"Beste Schauspielerin International": Nicole Kidman

Hollywood-Star Nicole Kidman erhielt die GOLDENEN KAMERA als "Beste Schauspielerin International".

Nachdem Steven Gätjen seine persönliche Beziehung zu Nicole Kidman thematisiert hatte, die von einem glücklosen Interview-Versuch bei "Die BMX-Bande" (1983) als elfjähriger Schülerzeitungsreporter bis hin zur GOLDENEN KAMERA reichte, nahm die sichtbar belustigte Kidman vor jubelndem Publikum ihre Trophäe entgegen: "Ich habe mit 14 Jahren mit der Schauspielerei begonnen, aber ich wollte die ganze Welt sehen. Daher ist diese Auszeichnung so eine große Ehre für mich." Im anschließenden Kurzinterview wies Gätjen auf die vielen im Publikum sitzenden deutschen Produzenten hin, worauf Kidman eine verheißungsvolle Antwort gab: "Habe Familie, reise aber gerne."

Beste Schauspielerin International 2017: Nicole Kidman

Die Jury-Begründung

"Nicole Kidman vermag in einer Minute auf der Leinwand ihr ganzes, fulminantes Können abzurufen. Sie wandelt in der Gefühlswelt zwischen zerbrechlich und unterkühlt, ekstatische Emotionen weichen stillen Tränen. In ihrem Spiel scheint alles wahrhaftig. In ihrer Rollenauswahl ist sie so spontan wie unberechenbar", so die GOLDENE KAMERA. "Nicole Kidman hat es mit harter Arbeit und unglaublicher Leidenschaft vom schüchternen Mädchen aus Down Under in die erste Liga Hollywoods geschafft."

Über Nicole Kidman

Die Zuschauer in aller Welt wurden auf die Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman aufmerksam, als sie 1989 im australischen Thriller "Todesstille" die Hauptrolle spielte. Seither loben Kritik wie Publikum sie international für ihre große Vielseitigkeit und ihren Mut, unterschiedlichste Rollen anzunehmen.

Trailer zu "Todesstille" (OV)

Ihre erste Oscar-Nominierung erhielt Nicole Kidman 2002 für ihre Hauptrolle in dem innovativen Musical "Moulin Rouge!" von Baz Luhrmann. 2003 gewann sie schließlich einen Oscar, einen Golden Globe, einen BAFTA sowie einen Silbernen Bären für Stephen Daldrys "The Hours", in dem sie Virginia Woolf spielte.

Nicole Kidman erhält 2003 ihren ersten Oscar

Nicole Kidman ist aber genauso auf der Theaterbühne zu Hause. 1998 übernahm sie in London die Hauptrolle in "The Blue Room" und erhielt für ihre Arbeit in David Hares moderner Adaption von Schnitzlers "Reigen" höchstes Lob. Im Londoner West End trat sie auch in Anna Zieglers Stück "Photograph 51" auf.

Einige andere unter Nicole Kidmans überaus erfolgreichen Filmen sind "Rabbit Hole", "The Paperboy", "Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft", "Vor ihren Augen" sowie "Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung", den sie auch produziert hat. Außerdem ist sie Produzentin und eine der Hauptdarstellerinnen in der HBO-Serie "Big Little Lies", die in Deutschland dieses Jahr zu sehen sein wird. Zurzeit sehen wir Kidman im Kino zusammen mit Dev Patel in "Lion".

Ihre Schauspielkunst hat ihr bereits zahlreiche Nominierungen zu wichtigen Preisen eingebracht, darunter für den Oscar als "Beste Nebendarstellerin", ihre inzwischen vierte Oscar-Nominierung. Nicole Kidman hat mit ihrem Mann Keith Urban zwei Töchter und setzt sich kontinuierlich für zahlreiche Charity-Organisationen ein. Besonders am Herzen liegt ihr das Women’s Cancer Program, für das sie bereits viele Millionen Dollar an Spenden gesammelt hat.

Die Preisträger 2017

Kommentare einblenden

"Bester deutscher Schauspieler": Wotan Wilke Möhring

Wotan Wilke Möhring setzt sich mit seiner Rolle im RTL-Dreiteiler "Winnetou" gegen seine Kollegen Tom Schilling und Tobias Moretti durch.
Mehr lesen