Von "Downton Abbey" ins "X-Men"-Universum: Dan Stevens über "Legion"

Dan Stevens als David Haller alias "Legion"
David Haller (Dan Stevens)
David Haller (Dan Stevens) in Schock
David Haller (Dan Stevens) in Action
David Haller (Dan Stevens) und Lenny Busker (Aubrey Plaza)
David Haller (Dan Stevens) und Syd Barret (Rachel Keller)
David Haller (Dan Stevens) und Syd Barret (Rachel Keller)
David Haller (Dan Stevens) und Syd Barret (Rachel Keller)
David Haller (Dan Stevens), Syd Barret (Rachel Keller) und Lenny Busker (Aubrey Plaza, r.)
Amy Haller (Kate Aselton) und David Haller (Dan Stevens)
David Haller (Dan Stevens) und Syd Barret (Rachel Keller)
David Haller (Dan Stevens) und Syd Barret (Rachel Keller)
"Legion"-Artwork
Zum Start der etwas anderen Superhelden-Serie "Legion" sprach Hauptdarsteller Dan Stevens mit uns über seinen spektakulären Ausflug in die Comic-Welt von Marvel.

Wer den britischen Schauspieler Dan Stevens bislang nur als romantischen Herzensbrecher Matthew Crawley in "Downton Abbey" kennt, wird sein übersinnliches Wunder erleben, wenn am 9. Februar um 21 Uhr auf FOX Stevens' neue Show "Legion" startet. In der Marvel-Serie von "Fargo"-Showrunner Noah Hawley spielt der 34-Jährige den Psychatriepatienten David Haller, der unter massiven Persönlichkeitsstörungen leidet und in der Klinik nur mit der Quasselstrippe Lenny (Aubrey Plaza) eine Vertrauensbasis aufbaut. Bis die mysteriöse neue Patientin Syd (Rachel Keller) auftaucht und ihm eröffnet, dass seine Schizophrenie keine Krankheit, sondern Ausdruck seiner Mutanten-Superkräfte ist...

Originaltrailer zu "Legion" (Pay-TV-Start: 9.2.2017)

Wie sich "Legion" in das Universum der "X-Men"-Filme einfügt, was genau es mit Dans Superkräften auf sich hat und ob man in der 8-teiligen Serie mit Superhelden-Cameos rechnen darf, verriet uns Hauptdarsteller Dan Stevens im Gespräch...

Dan Stevens im Interview

Wie passt "Legion" in das Marvel-Universum?

Die Welt von Marvel ist wie ein paralleles Universum zu unserem, das mit jedem Film oder jeder TV-Serie verschiedene Ideen und Themen untersucht. Im "X-Men"-Franchise geht es unter anderem um das Anders sein, Identität und Zugehörigkeit, symbolisiert durch die Mutanten. In "Legion" dreht es sich auch um diese Themen, aber sie sind mehr verinnerlicht, weil wir einen Blick in David Hallers Verstand werfen.

Was ist der Ursprung von "Legion"?

Legion wird zum ersten Mal Anfang der 80er erwähnt und seitdem haben ihm verschiedene Marvel-Künstler in jeder Dekade ein neues Image gegeben. Was fest steht: David Haller ist der uneheliche Sohn von Charles Xavier, der als Professor X die X-Men gegründet hat. Von ihm hat Legion auch seine unvorstellbaren Talente, derer er sich allerdings nicht bewusst ist, denn seit seiner Kindheit wurde er mit paranoider Schizophrenie fehldiagnostiziert. Er gilt als schwierig, sogar als kriminell und wird wiederholt in psychiatrische Anstalten abgeschoben oder weggesperrt, bis ihn eine Gruppe von anderen Mutanten rettet und aufklärt, dass er nicht krank, sondern extrem talentiert ist. Und damit beginnt unsere Serie.

Mini-Feature über die "Legion"-Comicvorlage

Haben Sie zur Vorbereitung noch schnell alle "Legion"-Comicbände verschlungen?

Nein, ich habe mich absichtlich von den Comics ferngehalten, weil meine Figur nicht wirklich versteht, was mit ihm und um ihn herum passiert. Also wollte ich genauso ahnungslos sein wie er (lacht). Aber leider habe ich einen guten Freund in England, der von "Legion" besessen ist und mich permanent über David Haller auf dem Laufenden hält und mich mit mehr Informationen über meine Comic-Figur bombardiert, als mir lieb ist.

Inwieweit hat die Comic-Vorlage die TV-Serie beeinflusst?

Die TV Serie ist mehr vom Look des Comics beeinflusst als von der Handlung. "Legion" ist eine Adaption und dementsprechend haben sich die Autoren der Fernsehshow gewisse Freiheiten erlaubt. Aber die zentralen Ideen der Vorlage – wie Astral-Sphären, ein paralleles Universum und übersinnliche Kommunikation – greifen wir auch in der Serie auf. Und irgendwann werde ich auch Legions charakteristischen Haar haben – aber das dauert noch ein bisschen (lacht).

Fühlen Sie sich jetzt selber wie ein Superheld?

(lacht) Nein, denn "Legion" gleicht ästhetisch keiner typischen Superhelden-Show. Wir tragen keinen Umhang und niemand hat Hörner oder sonstige Merkmale, die typisch für dieses Genre sind.

"Legion"-Star Dan Stevens beantwortet Fan-Fragen

Bis jetzt hieß es immer, dass es unmöglich sei, die Geschichte von David Haller zu erzählen. Deswegen war Legion auch bisher nie in einem "X-Men"-Film zu sehen. Wie haben Sie das Unmögliche geschafft?

Diese Kommentare habe ich auch gelesen und es stimmt. Eine komplexe Figur wie David Haller kann man einfach nicht in einem 90-Minuten oder 2-Stunden Format eines Marvel-Films unterbringen. Aber als TV-Serie mit insgesamt 8 Stunden ist es den Versuch wert, obwohl selbst das noch fast zu kurz ist.

Wie stellen Sie die multiplen Persönlichkeiten in Davids Kopf visuell dar?

Einige Persönlichkeiten werden von anderen Schauspielern dargestellt und einige spiele ich selbst. Das kommt auf die Situation und die Handlung an. In der Serie haben wir sehr viel Spaß damit und necken den Zuschauer ein bisschen. Es hilft auch, dass die Serie visuell in einer Form der 60er Jahre spielt – das lässt das Schräge realer wirken, als wenn wir versuchten, die Welt von heute zu kopieren.

Die Serie zeigt, dass man besser nett zu David Haller sein sollte, denn wenn er sauer wird, fliegen die Fetzen. Was passiert, wenn Sie wütend werden?

Meine Stimmung tendiert zu sinken, wenn ich hungrig bin. Aber sobald man mich füttert, bin ich wieder nett – das hoffe ich jedenfalls (lacht).

Besteht die Chance, dass einige "X-Men"-Figuren in der Serie auftauchen?

Keine Ahnung, aber Wolverine wäre cool. Wie erwähnen Professor X in der Serie, theoretisch besteht also die Möglichkeit für einen Gastauftritt von James McAvoy oder Sir Patrick Stewart. Aber was "Legion" im Moment noch so frisch und spannend macht, ist die Tatsache, dass David Haller für die meisten noch ein richtiger Nobody ist.

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