Der Herrscher von Texas: Pierce Brosnan im Wilden Westen

Eli McCullough (Pierce Brosnan) ist der Begründer eines mexikanischen Familienclans.
Der "The Son" Cast: Toshaway (Zahn McClarnon), Prairie Flower (Elizabeth Frances), Young Eli McCullough (Jacob Lofland), Eli McCullough (Pierce Brosnan), Pete McCullough (Henry Garrett), Jeannie McCullough (Sydney Lucas), Sally McCullough (Jess Weixler), Phinea McCullough (David Wilson Barnes)
Eli McCullough (Pierce Brosnan) und der junge Eli McCullough (Jacob Lofland).
Toshaway (Zahn McClarnon)
Prairie Flower (Elizabeth Frances)
Pete McCullough (Henry Garrett)
Jeannie McCullough (Sydney Lucas)
Phineas McCullough (David Wilson Barnes)
Pedro Garcia (Carlos Bardem)
Der junge Eli McCullough (Jacob Lofland)
Ex-007 Pierce Brosnan spielt in der neunen TNT-Serie "The Son" (nach dem Bestseller von Philipp Meyer) den Begründer eines mächtigen Clans in Texas.

Der Westen ist gnadenlos und brutal: Im Jahr 1849 überfallen Komantschen in Texas die kleine Farm der Siedlerfamilie McCullough. Sie töten die Eltern und nehmen ihren zwölfjährigen Sohn Eli einfach mit. Der Junge lebt drei Jahre lang mit den Indianern zusammen, erlernt dabei ihre Kriegskünste und übernimmt ihre Lebensweise. Anschließend kehrt er zurück in die Welt der Weißen und baut ein mächtiges Imperium auf, zuerst als Rinderzüchter, später als Ölbaron.

Trailer zu "The Son"

Drehbuch-Vorlage für Pulitzer-Preis nominiert

Es ist ein faszinierendes Epos, das die neue US-Serie „The Son“ erzählt. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman (deutsch: „Der erste Sohn“) von Philipp Meyer aus dem Jahr 2013. In den USA war er ein Bestseller, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war für den Pulitzer-Preis nominiert. Autor Meyer erzählt darin anhand der (frei erfundenen) Geschichte des einflussreichen McCollough-Clans über 150 Jahre amerikanischer Geschichte – und dazu von der Psyche einer ganzen Nation. Bei der Serie ist Meyer als Produzent und Autor dabei.

Die Hauptrolle als Patriarch der Familie spielt ein echter Topstar: der ehemalige James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan. „Eli ist ein Mann, der von Gewalt umgeben aufgewachsen ist“, sagt Brosnan über seine Rolle. „Er hat drei Familien verloren: zuerst seine biologische, dann seine Komantschen-Gemeinde und zuletzt seine Ehefrau. Wenn es also darum geht, seine Familie zu beschützen, ist er ein Mensch ohne Gnade und Skrupel.“ Den Namen „Der erste Sohn“ trägt Eli, weil er am selben Tag geboren wurde, an dem Texas sich von Mexiko unabhängig erklärte und zur eigenständigen Republik wurde. Das war am 2. März 1836, erst im Jahr 1845 erfolgte der Anschluss an die Vereinigten Staaten.

Brosnan benötigte keine lange Bedenkzeit, als die Anfrage für die Rolle kam. „Ich verschlang die Drehbücher an einem Nachmittag, rief am nächsten Tag den Produzenten an und sagte für die Rolle zu“, erzählt er. „Kurz danach saß ich schon auf dem Rücken eines Pferdes und drehte bei 40 Grad Hitze mitten in der Wüste von Austin, Texas. Das Pferd schwitzte – aber bei mir tropfte der Schweiß noch viel mehr.“ Erzählt wird die Story in Zeitsprüngen. Die Rolle des jungen Eli, der unter Indianern aufwächst, spielt der 20-jährige Jacob Lofland. Er ist ein talentierter Newcomer, der schon in der Serie „Justified“ und mit einer Nebenrolle im Science-Fiction-Film „Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“ für Aufsehen sorgte.

