GOLDENE KAMERA 2013 - 48. Verleihung

Preisträger und Laudatoren 2013 (v.l.): Claus Kleber, Max von der Groeben, Axel Milberg, Clive Owen, Sigourney Weaver, Joe Cocker, Dieter Hallervorden, Al Pacino, Lang Lang, Unheilig, Charly Hübner, Helene Fischer, David Garrett

Die Preisträger

Joe Cocker, Lebenswerk International

Mit der Coverversion des Beatles-Songs "With A Little Help From My Friends" gelang dem Rock- und Bluessänger 1968 der weltweite Durchbruch. Seine Musik und leidenschaftliche Live-Darbietung begeisterte schon 1969 beim Woodstock-Festival das Publikum. Während seiner über 45-jährigen Musikkarriere sind 22 Studioalben – zuletzt in 2012 das Album "Fire It Up" – sowie mehrere Live-Alben und zahlreiche Singles entstanden. Der 68-Jährige Musiker steht für Welthits wie "You Can Leave Your Hat On", "Unchain My Heart" und "Up Where We Belong".

Joe Cocker wurde mehrfach mit Gold und Platin und anderen Auszeichnungen geehrt, darunter auch der Oscar.

Joe Cocker ist eine außerordentliche Sängerpersönlichkeit. Seine raue und markante Stimme ist einzigartig. Er berührt damit in unnachahmlicher Weise seit Generationen die Herzen, sagt die HÖRZU.

Lang Lang, Beste Musik International

Seit seinem künstlerischen Durchbruch im Alter von 17 Jahren ist die Karriere von Lang Lang mit Superlativen gepflastert. Regelmäßig erreicht er mit seinen Klassikalben selbst in den Popcharts hohe Positionen. Seine Konzerte, unter den renommiertesten Dirigenten und mit den bedeutendsten Orchestern, sind weltweit stets ausverkauft. Seit seinem Auftritt bei der Eröffnungfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking ist er der weltweit bekannteste Künstler der klassischen Musik.

Mit Lang Lang ehrt HÖRZU einen Klassikstar, der nicht nur ein hervorragender Pianist und Musiker ist, sondern durch seine sympathische, gewinnende Art auch Nicht-Klassikhörer zu begeistern vermag, sagt HÖRZU.

Clive Owen, Bester Schauspieler International

Der britische Schauspieler Clive Owen wird am Samstag, 2. Februar 2013, von HÖRZU mit der GOLDENEN KAMERA in der Kategorie Bester Schauspieler International ausgezeichnet.

Er war für den Oscar nominiert und hat den Golden Globe gewonnen: Das Publikum feiert Clive Owen in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt. Die bunte Auswahl seiner Film-Auszeichnungen zeigt, dass er zu den vielseitigsten Schauspielern unserer Zeit gehört.

Nach seiner bestechenden Leistung in der Hauptrolle von Mike Hodges’ Überraschungserfolg "Croupier" verglichen ihn die Kritiker mit Bogart, Mitchum und Connery. 2005 bewies sich Clive Owen als Leinwandstar in der Rolle von Larry in Mike Nichols’ "Closer", für die er den Golden Globe erhielt und für den Oscar nominiert wurde. Später spielte er in mehreren Kassenschlagern und Publikumserfolgen einschließlich der Kultfilme "Children of Men" und "Inside Man".

Clive Owen bannt mit seiner furiosen Schauspielkunst den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute. Sein überaus präzises Spiel und seine unnachahmliche Mimik machen aus Actionfilmen und Kammerspielen großes Kino, sagt HÖRZU.

Al Pacino, Lebenswerk International

Al Pacino gehört zu den berühmtesten Schauspielern der Welt. In seinen Rollen verkörperte der Italo-Amerikaner mehr als 50 verschiedene Charaktere und prägte damit rund 40 Jahre Filmgeschichte. Sein Weg führte vom Theater über die Hauptrolle im Film "The Panic in Needle Park" zu Starregisseur Francis Ford Coppola, der ihm die Rolle des Michael Corleone in der Trilogie "Der Pate" gab. Dies bedeutete seinen internationalen Durchbruch und seine erste – von mittlerweile acht – Oscar-Nominierungen. Für sein Wirken in der Literaturverfilmung "Der Duft der Frauen" erhielt er den Oscar. Er wurde überdies mehrfach mit dem Golden Globe und anderen Auszeichnungen geehrt.

Das Gesamtwerk Al Pacinos ist mehr als imposant. Eindrucksvoll stellt er durch seine überragende schauspielerische Arbeit sowie als Produzent und Regisseur unter Beweis, dass er Film und Bühne nicht nur liebt, sondern lebt, sagt HÖRZU.

Für sein Lebenswek wird Al Pacino geehrt mit der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU.

