Serienstart von "Lethal Weapon": Heute kommen die Kracher-Cops ins TV

Die Actionreihe "Lethal Weapon" (ab 6. Februar, 20.15 Uhr, Sat.1) wird als Serie neu aufgelegt! Mit uns sprechen die Darsteller über ihren Respekt vor der Vorlage.

Einen emotional angeknacksten Cop mit einem herzinfarktgefährdeten Kollegen zusammen in den Dienstwagen zu stecken – ob das eine gute Idee ist? Im realen Polizeialltag wahrscheinlich nicht, aber für Kinoaction mit Mel Gibson und Danny Glover war es das auf jeden Fall: Die schufen in vier "Lethal Weapon"-Filmen eines der besten Buddy-Cop-Duos überhaupt.

Clayne Crawford als Martin Riggs

Da scheint es fast schon blasphemisch, das Ganze jetzt als TV-Serie wiederzubeleben – selbst nach Meinung der neuen Hauptdarsteller: "Ich war ungefähr zehn, als der erste Film herauskam, und habe ihn mir heimlich im Haus meines Onkels angeschaut. Dort habe ich praktisch alle tollen Filme der 80er-Jahre gesehen", erinnert sich Clayne Crawford (38, "Rectify"), der Gibsons Part des Martin Riggs übernommen hat. "'Lethal Weapon' war so perfekt, ich fand stets, dass es nie ein Remake geben dürfe. Wenn es nach mir ginge, wäre ich jetzt also arbeitslos", lacht er.

Damon Wayans als Roger Murtaugh

Wie in den Filmen lernt Riggs über den Familienvater Roger Murtaugh wieder den Wert des Lebens schätzen. Und Murtaugh wird über Riggs bewusst, dass Risiko zum Leben gehört. Schauspieler Damon Wayans hatte schnell eine Verbindung zur Rolle des so vernünftigen Ordnungshüters: "Murtaugh hat eine dreifache Bypass-OP hinter sich, und ich selbst fühlte mich nach einer Gehirntumor-Operation ebenfalls sehr verwundbar. Ich habe sogar beim Durchlesen des Drehbuchs ein bisschen geweint. Entweder, weil die Handlung so verdammt gut war. Oder weil einfach die Hormone mit mir durchgegangen sind", sagt der 56-Jährige.

In den Kinofilmen hat Danny Glovers Charakter mehr Tiefe und Mel Gibson mehr Sex-Appeal, aber die Chemie stimmt auch bei den beiden Neuen. Wayans beherrscht nuancierte Komik und bei Crawford blitzt immer wieder – mehr oder weniger subtil – Anarchie durch. Dazu kommt Jordana Brewster aus den "Fast & Furious"-Filmen als attraktive Polizeipsychologin und Riggs’ mögliches "love interest".

TV-Reboot von Matthew Miller

Der Erfinder der Reihe, Shane Black, ist bei der TV-Version nur noch als Ideengeber gelistet. Für eine Viertelmillion Dollar verkaufte er im Alter von 24 Jahren mit "Lethal Weapon" sein erstes Drehbuch in Hollywood. Bis heute steht er für amüsante Kinostoffe, etwa "Iron Man 3" und "Nice Guys". Neue Projekte sind für ihn dann auch interessanter als der TV-Reboot: Als Nächstes wird er einen selbst geschriebenen "Predator"-Film inszenieren. Immerhin gab Black bekannt, dass ihm die Arbeit des Showrunners Matthew Miller ("Forever", "Chuck") gefalle.

Trailer zu "Lethal Weapon" (OV)

Miller versucht auch erkennbar, dem Humor der Filme in der Serie nahezukommen, so etwa durch Wortklaubereien zwischen beiden Ermittlern. Ganz ähnlich wie in den Filmen, in denen beide stritten, ob beim Anzählen einer Aktion auf oder erst nach "drei" gestartet wird. In den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist Murtaughs Spruch "Ich bin zu alt für diesen Scheiß!", was Damon Wayans nachvollziehen kann: "Ich bin Opa von sieben Enkelkindern, das macht mich auch nicht gerade jünger", sagt er.

Optisch ist die Serie auf der Höhe der Zeit, und die von McG ("3 Engel für Charlie") inszenierte Action ist – zumindest in der Pilotfolge – rasant und schön absurd: Die Verfolgungsjagd inmitten des "Long Beach Grand Prix"-Autorennens im goldenen Sonnenlicht könnte auch in ein Remake von "Bad Boys" passen. Die sind übrigens ebenfalls nicht totzukriegen: 2018 soll es ein Kinowiedersehen mit diesen Buddy-Cops geben.

Text: Dirk Oetjen / Anke Hofmann

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