Sam Shepard ist mit 73 Jahren gestorben

Schauspielikone und Dramatiker Sam Shepard starb im Kreise seiner Familie.
Schauspielikone und Dramatiker Sam Shepard starb im Kreise seiner Familie.
Foto: Getty Images
Der "Homo Faber"-Schauspieler und Pulitzer-Preisträger starb an den Folgen der Nervenkrankheit ALS.

Seine ernste Miene, der nachdenkliche Blick und seine ausdrucksstarke Mimik werden unvergessen bleiben. Schauspielikone Sam Shepard gehörte zu den einflussreichsten Autoren seiner Generation. Er schrieb über 50 meist düstere Film- und Theaterstücke, spielte in über 50 Filmen mit. Wie nun bekannt wurde, starb der Charakterdarsteller bereits vergangenen Donnerstag. Er sei friedlich in seinem Zuhause in Kentucky im Kreise seiner Kinder und seiner zwei Schwestern eingeschlafen.

Seine Karriere

Shepard war zweifelsohne ein Multitalent. Er war nicht nur Schauspieler und Autor, sondern auch Regisseur und Musiker. Für das von ihm geschriebene Bühnenstück "Buried Child" erhielt er bereits 1979 den Pulitzer-Preis. Für das Drehbuch des Wim Wenders Films "Paris, Texas" 1984 die Goldene Palme in Cannes. Aber nicht nur als Dramatiker, auch als Schauspieler wusste Shepard zu überzeugen. Der Film "Der Stoff, aus dem die Helden sind" (1983) brachte ihm eine Oscarnominierung. Die Rolle in Volker Schlöndorffs "Homo Faber" wird unvergessen bleiben.

Eigentlich wollte er nie Schauspieler werden, legte sich auch nicht auf bestimmte Rollen fest. Von Liebesfilmen wie "Zufällig verheiratet" und "Wie ein einziger Tag" über Kriegsfilme wie "Black Hawk Down" bis zu Thriller wie "Die Akte" und "Password: Swordfish" probierte er sich immer wieder neu aus.

Sein Privatleben

Geboren wurde Sam Shepard als Samuel Shepard Rogers VII am 5. November 1943 in Fort Sheridan / Illinois als Sohn einer Lehrerin und eines Airforce-Offiziers. Bereits mit 20 Jahren begann er in New York seine ersten Theaterstücke zu schreiben. Er hinterlässt drei Kinder: Jesse (47), Hannah (31) und Walker (30).

Sein Freund und Schauspielkollege Ed Harris (66, gemeinsam in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“), sagte gegenüber der Zeitschrift "People": "Ich habe Sam geliebt. Er ist ein riesiger Teil meines Lebens gewesen, davon wer ich bin, und das wird er bleiben. Ich werde andere über die Wichtigkeit und Schönheit seiner Arbeit im Theater und Film sprechen lassen." Auch Beau Willimon (39, Produzent und Autor "House of Cards") zeigte in einem Tweet seine Anteilnahme:

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