Neue französische Agentenserie "Büro der Legenden"

Was wir bereits wissen
Packend und dicht an der Realität: Die Agentenserie "Büro der Legenden" zeigt, wie Geheimdienste wirklich arbeiten.

Darum geht's in "Büro der Legenden"

Sechs Jahre lang war Guillaume Debailly (Mathieu Kassovitz) als Undercover-Agent des französischen Geheimdienstes in Syrien unterwegs, als er plötzlich zurück in den Innendienst nach Paris beordert wird. Künftig soll er dort Kollegen auf ihre Aufgaben vorbereiten und vom Schreibtisch aus Einsätze koordinieren. Begeistert ist Debailly von der Idee nicht, der neue Posten erscheint ihm zu öde ...

Trailer zu "Büro der Legenden"

Die französische Topserie "Büro der Legenden" (ab 2. November, 20.15 Uhr, RTL Crime) erzählt in zehn Episoden, wie es Debailly nach dem vermeintlichen Abstieg ergeht – und für die Zuschauer ist das nicht in einer einzigen Minute langweilig. "In der Tradition von John Le Carré wollte ich den ganz normalen Berufsalltag von Geheimagenten zeigen, die eben nicht James Bond sind, sondern einfach ihren Job erledigen", sagt Autor Eric Rochant.

Ein paar fernsehgerechte Zuspitzungen gibt es natürlich dennoch: So nutzt Agent Debailly heimlich weiterhin seine falsche Identität und trifft sich entgegen aller Vorschriften mit seiner mysteriösen Geliebten (Zineb Triki) aus Syrien. Ist es Zufall, dass sie sich ausgerechnet jetzt in Paris aufhält? Oder arbeitet sie für einen gegnerischen Dienst? Außerdem muss Debailly das Verschwinden eines Agenten in Algerien aufklären und mithelfen, eine weltumspannende politische Krise zu verhindern.

Realistische Einblicke in die Geheimdienstarbeit

Während er die Drehbücher schrieb, bat Eric Rochant um Zugang zum französischen Geheimdienst DGSE, erhielt aber zunächst eine Absage. Als die ersten beiden Folgen fertig waren, schickte er sie in die DGSE-Zentrale – und bekam eine erfreuliche Antwort: Die Agenten waren begeistert! Sie luden Rochant ein und standen für Fragen zur Verfügung. "Die Serie soll so authentisch wie möglich sein, daher habe ich zum Beispiel auf waghalsige Actionszenen verzichtet", sagt Rochant. "So etwas ereignet sich dort einfach nicht."

Neben diesem ungewöhnlich realistischen Einblick in den Geheimdienstalltag bietet "Büro der Legenden" Hochspannung, die sich allein aus der fesselnden Geschichte und den komplexen Charakteren entwickelt. Die Besetzung ist erstklassig – vom Hauptdarsteller Mathieu Kassovitz ("Die fabelhafte Welt der Amélie", "München") bis in die Nebenrollen.

Anfangs geht die Geschichte noch ein bisschen langsam voran, aber dann entwickelt sie einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. In Frankreich, den USA und weiteren Ländern lief sie bereits mit Erfolg, seit September wird die dritte Staffel gedreht.

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