"Bester Schauspieler International": Colin Farrell

Der irische Schauspieler Colin Farrell erhielt die GOLDENE KAMERA als "Bester Schauspieler International".

Laudator Steven Gätjen brachte es auf den Punkt: "Er ist nicht nur verdammt cool, sondern lässt sich in keine Schublade stecken. Und er kann sich mühelos vom harten Hund und der coolen Sau in den 'Lobster' verwandeln." Der derart Gelobte blieb bei seiner Dankesrede, die er mit den deutschen Worten "Vielen dank, ich freue mich sehr, in Hamburg zu sein!" einleitete, höchst bescheiden. Denn Colin Farrell erinnerte sich daran, dass eigentlich bereits die Berufserfahrungen seiner 20-jährigen Karriere Belohnung genug gewesen wäre.

Bester Schauspieler International 2017: Colin Farrell

Die Jury-Begründung

"Colin Farrell hat sich in rasanter Geschwindigkeit vom Newcomer zum ernsthaften Charakterdarsteller entwickelt. Er verschmilzt auf beeindruckende Weise mit den Charakteren, die er verkörpert. Und für diese Rollen gibt er alles – auch wenn er für eine der letzten Rollen 20 Kilo zunehmen musste", so die GOLDENE KAMERA. "Vor und hinter der Kamera gilt er als absoluter Kumpeltyp, der nicht nur Frauenherzen höher schlagen lässt, sondern mit seiner unglaublichen Präsenz Menschen weltweit begeistert!"

Über Colin Farrell

Das Jahr 2016 bescherte Colin Farrell zwei Karriere-Höhepunkte. Der Sohn eines irischen Fußballers erlebte als fieser Polizeichef mit finsterem Geheimnis in "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" seinen bisher größten Kinoerfolg. In der skurrilen Fabel "The Lobster", in der er die Hauptrolle als sensibler und melancholischer Einzelgänger spielt, konnte er künstlerisch erneut beeindrucken. Farrell wurde dafür weltweit mit Preisen und Nominierungen überhäuft, auch mit einer für den Golden Globe 2017.

Colin Farrells Hollywoodkarriere nahm mit der Premiere von Joel Schumachers "Tigerland" beim Toronto Film Festival 2000 ihren Anfang. Danach spielte er mit seinem Starkollegen Tom Cruise in "Minority Report" (2002), mit Bruce Willis in "Das Tribunal" (2002) und mit Al Pacino in "Der Einsatz" (2003). Mit Regisseur Joel Schumacher drehte er für "Nicht auflegen!" (2002) zehn Tage lang in chronologischer Abfolge, und zwar überwiegend in einer Telefonzelle in der Innenstadt von Los Angeles. Es folgten andere große Kinorollen wie in Oliver Stones "Alexander" (2004) und in der von der Kritik bejubelten schwarzen Komödie "Brügge sehen … und sterben?" (2008), die ihm einen Golden Globe einbrachte. Dazu kamen Hauptrollen im Oscar-prämierten Film "Crazy Heart" (2009) und in der TV-Serie "True Detective" (2015).

Trailer zur 2. Staffel "True Detective"

Um einer Rolle gerecht zu werden, geht Colin Farrell an seine Grenzen: Als er 2009 in "Triage" einen Kriegsfotografen spielte, nahm er 22 Kilo ab, für seine Rolle in "The Lobster" hingegen legte er 20 Kilo zu. Colin Farrell ist ein Schauspieler, der seine Rollen lebt. Wir freuen uns auf viele weitere Facetten seiner Kunst.

Die GOLDENE KAMERA Preisträger 2017

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