Nicole Kidman und Reese Witherspoon erzählen "Big Little Lies"

Ab dem 6. April sind Nicole Kidman und Reese Witherspoon auf Sky Atlantic HD in einer besonderen weil eigenproduzierten Frauenserie zu sehen. Wir trafen die beiden Hollywood-Grazien zum Gespräch.

Von Müttern und Mördern: Die neu ins idyllische Küstenstädtchen Monterey gezogene Jane (Shailene Woodley), die ihren Sohn Ziggy allein erzieht, ist erstaunt, wie gastfreundlich sie von den beiden Freundinnen Madeline (Reese Witherspoon) und Celeste (Nicole Kidman) aufgenommen wird. Doch dann beschuldigt die Tochter der energischen Renata (Laura Dern) ihren neuen Klassenkameraden Ziggy, sie gewürgt zu haben, was Janes Sohn aber bestreitet. Ein kleiner Vorfall, aus dem sich ein Riesendrama entspinnt, in dem "Helikoptereltern zu Kamikazepiloten" mutieren und das letztendlich in einem Mord endet...

Originaltrailer zu "Big Little Lies" (Pay-TV-Start: 6.4.2017)

Die sieben in Rückblicken erzählten Episoden basieren auf dem Roman "Tausend kleine Lügen" der australischen Autorin Liane Moriarty, aus dem Showrunner David E. Kelley ("Boston Legal", "Goliath") und Regisseur Jean-Marc Vallée ("Dallas Buyers Club") eine packende HBO-Produktion gezimmert haben. Die wahren Motoren hinter diesem Serienprojekt waren jedoch unsere frischgebackene GOLDENEN KAMERA-Gewinnerin Nicole Kidman und Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon ("Walk the Line"). Wie es dazu kam, verrieten uns die beiden Hollywood-Stars im Interview...

Nicole Kidman und Reese Witherspoon im Interview

Was macht "Big Little Lies" so unwiderstehlich?

WITHERSPOON: Jeder hat Geheimnisse. Das macht uns menschlich. Es gehört zu unserem Überlebenskampf und unserem Verlangen, in die Gesellschaft zu passen.

Was können Sie uns über Ihre Figur verraten?

WITHERSPOON: Am Anfang wusste ich nicht genau, welche Rolle ich spielen sollte. Liane Moriarty wollte, dass Nicole die Rolle der Celeste Wright übernimmt. Also fragte ich David E. Kelley um Rat. Und er meinte ohne zu zögern: "Du bist Madeline!" Worauf ich nur meinte: "Wie bitte?" (lacht) So gut kennt er mich schließlich auch nicht! Es klang nicht gerade wie ein Kompliment (lacht), denn wir alle kennen Menschen wie Madeline, die nur reden und reden und nie zuhören. Ich gebe zu, dass ich ein bisschen davon in meiner Natur habe, aber da hören die Ähnlichkeiten mit meiner Figur auch auf.

KIDMAN: Liane Moriarty sah mich als Celeste. Als wir uns vor zweieinhalb Jahren im Restaurant Fratelli Fresh in Darlinghurst in Sydney zu einer Tasse Kaffee trafen und ich sie um die Rechte ihres Romans bat, stellte uns Liane eine Bedingung: Reese und ich dürfen die Serie nur drehen, wenn ich Celeste spielte.

Sie sind beide bei "Big Little Lies" auch ausführende Produzentinnen. Warum?

WITHERSPOON: Ich habe vor vier oder fünf Jahren meine eigene Produktionsfirma gegründet, weil ich es leid war, dass es kaum interessante Rollen für Frauen gab. Und zusehen zu müssen, wie sich fantastisch talentierte Schauspielerinnen darum rauften, nur die Ehefrau oder Freundin des männlichen Hauptdarstellers spielen zu dürfen. Wir sind zu sehr viel mehr in der Lage und können größere Geschichten erzählen als schlichtes Helden-Accessoire zu sein. Aber wenn Mann nicht bereit ist, diese Filme oder Serien zu drehen, muss halt Frau selber ran. Ich investiere mein eigenes Geld, kontaktiere Autoren für die Rechte zu ihren Romanen und rufe die Studioköpfe persönlich an. Es ist an der Zeit, dass wir zeigen, dass Frauen mehr auf dem Kasten haben!

KIDMAN: Reese und ich haben den Roman gelesen und uns sofort in ihn verliebt. 18 Monate später waren wir schon in Produktion der TV-Serie, was als unglaublich schnell im Showgeschäft gilt. Was uns an dieser Geschichte gereizt hat: Sie zeigt nicht nur starke Frauen, sondern auch wie zerbrechlich, verletzlich und bedürftig wir sein können. Ich persönlich fand es auch toll, dass Liane auch Australierin ist (lacht). Und dass in der Handlung Rollen für fünf Frauen gibt.

Interview: Anke Hofmann

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