"Brüder": Edin Hasanovic in den Fängen von Salafisten

Edin Hasanovic (li.) und Züli Aladag (re.). im IS-Drama "Brüder".
Edin Hasanovic (li.) und Züli Aladag (re.). im IS-Drama "Brüder".
Foto: SWR
Im zweiteiligen TV-Drama „Brüder“, das im Spätherbst im Ersten zu sehen ist, spielt Edin Hasanovic (Nachwuchspreisträger 2016) einen deutschen Studenten, der sich von einem salafistischen Prediger für den Islam begeistern lässt.

Eine weitere Hauptrolle für den gebürtigen Bosnier Edin Hasanovic, der im letzten Jahr an der Seite von Tom Schilling in „Auf kurze Distanz“ überzeugte. Der Zocker-Thriller gewann die GOLDENE KAMERA 2017 in der Kategorie Bester deutscher Fernsehfilm.

Worum geht’s?

Informatikstudent Jan (Edin Hasanovic ) lebt in Stuttgart vor sich hin, unbewusst auf der Suche nach etwas, das ihm Sinn und Ziel geben kann. Als er den salafistischen Prediger Abadir Hasanovic (Tamer Yiğit) kennenlernt, ist er gegen seinen Willen fasziniert von dem charismatischen Anführer. In der religiösen Gruppe findet Jan neuen Sinn für sein Leben und tritt zum Islam über. Als die Schwester seines Mitbewohners Tariq (Erol Afsin) in Stuttgart eintrifft, traumatisiert vom Krieg in Aleppo und den Erlebnissen auf der Flucht, will Jan sich für sie einsetzen und identifiziert sich mit dem Kampf gegen Assad. Er überredet Tariq, sich von Prediger Hasanovic helfen zu lassen, um den Rest seiner Familie aus Syrien zu holen.

Züli Aladağ führte Regie und Kristin Derfler schrieb das Drehbuch für den Fernsehfilm, der im zweiten Teil einen ungewöhnlichen Einblick in das Leben der jungen Männer in einem Ausbildungslager des IS gibt. In weiteren Rollen sind u.a. Mišel Matičević, Thorsten Merten und Karoline Eichhorn zu sehen.

GOLDENE KAMERA Nachwuchspreis: Dankesrede Edin Hasanovic

„Brüder“ wird an zwei Mittwochabenden im Ersten ausgestrahlt. Auf den ersten Teil folgt die Dokumentation „Sebastian wird Salafist“. Darin zeichnet der Dokumetarfilmer Ghafoor Zamani nach, wie sich ein junger Deutscher zum Salafisten entwickelt – und wieder zurück. Zamani beobachtet dabei, wie sich ein ganz „normaler“ junger Mann dem Islam verschreibt, was ihn dazu bewegt, sich zu radikalisieren und was ihn im letzten Moment davon abhält, sich salafistischen Kämpfern anzuschließen.

Sowohl „Brüder“ als auch „Sebastian wird Salafist“ sind Produktionen des Südwestrundfunks.

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