Featurette zu "The Son"

Die meisten Darsteller in „The Son“ dürften dem deutschen Publikum unbekannt sein, Brosnan ist der unangefochtene Star. Erstaunlicherweise entdeckte er Gemeinsamkeiten zwischen sich und seiner Figur Eli: „Ich komme selbst aus zerrütteten Familienverhältnissen“, erzählt der 63-Jährige. „Mein Vater hat meine Mutter früh verlassen, ich bin bei Tanten und Onkeln aufgewachsen. Also kenne ich das Gefühl, abgeschoben, verlassen und allein zu sein. Diese Lebenserfahrung hat mir geholfen, mich in Eli hineinzuversetzen.“ Fast so etwas wie Neuland war für ihn dagegen der Dreh fürs Fernsehen. Zwar feierte Brosnan seinen Durchbruch als Schauspieler 1982 mit der Serie „Remington Steele“ und war danach auch hin und wieder mal im Fernsehen zu sehen. Seinen Schwerpunkt setzte er aber stets auf Kinoproduktionen – vor und hinter der Kamera.

„Die großartigen Serien der jüngeren Vergangenheit haben auch mich begeistert“, sagt er. „Die vergangenen fünf Jahre habe ich nach einer passenden für mich gesucht. Es ist jetzt alles ganz anders als zu Zeiten von ,Remington Steele‘. Wir waren damals brav und harmlos verglichen mit den aktuellen Produktionen. Heute sind Serien das Maß aller Dinge, die Geschichten meist erfrischend und berauschend.“Für die erste Staffel von „The Son“ wurden zehn Folgen gedreht. Bei Erfolg soll es weitergehen: Weil der Roman noch viel Stoff bietet, unterschrieb Brosnan bereits eine Option für zwei weitere Staffeln mit je zehn Folgen. Könnte also gut sein, dass er schon bald wieder aufs Pferd steigen und in der Wüste schwitzen muss!

Text: Anke Hofmann / Sven Sakowitz

Eli McCullough (Pierce Brosnan) ist der Begründer eines mexikanischen Familienclans.
Der "The Son" Cast: Toshaway (Zahn McClarnon), Prairie Flower (Elizabeth Frances), Young Eli McCullough (Jacob Lofland), Eli McCullough (Pierce Brosnan), Pete McCullough (Henry Garrett), Jeannie McCullough (Sydney Lucas), Sally McCullough (Jess Weixler), Phinea McCullough (David Wilson Barnes)
Eli McCullough (Pierce Brosnan) und der junge Eli McCullough (Jacob Lofland).
Toshaway (Zahn McClarnon)
Prairie Flower (Elizabeth Frances)
Pete McCullough (Henry Garrett)
Jeannie McCullough (Sydney Lucas)
Phineas McCullough (David Wilson Barnes)
Pedro Garcia (Carlos Bardem)
Der junge Eli McCullough (Jacob Lofland)

Brillant, blutig, lehrreich: Die neue Historienserie "Charité"