Sigourney Weaver, Beste Schauspielerin International

Sigourney Weaver, für den Oskar nominierte Schauspielerin und Golden-Globe-Preisträgerin, spielte unvergessliche Rollen in zahlreichen dramatischen, aber auch komischen Filmen von "Alien" bis "Gorillas im Nebel".

Als Leutnant Ellen Ripley im Science-Fiction-Film "Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" beeindruckte sie Zuschauer und Kritiker gleichermaßen und wurde zum ersten weiblichen Actionstar. Mit drei Fortsetzungen entwickelte sich "Alien" zu einer der weltweit erfolgreichsten Reihen des Horror-Science-Fiction-Genres und brachte Sigourney Weaver in der zweiten Folge eine Oscar-Nominierung ein. Neben ihrer Rolle in der "Alien"-Reihe überzeugte sie mit ihrer schauspielerischen Wandlungsfähigkeit auch in Dramen und Komödien.

Mit der Hauptrolle in "Gorillas im Nebel" etablierte sie sich endgültig als einer der großen weiblichen Hollywoodstars und erhielt für die Verkörperung der Primatenforscherin Dian Fossey einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin sowie eine Oscar-Nominierung. Im selben Jahr durfte sie auch noch den Golden Globe als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Die Waffen der Frauen" entgegennehmen und konnte eine weitere Oscar-Nominierung für sich verbuchen.

Sie überzeugte in der Doppelgänger-Komödie "Dave" und brillierte im Familiendrama "Der Eissturm", für das sie einen BAFTA-Award erhielt. Die Raumschiffkomödie "Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall" bescherte ihr viel Erfolg, was in erster Linie daran lag, dass Sigourney Weaver darin eine glänzende Parodie ihrer eigenen Rolle in dem Klassiker "Alien" gelungen ist.

Spätestens mit ihrer Hauptrolle im 3D-Spektakel "Avatar – Aufbruch nach Pandora" beweist sie eindrucksvoll, dass sie trotz ihrer umfangreichen Filmografie noch lange nicht ans Ende ihrer Karriere denkt.

Dieter Hallervorden, Lebenswerk

Mit der Gründung des bis heute aktiven Kabaretts "Die Wühlmäuse" im Jahr 1960 legte Dieter Hallervorden den Grundstein für seine Bühnen- und Fernsehkarriere. Nach Rollen in der Mediensatire "Das Millionenspiel" und im TV-Thriller "Der Springteufel" gelingt ihm 1975 der große Durchbruch mit der Comedy-Serie "Nonstop Nonsens". Die dort entstandene Rolle des "Didi" entwickelte er als Drehbuchautor und Schauspieler für eine Kinofilmreihe mit Titeln wie "Didi - Der Doppelgänger" weiter. Diese Produktion von 1984 gehörte lange Zeit zu den erfolgreichsten Filmen in Deutschland.


Auch als Sänger von humorvollen Songs wie "Du, die Wanne ist voll" und als Moderator von TV-Shows wie "Verstehen Sie Spaß?" feierte er Erfolge. Daneben fand das Multitalent noch die Zeit, mehrere Bücher zu schreiben. Seit 2009 betreibt der 77-Jährige als künstlerischer Leiter das Berliner Schlosspark Theater.


"Hallervorden ist ein äußerst nachdenklicher und sensibler Mann, der die deutsche Polit- und Gesellschaftssatire nachhaltig beeinflusst und humorvoll geprägt hat", sagt HÖRZU.

Unheilig, Beste Musik National

Unheilig wird mit der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU in der Kategorie "Beste Musik National" ausgezeichnet.


Im Jahr 2000 gründete "Der Graf" seine deutschsprachige Band, die 2006 mit dem Album "Moderne Zeiten" den ersten Charteintritt feierte. Mit jeder weiteren Veröffentlichung stieg der Erfolg: so wurde das 2010 erschienene Album "Große Freiheit" über 1,7 Millionen mal verkauft. Das im letzten Jahr veröffentlichte achte Studioalbum, "Lichter der Stadt", eroberte sofort die Chartspitze, erhielt Dreifach-Platin in Deutschland und jeweils Platin in der Schweiz und Österreich. Mit der gleichnamigen Tour begeisterte Unheilig über 400.000 Besucher. Insgesamt erlebten in den letzten Jahren über 1 Million Menschen die besondere Atmosphäre eines Live-Konzertes von Unheilig.


"Platin in Deutschland, der Schweiz und in Österreich, Spitzenreiter in den Charts, ausverkaufte Hallen und eine generationsübergreifende Fangemeinde - "Der Graf" und Unheilig haben bewiesen, dass sie zum Besten gehören, was die deutsche Musiklandschaft derzeit zu bieten hat. Mit ihrer Musik transportieren sie Geschichten, die uns alle berühren", so HÖRZU.

