Emma Roberts, die Königin der "Scream Queens"

In der satirischen Horror-Serie von "American Horror Story"-Schöpfer Ryan Murphy kriegen es Emma Roberts und die Mädels ihrer Studentinnenverbindung mit einem Serienkiller zu tun. Wir trafen die Königin der "Scream Queens" zum Gespräch.

Am 30. März um 21.10 Uhr ist es endlich soweit! Während in den USA bereits die zweite Staffel gelaufen ist, präsentiert sixx die überfällige Deutschland-Premiere der schreiend komischen Serie "Scream Queens" von Kultserien-Guru Ryan Murphy. In der ersten Staffel hat es ein Serienkiller mit Teufelsmaske auf die Mitglieder der hochexklusiven Studentinnenverbindung Kappa Kappa Tau abgesehen. Der eigentlich Horror für KKT-Oberhaupt und Mega-Zicke Chanel Oberlin (Emma Roberts) und ihre Girls Chanel #2 (Ariana Grande), Chanel #3 (Billie Lourd) und Chanel #5 (Abigail Breslin) ist jedoch, dass Dekanin Cathy Munch (Jamie Lee Curtis) Kappa Kappa Tau für alle Studentinnen zugänglich macht...

Originaltrailer zu "Scream Queens" (TV-Start: 30.3.2017)

Mit reichlich schwarzem Humor und drastischen Kills bildet "Scream Queens" nicht nur famose Serienunterhaltung, sondern auch die perfekte Bühne für die Staffelübergabe von "Halloween"-Ikone Jamie Lee Curtis zur neuen Genre-Königin Hollywoods. Doch wie uns Emma Roberts im Interview verrät, ist die neue Scream Queen in Sachen Horror alles andere als sattelfest...

Emma Roberts im Interview

Was bringt Sie zum Schreien?

Die Liste ist endlos! Wenn meine Freunde mich zu einem Horrorfilm einladen, müssen sie bei mir übernachten, denn ich kann aus lauter Angst vor Gespenstern oder Einbrechern nicht mehr schlafen. Ich bin auch sehr klaustrophobisch – Aufzüge sind also die schrecklichste Erfindung der Welt!

Ihre Karriere ist trotzt Ihrer Neigung zum Schreckhaften im Horror-Genre verwurzelt. Warum sind Filme wie "Scream 4" oder eine TV-Serie wie "Scream Queens" so erfolgreich?

Weil sie uns fesseln und eine Reaktion in uns hervorrufen. Egal ob wir von unseren Sitzen springen oder unsere Nägel beißen, wir sind emotional involviert. Und egal ob man sich davor graust oder das Grauen liebt – das Horror-Genre ist am Besten, wenn man als Gruppe ins Kino geht oder sie gemeinsam zu Hause am Fernseher schaut. Dass ich in meiner Karriere jetzt selbst zur Scream Queen geworden bin, ist purer Zufall. Wenn Wes Craven mir nicht die Rolle in "Scream 4" gegeben und Ryan Murphy mich nicht für "American Horror Story: Freak Show" und "American Horror Story: Coven" ausgewählt hätte, würde meine Karriere jetzt total anders aussehen.

Wie hat Ryan Murphy in Ihren Augen das Horror-Genre geprägt?

Ryan hat keine Angst davor, Frauen Rollen zu geben, die dreist und unverfroren sind. In seinen Serien müssen wir nicht lieb und nett sein. Er scheut sich auch nicht davor, Rollen zu schreiben, die dem Zuschauer zuerst unsympathisch, aber einem am Ende der Staffel ans Herz gewachsen sind. Ryan zeigt uns Frauen, wie wir wirklich sind. Wir sind nicht alle gleich. Wir streiten uns. Wir lieben uns. Aber wenn's drauf ankommt, halten wir immer zusammen und retten uns gegenseitig (lacht).

Was mögen Sie noch an "Scream Queens" – außer Ryan Murphy?

Dass ich in dieser Show Klamotten tragen kann, die ich sonst nie angeboten bekäme. Ich liebe es, in der Garderobe der Kostümbilder zu brausen und mir Federn, verrückte Farben, Kopfbänder und riesige Chanel-Taschen auszusuchen. Manchmal nehme ich sogar Sachen mit, die ich dann im wahren Leben trage. Ich bin ein riesiger Mode-Fan. Schon seit meiner Kindheit habe ich mich immer gerne fein gemacht und neue Stile ausprobiert. Sonnenbrillen gehören seit meinem sechsten Lebensjahr zu meinem Outfit (lacht). Ich mixe gerne Luxus-Design mit Teilen, die ich im Vintage-Laden oder auf dem Flohmarkt gefunden habe. Und meine Freundinnen und ich leihen uns gegenseitig ständig Klamotten aus.

Warum sind Sie dann Schauspielerin geworden statt Modedesignerin?

Ich wollte schon immer Schauspielerin werden. Vielleicht hat mich ja meine Tanta (Julia Roberts) angesteckt (lacht). Ich habe sie sehr oft beim Dreh besucht und mich immer versteckte, wenn meine Mutter mich wieder abholen wollte, weil ich nicht mehr nach Hause gehen wollte (lacht). Es faszinierte mich, wie viele Menschen es benötigt, einen Film zu drehen. Und ich habe bei jedem Besuch mehr über Haare und Make-up und die Arbeit hinter der Kamera gelernt. Vielleicht kann ich ja sogar mal eine Folge von "Scream Queens" oder einer andere Show inszenieren. Das ist nämlich mein Traum für die Zukunft. Ich habe schon Ryan darauf angesprochen.

Und was hat Ryan geantwortet?

Dass er meinen Traum gerne unterstützen möchte. Ich werde in den nächsten Jahren also erst mal allen Regisseuren genauestens auf die Finger schauen und von ihnen lernen, bevor ich mich selber hinter die Kamera wage (lacht).

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