Ryan Phillippe: "'Shooter' ist 'Die Bourne Identität' für den Fernsehschirm"

Star des "Shooter"-Serienreboots: Ryan Phillippe (42)
Foto: © USA Network

Zur Flut an diesjährigen Serien-Reboots hat sich die 10-teilige Neuauflage eines neun Jahre alten Action-Dramas gesellt, die bei uns am 24. November um 20.15 Uhr auf Sky 1 startet. 2007 hatten Mark Wahlberg und Regisseur Antoine Fuqua den Bestseller "Im Fadenkreuz der Angst" des US-Schrifstellers Stephen Hunter verfilmt und mit "Shooter" einen veritablen Kino-Erfolg gefeiert. Im TV-Reboot übernimmt jetzt Ryan Phillippe ("Damages - Im Netz der Macht") die Rolle des legendären Sniper-Veteranen Bob Lee Swagger, der durch ein Komplott selber auf die Abschussliste gerät...

Originaltrailer zur Serie "Shooter" (Pay-TV-Start: 24.11.2016)

Wie es für Hauptdarsteller Ryan Phillippe war, in die "Shooter"-Fußstapfen von Mark Wahlberg zu schlüpfen, und warum er die strapaziöse Serie eigentlich wegen seiner Tochter gedreht hat, verriet uns der 42-Jährige im Gespräch...

Ryan Phillippe im Interview

Die Serie basiert auf den gleichnamigen Film mit Mark Wahlberg. Woher stammt die Idee, von der großen Leinwand auf den kleinen Bildschirm zu wechseln?

Die ausführenden Produzenten Mark Wahlberg und Stephen Levinson wollten diese Figur wieder ausgraben bzw. neustarten, weil sie mit dem zweistündigen Film nur an der Oberfläche kratzen konnten. Die Figur Bob Lee Swagger stammt ja ursprünglich aus der Feder von Stephen Hunter. Er hat insgesamt sieben Bücher geschrieben. Der Kinofilm konnte nur grob zeigen, wer diese Figur ist, aber mit den zehn Folgen der TV-Serie sind die Produzenten in der Lage, mehr ins Detail zu gehen. Ich bin sehr stolz darauf, dass Mark Wahlberg mir diese Rolle angeboten hat, die er selbst so liebt.

Originaltrailer "Shooter" (2007)

Was hat Sie an dieser Rolle gereizt?

Ich habe eine 16-jährige Tochter. Die Idee, ins Actionhelden-Genre einzusteigen und einen Bad Ass zu spielen, war mir sehr willkommen, damit ich den Jungs ein bisschen Angst machen kann, wenn sie meiner Tochter zu Nahe kommen (lacht).

Gibt es auch berufliche Gründe?

(lacht) Ja, um den Mangel an Shows wie "24" zu kompensieren. "Shooters" ist eine Art "Bourne Identität" oder "Auf der Flucht" für den Fernsehschirm. Unsere Folgen haben es in sich und Action nonstop! Der Zuschauer wird überrascht sein, wie viele Stunts ich selber drehe. Mein ganzer Körper ist voller blauen Flecken und Wunden (lacht).

Wie sah das Training für diese Rolle aus?

Dank meiner früheren Rollen als Soldat, FBI-Agent oder Polizist hatte ich schon recht viel Erfahrung mit der Waffe, aber es war das erste Mal, dass ich ein Gewehr in der Hand hatte. Die Technik eines Scharfschützengewehrs unterscheidet sich sehr von anderen Schusswaffen und ich habe mich dafür einem speziellen Training unterzogen. Ich habe mit dem Chef der Scharfschützenschule von Camp Pendleton, dem Marine-Stützpunkt in San Diego, gearbeitet. Und wir hatten einen ehemaligen Sniper der Marines als technischen Berater am Set: Steve Seapker.

Was braucht man, um ein guter Scharfschütze zu werden?

Geduld! Genau das, was mir fehlt (lacht). Auf etwas von weiter Distanz zu zielen, erfordert Zen-artige Konzentration. Man muss in der Lage sein, das Geschehen um einen herum völlig auszublenden, für lange Zeit an einem Fleck positioniert zu bleiben und solange auf sein Angriffsziel zu warten, bis die Mission erfüllt ist. Und zu meiner Überraschung ist Atmung für einen Scharfschützen sehr wichtig. Er feuert am Ende der Ausatmung, wenn der Körper am stillsten und der Herzschlag am langsamsten ist. Denn ein zu schneller Puls kann eine Kugel aus ihrer Bahn werfen.

Sind Sie ein guter Schütze?

Ich persönlich mache mir nicht viel aus Waffen, aber mein stolzester Moment war, als ich beim zweiten Versuch ein Ziel traf, das 800 Meter entfernt war. Das sind acht Fußballfelder hintereinander! Vom Abschuss bis zum Aufprall hat es zwei Sekunden gedauert.

Interview: Anke Hofmann

Die schwedische Krimiserie "Modus" sorgt für Spannung im TV

Ein Serienmörder wird gejagt: "Modus: Der Mörder in uns" hat alles, was einen erstklassigen skandinavischen Thriller auszeichnet.
Mehr lesen