Edin Hasanovic: Das neue Leben eines Goldjungen

2016 wurde Edin Hasanovic mit dem GOLDENEN KAMERA Nachwuchspreis ausgezeichnet.
2016 wurde Edin Hasanovic mit dem GOLDENEN KAMERA Nachwuchspreis ausgezeichnet.
Foto: GOLDENE KAMERA/Eventpress
GOLDENE KAMERA-Gewinner Edin Hasanovic über neue Projekte, Traumrollen und Vorbilder.

Schon im vergangenen Jahr wurde er mit einer GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet, damals mit dem Nachwuchspreis. In diesem Jahr darf sich Edin Hasanovic wieder Hoffnungen auf die begehrte Trophäe machen: Bei der ZDF-Gala "DIE GOLDENE KAMERA" ist das Drama "Auf kurze Distanz", in dem er eine wichtige Rolle spielt, als bester TV-Film nominiert.

GOLDENE KAMERA traf den 24-Jährigen zum Exklusiv-Interview über sein Leben als preisgekrönter Jungstar, neue TV-Filme und Kollegen, die er bewundert.

Interview mit Edin Hasanovic

Herr Hasanovic, wo steht Ihre GOLDENE KAMERA?

Mal hier, mal da. Gerade auf der Fernsehkommode.

Angeblich haben Sie schon mit sieben Jahren vor Ihrer Familie eine Oscar-Dankesrede gehalten. Eine Legende?

Nein, das stimmt. Da waren meine Cousine und meine Mutter das Publikum. In der Rede habe ich mich bedankt beim lieben Gott und bei meiner Familie für alles, was sie bis zu meinem siebten Lebensjahr für mich getan haben. Tatsächlich war mir schon immer klar, dass ich mal Schauspieler werden will. Und ich bin es jetzt auch tatsächlich – seit ich zwölf war!

Was meinen Sie, schüttelt man eine Dankesrede am besten spontan aus dem Ärmel?

Nein! Man sollte sich vorher sammeln, denn es gibt nichts Schlimmeres, als etwas daherzustammeln. Wenn man schon das Privileg genießt, nominiert zu sein, sollte man sich vorbereiten und sich im Vorfeld überlegen, was man sagen könnte.

Wie hat sich Ihr Leben 2016 nach der GOLDENEN KAMERA verändert?

Die Zeit danach war sehr spannend und aufregend. Die GOLDENE KAMERA ist für mich eine Bestätigung, dass ich in meinem Job richtig bin. Nach zwei Wochen waren der Zweifel und die Aufregung vor Castings aber wieder da. Also alles wie immer!

Welche Kollegen sind Ihre Vorbilder?

Richtig stark finde ich Ryan Gosling in "La La Land". In Deutschland ist Tom Schilling toll. Er steht für hochwertige Projekte. Was das angeht, orientiere ich mich an ihm. Und ich hoffe, dass ich mir so viel Leidenschaft bewahren kann wie Matthias Schweighöfer. Privat schätze ich Armin Rohde. Der könnte mein Onkel sein. Ich liebe ihn, und ich glaube, er mich auch.

Was wäre Ihr Traumdrehstoff?

Ich liebe es, historisch zu drehen, aber das ist auch ziemlich anstrengend. Ich glaube, die Mischung macht’s. Ich bin sehr glücklich über die derzeitigen Angebote.

Was sind Ihre nächsten Projekte?

Im September kommt ein wichtiger Film raus, den ich jetzt schon liebe, obwohl ich ihn noch nicht fertig gesehen habe. Er heißt "Nur Gott kann mich richten". Ich spiele darin an der Seite von Moritz Bleibtreu. Die Macher haben 2008 auch den Hamburger Gangsterfilm "Chiko" produziert. Außerdem startet am 17. März die erste deutsche Amazon-Prime-Serie "You Are Wanted" von Matthias Schweighöfer – und ich bin als Polizist dabei. Vom Gejagten zum Jäger – das ist mein Filmmotto 2017.

Interview: Mike Powelz

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