Claudia Michelsen, Beste deutsche Schauspielerin

Schon öfter verlieh Claudia Michelsen, 1969 in Dresden geboren, ostdeutschen Charakteren ein unverwechselbares Innenleben, etwa in "12 heißt: Ich liebe dich".


In der Literaturverfilmung "Der Turm", einem Drama über eine Intellektuellenfamilie im Dresden der 1980er-Jahre, bringt sie dieses Können zur Vollendung. Sie spielt Anne Hoffmann, die betrogene Frau eines Arztes. Wunderbar reduziert, sich selbst geradezu verleugnend, gibt sie zu Beginn die von ihrem Mann abhängige graue Maus. Wie sich diese Frau mühsam abnabelt, emanzipiert und dem Widerstand in der Vorwende-DDR anschließt, zeigt Michelsen bewundernswert glaubwürdig.

Charly Hübner, Bester deutscher Schauspieler

Wehe, wenn der Nachbar zweimal klingelt! Robert wirkt wie der nette Typ von nebenan, stets hilfbereit und heiter. Sein neuer Nachbar David merkt zu spät, welche unheilvollen Leidenschaften in Robert wüten.


Charly Hübner spielt in dem Thriller "Unter Nachbarn" den nach Zuwendung gierenden Soziopathen Robert derart intovertiert und reduziert, dass das Teuflische dieser Figur dadurch noch verstärkt wird. Ein Bravourstück des 40-jährigen Neustrelitzers, der auch als impulsiver Superbulle im Rostocker "Polizeiruf 110" neue Farbe ins Spiel bringt und hoch gelobt wird.

Max von der Groeben, HÖRZU Nachwuchspreis

Große Überraschung für den 21-jährigen Max von der Groeben: Er wurde bei der 48. Verleihung der GOLDENEN KAMERA mit dem HÖRZU Nachwuchspreis unterstützt von Mercedes Benz geehrt.


Jedes Jahr wird unter den männlichen und weiblichen Nachwuchsschauspielern ein junges Talent auserkoren, das am Abend der Preisverleihung mit der GOLDENEN KAMERA in der Kategorie "Nachwuchspreis" überrascht wird.


Diese wichtige Auszeichnung ist mit einem Schauspielkurs an "The Lee Strasberg Theatre & Film Institute" in New York und einem Fahrzeug von Mercedes-Benz verbunden. Wir danken unserem Partner Mercedes-Benz für die generöse Unterstützung.

"Das Ende einer Nacht" (ZDF), Bester Fernsehfilm

Der Justizthriller von Regisseur Matti Geschonneck betrachtet einen schwierigen Gerichtsfall: Eine Richterin (Barbara Auer) soll entscheiden, ob die Vorwürfe gegen den reichen Unternehmer (Jörg Hartmann), seine Ehefrau (Katharina Lorenz) brutal vergewaltigt zu haben, berechtigt sind oder nicht. Es entwickelt sich ein brillantes Duell zwischen Anwältin (Ina Weisse, Foto) und Richterin.


Die Jury urteilt: "Matti Geschonnecks fintenreiches Beziehungsstück ist so realitätsnah wie emotional aufrüttelnd."

Claus Kleber, Beste Information - Bester Anchorman

Seit 2003 ist er das Gesicht des "heute-journals": Claus Kleber (57). Bevor er zum ZDF kam, berichtete er 15 Jahre lang für die ARD aus den USA.


Er ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Lobenswert laut Jury: "Er erklärt viel und weiß genau, über was er redet."

"Wetten, dass ..?" (ZDF), Leserwahl - Beste Unterhaltungsshow

Seit fast 32 Jahren ist "Wetten, dass ..?" ein Garant für generationsübergreifendes Unterhaltungsfernsehen. Nun hat sich das Format einer Frischzellenkur unterzogen, präsentiert sich seit Oktober des letzten Jahres in neuem Gewand und ist erneut in aller Munde.


Markus Lanz führt mit viel Charme und erfrischender Natürlichkeit durch die Sendung, die die Wettkandidaten und ihre prominenten Wettpaten wieder in den Mittelpunkt gerückt hat. Er fiebert jedoch nicht nur mit seinen Kandidaten, sondern stellt sich auch selbst der Herausforderung - die "Lanz-Challenge" markiert einen Höhepunkt im gelungenen Neustart.

Zahlen & Fakten

Ort/Räumlichkeit: Ullstein-Halle im Verlagshaus der Axel Springer AG, Berlin

Begrüßung: Dr. Andreas Wiele

Moderation: Hape Kerkeling

Anzahl der Gäste/Zuschauer: ca. 1200

Leserwahl: Beste Unterhaltungsshow

Fernsehübertragung: 02. Februar 2013 um 20:15 im ZDF

Besonderheiten: Live-Übertragung im ZDF, 13 verliehene Kameras

GOLDENE KAMERA 2015 - 50. Verleihung

Gruppenbild der Preisträger 2015
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