Das Erste zeigt die sechsteilige Historienserie über das Berliner Krankenhaus "Charité" in Doppelfolgen, ab 21. März, 20.15 Uhr.
In den Hauptrollen spielen Alicia von Rittberg (M.), (linke Reihe v.u.n.o.) Matthias Koeberlin, Klara Deutschmann, Christoph Bach, Thomas Loibl. (rechte Reihe v.u.n.o.) Justus von Dohnányi, Emilia Schüle, Maximilian Meyer-Bretschneider, Ramona Kunze-Libnow, Ernst Stötzner.
Die Berliner Charité Ende des 19. Jahrhunderts: die mittellose Waise Ida wird als Patientin an der Charité operiert und muss anschließend als Hilfswärterin ihre Behandlungskosten abarbeiten. Dabei entdeckt sie ihre große Leidenschaft für die Medizin. Hilfswärterin Ida (Alicia von Rittberg, l.) und Emil von Behring (Matthias Koeberlin, r.) sind zu einem Notfall gerufen worden.
Der neue Kaiser Wilhelm II (Lucas Prisor, r.) interessiert sich beim Besuch in der Charité nur für das Labor von Robert Koch (Justus von Dohnányi, 2.v.r) und dessen Forschung zu einem Heilmittel der Tuberkulose.
Die Auffahrt zur Charité an der Schumannstraße um 1910.
Klinikdirektor Spinola (Thomas Loibl, l.) versucht Robert Koch (Justus von Dohnanyi, r.) davon zu überzeugen, am Kaiserempfang mitzuwirken.
Hedwig Freiberg (Emilia Schüle).
Making of: Am Set der Charite: Holly Fink (Kameramann), Sönke Wortmann (Regisseur).
Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, r.) in einer Vorlesung von Prof. Virchow (Ernst Stötzner, l.).
Emil Behring (Matthias Koeberlin).
Schwester Therese (Klara Deutschmann).
Rudolf Virchow (Ernst Stötzner).
Making of: die Schauspieler Matthias Koeberlin (Rolle Behring, l.), Klara Deutschmann (Rolle Therese; M.) und Christoph Bach (Rolle Ehrlich, 2.v.r.) sowie Kameramann Holly Fink (r.) am Filmset der Charité.
Ida (Alicia von Rittberg, l.) und Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, r.).
Ida Lenze (Alicia von Rittberg).
Ida (Alicia von Rittberg) findet Emil Behring (Matthias Koeberlin) mit einer Überdosis Opium.
Ida Lenze (Alicia von Rittberg) ist nun Hilfswärterin an der Charité.
Ida Lenze (Alicia von Rittberg, M.) wird mit Verdacht auf Blinddarmentzündung in die Charité eingeliefert. Schwester Therese (Klara Deutschmann, l.) und Wärterin Edith (Tanja Schleiff, r.) verlieren keine Zeit.
Hedwig Freiberg (Emilia Schüle).
Making of: die Schauspieler Justus von Dohnányi (Rolle Koch, 2.v.l.) und Matthias Koeberlin (Rolle Behring, r.) bei einer Kameraprobe mit Kameramann Holly Fink (l.) und Regisseur Sönke Wortmann (2.v.r.)
Ida (Alicia von Rittberg)
Diakonissenoberin Martha (Ramona Kunze-Libnow, M.) beim morgendlichen Apell mit den Schwestern und Wärterinnen.
Making of: Am Set der Charite: Stellprobe im Motiv Pathologie. Regisseur Sönke Wortmann und Kameramann Holly Fink besprechen die Einstellungen zur nächsten Szene mit Ernst Stötzner (Rolle Virchow).
Der krebskranke Kaiser Friedrich (Komparse) empfängt Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, M.) zu einer Audienz.
Charité Pathologie: Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, r.) in einer Vorlesung von Prof. Rudolf Virchow (Ernst Stötzner, l.)
Ida Lenze (Alicia von Rittberg) hat ihre Behandlungskosten an der Charité abgearbeitet und erhält die Zusage für ein Studium in der Schweiz.
Berühmte Forscher an der Charité: Emil Behring (Matthias Koeberlin, l.), Robert Koch (Justus von Dohnanyi, M.) und Paul Ehrlich (Christoph Bach, r.).
Medizinstudent Georg Tischendorf (Maximilian Meyer-Bretschneider, l.) fühlt sich sehr zu Hilfswärterin Ida (Alicia von Rittberg, M.) hingezogen. Stine (Monika Oschek, r.) beobachtet die Begegnung auf dem Hof der Charité.
Geniale Ärzte, schöne Frauen: Am 21. März zeigt Das Erste die sechsteilige Historienserie über die "Charité", Berlins berühmtestes Krankenhaus.
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