DDR-Aussteiger auf Hiddensee: Drehstart für Romanverfilmung "Kruso"

Rimbaud (Peter Schneider), Ed (Jonathan Berlin), Regisseur Thomas Stuber und Kruso (Albrecht Schuch)
Rimbaud (Peter Schneider), Ed (Jonathan Berlin), Regisseur Thomas Stuber und Kruso (Albrecht Schuch)
Foto: ©MDR/Lukas Salna
Der mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnete Roman von Lutz Seiler wird unter anderem in Litauen verfilmt.

Der Roman "Kruso" ist zugleich Inselabenteuer und die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft - und er bescherte dem Schriftsteller Lutz Seiler, der damit sein Romandebüt vorlegte, 2014 unter anderem den Deutschen Buchpreis. Jetzt wird das Buch, das einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart spannt, von MDR und ARD Degeto verfilmt. Regie führt Thomas Stuber ("Herbert"), das Drehbuch stammt von Thomas Kirchner ("Der Turm").

Eine verschworene Gemeinschaft träumt von Freiheit

"Kruso" handelt von den Freunden Ed (Jonathan Berlin) und Kruso (Albrecht Schuch), die als Teil einer Gruppe von Aussteigern die Gaststätte "Zum Klausner" auf Hiddensee betreiben. Die Ostseeinsel wird zum Rettungsanker für Menschen auf der Suche nach einer neuen Lebensperspektive. Doch als immer mehr Menschen im Sommer 1989 die DDR verlassen, wird auch der "Klausner" immer leerer, und aus der schützenden Arche wird ein sinkendes Schiff.

Produzent Nico Hofmann über den Film: "Es ist ein Herzensprojekt zwischen Jana Brandt vom MDR und der UFA und nach der erfolgreichen Verfilmung von 'Der Turm' eine weitere elementar wichtige Auseinandersetzung mit dem jungen, auch protestgeladenen Lebensgefühl in der DDR."

Die Dreharbeiten unter anderem in Litauen laufen noch bis Anfang Oktober, die Ausstrahlung erfolgt voraussichtlich im dritten Quartal 2018 in der ARD.

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