Tom Schilling ist nominiert als "Bester deutscher Schauspieler"

Foto: Jakub Bejna/WDR
Tom Schilling ist für seine Rolle als Undercover-Ermittler in "Auf kurze Distanz" (ARD) als "Bester deutscher Schauspieler" für die GOLDENE KAMERA 2017 nominiert.

Tom Schilling ist in Berlin-Mitte geboren, 1982, als Berlin noch die Hauptstadt der DDR war. Sein erstes erfolgreiches Vorsprechen hat er mit sechs Jahren für eine kleine Rolle im DEFA-Fernsehfilm "Stunde der Wahrheit" (1988). Mit zwölf Jahren wird er auf dem Schulhof von Regisseur Thomas Heise fürs Theater entdeckt und für dessen Stück "Im Schlagschatten des Mondes" zum Casting eingeladen. Vier Jahre bleibt er am Berliner Ensemble.

Mit 18 Jahren feiert er seinen großen Leinwanddurchbruch. Für seine Rolle im Kinofilm "Crazy" (1999), die Verfilmung des gleichnamigen autobiographischen Romans von Benjamin Lebert, erhält er 2000 den Bayerischer Filmpreis als "Bester Nachwuchsdarsteller". Es folgen unter anderem Rollen in den Kinofilmen "Herz im Kopf" (2000), "Egoshooter" (2003), "Verschwende deine Jugend" (2003), "Agnes und seine Brüder" (2003) und "Napola" (2003), in dem er den Sohn eines Gauleiters spielt und dafür 2005 mit dem Nachwuchspreis Undine Award ausgezeichnet wird.

Trailer zu "Napola"

2006 erhält er ein Stipendium für die Lee Strasberg Schauspielschule und lebt ein halbes Jahr in New York. In diesem Jahr ist er in den Kinofilmen "Schwarze Schafe" und "Pornorama" zu sehen. Unter der Regie von Leander Haußmann spielt er den schwulen Sanitäter in "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” (2007) und die Titelrolle des Spielentwicklers in "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe” (2008). 2008 erhält er für seine Rolle im "Tatort: Der frühe Abschied" den Sonderpreis für herausragende schauspielerische Leistung des Deutschen Fernsehkrimipreises.

Und es folgen weitere Erfolg: Für seine Hauptrolle im Schwarz-Weiß-Film "Oh Boy" (2012) erhält er 2013 den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Fernsehpreis. 2013 übernimmt er in dem mit der GOLDENEN KAMERA 2014 ausgezeichneten Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" die Hauptrolle eines Wehrmachtssoldaten, für die er 2013 auch den Bambi überreicht bekommt.

Trailer zu "Unsere Mütter, unsere Väter"

2016 überzeugt Tom Schilling im ARD-Thriller "Auf kurze Distanz", der auch für die GOLDENE KAMERA 2017 in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm" nominiert. Er spielt darin den als verdeckten Ermittler Klaus Roth, der sich auf Befehl seines Chefs mit dem Gangster Luka Moravac anfreundet, um ins Innenleben der Wettmafia einzutauchen.

"Auf kurze Distanz": "Bester deutscher Fernsehfilm". © Eventpress / GOLDENE KAMERA
Als verdeckter Ermittler findet Klaus Roth (Tom Schilling) das Vertrauen und die Freundschaft des Wettbetrügers Luka Moravac (Edin Hasanovic, l). © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Klaus übertrifft die Erwartungen von Dudek und gewinnt in kürzester Zeit die Freundschaft von Luka (Edin Hasanovic, r), Aco Gorics Neffen. Durch ihn bekommt er den nötigen Zugang zum familiär gehaltenen Kreis der Wettmafia. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Dudeks Erwartungen übertreffend gewinnt Klaus (Tom Schilling, l) schnell das Vertrauen und die Freundschaft von Luka Moravac (Edin Hasanovic), dem jüngsten Neffen von Aco Goric. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Luka Moravac (Edin Hasanovic) © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Klaus' Vorgesetzter Frank Dudek (Jens Albinus, l) – Kriminalhauptkommissar und Leiter der verdeckten Ermittlungen – will endlich an den Drahtzieher, Aco Goric, herankommen. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Der Mann, an den Dudek ran will, ist der bosnischer Buchmacher namens Aco Goric (Lazar Ristovski). Er ist der Pate der serbischen Wett-Mafia. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Aco Goric (Lazar Ristovski, l), Chef der serbischen Wettmafia, trifft im Stadion den Chef des türkischen Clans. Das Fußballspiel und sein geplantes Ergebnis soll die Basis für eine Zusammenarbeit der Wett-Paten werden. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Als verdeckter Ermittler findet Klaus Roth (Tom Schilling) Zugang zur Sportwettenmafia. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Lukas Frau Nadja (Emilia Schüle): sie setzt auf Klaus als Freund und "Aufpasser" für ihren Mann. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz
Eva Ritter (Britta Hammelstein) sieht die Zusammenarbeit mit Klaus Roth sehr skeptisch: sie sollen als Pärchen bei der Taufe von Lukas Sohn auftreten. © WDR/UFA FICTION GmbH/Jakub Bejnarowicz

Im Interview mit GOLDENE KAMERA sagt er über seine Rolle: "Solch eine Figur verständlich und nachvollziehbar zu machen, ist für mich als Schauspieler die wesentliche Aufgabe, die mir große Freude bereitet." Und diese Aufgabe erfüllt er perfekt. "Mit großer Intuition spielt er den einsamen Wolf ohne Halt und Illusionen. Faszinierend." So begründet die prominent besetzte Jury der GOLDENEN KAMERA 2017 ihre Wahl.

Trailer zu "Auf kurze Distanz"

Neben Tom Schilling sind in der Kategorie "Bester deutscher Schauspieler" Wotan Wilke Möhring und Tobias Moretti nominiert. Welcher der drei Nominierten die GOLDENE KAMERA erhält, wird live während der Verleihung am 4. März, ab 20.15 Uhr, im ZDF verkündet.

Wotan Wilke Möhring ist nominiert als "Bester deutscher Schauspieler"

Foto: RTL/ Nikola Predovic
Wotan Wilke Möhring ist für seine Rolle als Old Shatterhand im RTL-Dreiteiler "Winnetou" als "Bester Deutscher Schauspieler" für die GOLDENE KAMERA 2017 nominiert.
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