologischen Vater des Mannes aus Stahl gespielt hatte, sollte der zweifache Oscar-Gewinner diese ikonische Rolle auch 2006 im Reboot "Superman Returns" übernehmen. Das Problem: Brando war bereits am 1. Juli 2004 im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Lösung: Mit Hilfe von ungenutztem Archivmaterial für "Superman II" wurde eine Brando-Maske programmiert, der man mithilfe der "Performance Capture"-Technik jedes Wort in den digitalen Mund legen konnte. © Amanda Edwards/Getty Images
Obwohl bereits am 11. Juli 1989 im Alter von 82 Jahren verstorben, war Sir Laurence Olivier noch einmal 2004 in "Sky Captain and the World of Tomorrow" in der Rolle des Dr. Totenkopf zu bewundern. Regisseur Kerry Conran hatte für sein komplett am Rechner entstandenes Retro-Sci-Fi-Spektakel historische BBC-Aufnahmen von Olivier digitalisiert und in Hologramm-Form in die Filmhandlung eingefügt. © Fox Photos/Hulton Archive/Getty Images
Kaum hatte die damalige R’n’B-Prinzessin Aaliyah die Anne-Rice-Verfilmung "Königin der Verdammten" abgedreht, fiel die 22-Jährige am 25. August 2001 einem Flugzeugabsturz zum Opfer. Dafür stürmte sie posthum mit ihrer ersten Hauptrolle und ihrem dritten Studioalbum "Aaliyah" die Kino- und Popmusikcharts. © Hulton Archive/Getty Images
Der britische Schauspieler Oliver Reed starb am 2. Mai 1999 bei den Dreharbeiten zu Ridley Scotts Oscar-Erfolg "Gladiator" an einem Herzanfall. Da eine wichtige Filmszene mit dem trinkfesten Charakterdarsteller noch nicht gedreht worden war, erweckten ihn die Tricktechniker in der Postproduktion noch einmal digital zum Leben. © Central Press/Getty Images
Mit der Comicverfilmung "The Crow: Die Krähe" sollte Brandon Lee endgültig aus dem Schatten seines Legenden-Vaters treten. Leider wurde er am 31. März 1993 im Zuge der Dreharbeiten durch die versehentliche Verwendung echter Patronen erschossen. Auf Wunsch der Familie wurde Film aber mit dem Einsatz von Doubles und Computeranimationen fertiggestellt. © Miramax
1982 brachte Regisseur Blake Edwards mit "Der rosarote Panther wird gejagt" eine sechste Inspector-Clouseau-Posse ins Kino, obwohl sein Hauptdarsteller Peter Sellers bereits am 24. Juli 1980 an einem Herzinfarkt gestorben war. Zum Ärger der Fans, denn dafür schusterte der gewiefte Regisseur aus alten und nicht verwendeten Sellers-Szenen einen auch zusammengeschustert wirkenden Film zusammen. © R. McPhedran/Express/Hulton Archive/Getty Images
Drei Wochen bevor sein Hollywood-Debüt "Der Mann mit der Todeskralle" in die Kinos kam, starb Bruce Lee am 20. Juli 1973 an einem Hirnschlag. Da die Kung-Fu-Ikone zu diesem Zeitpunkt bereits drei Kampfszenen für seinen nächsten Film "Game of Death" gedreht hatte, fabrizierte Regisseur Robert Clouse mit einer Handvoll wenig überzeugender Doubles und Originalaufnahmen von Lees Beerdigung einen kruden Martial-Arts-Reißer zusammen, der 1978 unter dem makabren Titel "Bruce Lee – Mein letzter Kampf" auch in Deutschland ins Kino kam. © Universum Film GmbH
Am Ende seiner Karriere arbeitete Horror-Ikone Bela Lugosi mit dem damaligen Trash-Wunderkind Ed Wood zusammen, bis der 73-Jährige am 16. August 1956 einem Herzinfarkt erlag. Einige Probeaufnahmen für ihren dritten gemeinsamen Film nutzte Wood drei Jahre später als Basis für "Plan 9 aus dem Weltall", in dem er Lugosi (Foto rechts neben seinen Co-Stars Vampira und Tor Johnson) durch den Chiropraktiker seiner Frau doublen ließ – gut dadurch zu erkennen, dass dieser aufgrund fehlender Ähnlichkeit in allen zusätzlichen Szenen Lugosis Dracula-Cape vors Gesicht hält! © Winkler Film
Als James Dean am 30. September 1955 tödlich mit seinem Porsche verunglückte, hatte er seinen letzten Film "Giganten" mit Elizabeth Taylor und Rock Hudson fast abgedreht. Nur ein paar Szenen mussten noch vom Schauspieler Nick Adams nachsynchronisiert werden, bevor die mit 26 Jahren viel zu früh verstorbene Hollywood-Legende 1957 für den Oscar als "Bester Schauspieler" nominiert werden konnte – eine posthume Ehrung, die Dean bereits 1956 für "Jenseits von Eden" zuteil worden war. © Hulton Archive/Getty Images

Jürgen Vogel ist der Neue im "Team"

"The Team": Nelly Winther (Marie Bach), Paula Liekens (Lynn Van Royen) und Kommissar Gregor Weiss (Jürgen Vogel, v.l.).
Foto: obs/ZDF/Miklos Szabo
Jürgen Vogel löst Jasmin Gerat ab. Das ZDF dreht die zweiter Staffel von "The Team".
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