Die schwedische Krimiserie "Modus" sorgt für Spannung im TV

Was wir bereits wissen
Ein Serienmörder wird gejagt: "Modus: Der Mörder in uns" hat alles, was einen erstklassigen skandinavischen Thriller auszeichnet.

Darum geht's in "Modus: Der Mörder in uns"

Richard Forrester (Marek Oravec) haust mitten im Wald in einem Wohnwagen. Er hat sechs Handys, und auf jedem befinden sich Informationen zu den Menschen, die er töten soll. Mit der schwedischen Krimireihe "Modus: Der Mörder in uns" (ab 20. November, 22.00 Uhr, ZDF) wird kalt es und finster im ZDF – und sehr spannend.

Trailer zu "Modus: Der Mörder in uns"

Allein die Optik lässt einen frösteln: kalte Winterlandschaften, wenig Tageslicht – die Welt schwedischer Krimis ist dunkel. Und gleich zu Beginn wird das Böse heraufbeschworen: Wenn Forrester im Wald ein Reh ausweidet, ist das ein unheilvoller Vorgeschmack auf alles, was noch kommt.

Wer hier das Böse verkörpert, ist von Anfang an klar. Die Autoren Mai Brostrøm und Peter Thorsboe betonen, dass es ihnen nicht um das klassische "Whodunit" geht, sondern um das "Whydunit". Für Spannung sorgt also nicht die Frage "Wer ist der Mörder?", sondern diese: "Was ist sein Motiv?"

Forresters erstes Opfer ist eine Fernsehköchin. Zufällig beobachtet die elfjährige Stina (Esmeralda Struwe) den Mord. Sie ist die Tochter der ehemaligen FBI-Profilerin Inger Johanne (Melinda Kinnaman), die sich aus ihrem Job zurückgezogen hat, weil ihr die Mordfälle zu sehr nahegingen.

Inger ahnt nicht, dass ihre autistische Tochter in großer Gefahr schwebt, weil sie Zeugin des Mords ist. Bald wird die Exprofilerin sogar selbst in den Fall hineingezogen: Als Kommissar Nyman (Henrik Norlén) nicht weiterweiß, bittet er sie um Unterstützung.

Nach einem Roman von Anne Holt

Vorlage für die Serie ist "Gotteszahl", ein Roman von Anne Holt. Die norwegische Krimiautorin, deren Bücher weltweit eine Auflage von sieben Millionen Exemplaren erreichten, hat eine bewegte Vergangenheit. Die studierte Rechtswissenschaftlerin war vor 20 Jahren für einige Monate Justizministerin Norwegens. Dass die 57-Jährige in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, spielt auch für ihre Geschichten eine Rolle – obwohl sie betont, weder über sich noch über ihre Freunde oder Familie zu schreiben. Themen wie homosexuelle Partnerschaften, Abtreibung, multikulturelle Gesellschaft und kirchlich-religiöse Fragen prägen jedoch viele ihrer Krimis.

Der Titel der Serie "Modus" ist abgeleitet von dem kriminalistischen Fachbegriff "Modus Operandi". Er bezeichnet die Verhaltensweise eines Täters, die Psychologen wie Inger Johanne zu enträtseln versuchen. Die Profilerin wird gespielt von Melinda Kinnaman. Die Schwester von "House Of Cards"-Star Joel Kinnaman ist übrigens eine hochinteressante Neuentdeckung – und ein guter Grund mehr, den Thriller anzuschauen.

Die erste Folge ist ab sofort von 20 bis 6 Uhr auf Abruf hier in der ZDF-Mediathek zu sehen.

Text: Thomas Kunze

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