Interview mit "Good Behavior"-Star Michelle Dockery

Michelle Dockery als Trickdiebin Letty Dobesh in "Good Behavior"
Michelle Dockery als Trickdiebin Letty Dobesh in "Good Behavior"
Foto: © TNT
Was wir bereits wissen
Zum Serienstart der Krimiserie "Good Behavior" trafen wir Hauptdarstellerin Michelle Dockery ("Downton Abbey") zum Interview.

Darum geht's in "Good Behavior"

In "Good Behavior" (10 Episoden in Doppelfolgen ab 16. November, 21.45 Uhr, TNT Serie) spielt Michelle Dockery die frisch aus der Haft entlassene Trickdiebin Letty Dobesh, die ihren waghalsigen Lebensstil fortführt, um ihren 10-jährigen Sohn durchzubringen. Als sie zufällig hört, wie ein Ehemann einen Killer auf seine unschuldige Frau ansetzt, macht sie es zu ihrer Mission, diesen Auftrag zu vereiteln, und lässt sich dabei auf eine gefährliche, aber verlockende Liaison mit dem Killer ein.

Trailer zu "Good Behavior" (OV)

Im Interview verrät Michelle Dockery, dass auch sie Verkleidungen liebt und nur einmal etwas geklaut hat - als siebenjähriges Mädchen.

Interview mit Michelle Dockery

Mit "Good Behavior" schlagen Sie eine ganz andere und neue schauspielerische Richtung ein. Was hat Si e an dieser Rolle gereizt?

Ich suchte nicht bewusst nach einer Rolle, die total gegensätzlich von Lady Mary Crawley war. Ich hatte einfach Glück, dass mir das Drehbuch von "Good Bahavior" zugeschickt wurde. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total gefesselt. Und ich habe mich sofort in Letty verliebt. Sie ist eine komplizierte Figur in komplizierten Umständen.

Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?

Ich habe das Verhalten eines Suchtkranken studiert und mich im Internet informiert. Außerdem bin ich ein riesiger Fan von der Serie "Nurse Jackie". Auch habe ich mir die Dokumentation "The Life and Crimes of Doris Payne" angeschaut. Darin geht es um eine Juwelendiebin, die noch mit 86 am Werk ist. Letty ist von Drogen und Alkohol abhängig. Um davon die Finger zu lassen, sucht sie sich eine Ersatzbefriedigung und beginnt zu klauen.

Sollte die Serie dann nicht "Bad Behavior" heißen?

(lacht) In der Serie geht es auch darum, was aus einen Menschen einen guten oder schlechten macht. Javier ist ein Killer, aber trotzdem hat er auch gute Charaktereigenschaften.

Wie schwer fällt es Ihnen selbst, immer das Richtige zu tun?

Wir alle versuchen mehr oder weniger ein guter Mensch zu sein. Die Serie ist eigentlich sehr ehrlich, denn sie zeigt, dass wir oft nicht das tun, was wir gerne wollen, sondern was wir müssen.

Haben Sie je etwas gestohlen?

Mein einziger großer Raub waren ein paar Süßigkeiten als Siebenjährige (lacht). Meine Mutter hat mich dabei erwischt, und ich musste wieder ins Geschäft gehen und mich beim Besitzer entschuldigen. Seitdem habe ich nichts mehr mitgehen lassen. Selbst nicht vom "Downton Abbey"-Dreh, obwohl mir keiner glaubt, dass ich wirklich nichts als Souvenir eingesteckt habe (lacht).

Dank ihrer Verkleidungen hat Letty viele Alter Egos. Haben Sie einen Lieblings-Look?

Letty hat vier Perücken, und wir haben jeder einen Namen gegeben. Die schwarze Perücke mit dem kurzen Bubikopf haben wir Katia getauft, weil sie an eine Domina erinnert und ich mich darin sehr russisch fühle (lacht). Die rote Perücke heißt Annie. Die langen blonden Haare sind Britney, und die kurzen blonden sind Veronica. Es macht mir einfach Spaß, mit einer Rolle mehrere Figuren spielen zu können.

Letty ist sehr sexy, vor allem mit ihren Perücken oder den teuren gestohlenen Designer-Klamotten. Wann oder worin fühlen sie sich sexy?

Sexy ist ein Gefühl, das von innen kommen muss. Nichts und niemand kann einem diese Sinnlichkeit geben. Ich fühle mich sexier, je älter ich werde. Das muss wohl mit meinem wachsenden Selbstvertrauen zu tun haben.

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