Iain Armitage ist "The Young Sheldon"

"The Young Sheldon": Iain Armitage spielt den jungen Sheldon Cooper
"The Young Sheldon": Iain Armitage spielt den jungen Sheldon Cooper
Foto: Kollage: GOLDENE KAMERA
Der Hauptdarsteller für das Prequel von "The Big Bang Theory" ist endlich gefunden: Iain Armitage spielt den jungen Sheldon Cooper . Warum der Ableger "The Young Sheldon" trotzdem ein Risiko ist.

Der Trailer

Das Erfolgsgeheimnis von "The Big Bang Theory"

Sicherlich haben gleich mehrere Faktoren die Sitcom seit 2007 zum weltweiten TV-Hit gemacht. Da war zum einen die reizvolle Ausgangssituation: vier junge Wissenschaftler, die regelmäßig an den Anforderungen des Alltags scheitern. Zudem traf und trifft das Thema Nerd-Dasein den Zeitgeist – Popkultur-Obsession hat es von der Nische in den Mainstream geschafft. Und die Gags stammen von einigen der besten Autoren des US-Fernsehens, die schon für "Roseanne" und David Letterman geschrieben haben.

Aber einer der wichtigsten Erfolgsgaranten heißt Jim Parsons. Der 44-Jährige hat mit der Figur des ebenso genialen wie neurotischen Physikers Sheldon Cooper scheinbar die Rolle seines Lebens gefunden. Bereits vier Emmys gewann der Zuschauerliebling dafür. Ein anderer in der Rolle des Sheldon? Für Fans unvorstellbar. Doch genau das wagen jetzt die Macher von "The Big Bang Theory".

"The Young Sheldon" von den "Big Bang Theory"-Erfindern

Die Erfinder der Serie Chuck Lorre und Bill Prady arbeiten an einem Ableger, den CBS noch 2017 zeigen will. In "Young Sheldon" wird die turbulente Kindheit des Wunderkinds in einer erzkonservativen Familie in Texas erzählt. Gespielt wird Sheldon von Iain Armitage ("Big Little Lies"). Der quirlige Achtjährige ist Sohn einer Theaterproduzentin und hat selbst als Theaterkritiker seinen eigenen Youtube-Kanal IanLovesTheatre.

Iain Armitage über "Titanic"

Armitage hat die "Big Bang Theory"-Macher in einem aufwendigen Castingprozess überzeugt.

Dabei sagte Chuck Lorre noch im Jahr 2013 dem "Hollywood Reporter": "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Spin-off geben wird!" Lorre befürchtete, ein Ableger würde der Stammserie Storys und Figuren wegnehmen – eine Gefahr, die durch die zeitlich vor "The Big Bang Theory" angesiedelte Serie gebannt ist. Die Idee zu "Young Sheldon" soll übrigens von Jim Parsons stammen, der auch die Erzählerstimme liefern wird.

Mit der neuen Serie wollen sich Lorre und CBS unabhängiger von "The Big Bang Theory" machen. Zwar wurde die Serie gerade bis 2019 verlängert, doch mit dann zwölf Staffeln rückt ein Ende immer näher. Zudem werden die Stars – eine Million Dollar pro Folge für Parsons und Co. – immer teurer.

Das ist neu im Prequel "The Young Sheldon"

Es wird nicht wie "The Big Bang Theory" auf einer Bühne vor Studiopublikum mit mehreren Kameras gedreht. Stattdessen ist das Prequel eine sogenannte Single-Camera-Serie, die auch an echten Locations entsteht. Regie bei der ersten Folge führt Jon Favreau. Der "Iron Man"-Regisseur ist auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Wahl, hat aber durchaus Comedy-Wurzeln ("Swingers", 1996). Kurios ist die Besetzung von Sheldons Mutter. Sie wird gespielt von Zoe Perry, der Tochter von Laurie Metcalf, die in "The Big Bang Theory" ebenfalls Sheldons Mutter spielt.

Aber das Projekt bleibt riskant. Die Bilanz von Comedy-Serienablegern im US-Fernsehen ist durchwachsen. Bei "Friends", dem Vorgänger von "The Big Bang Theory" auf dem Sitcom-Thron, scheiterte 2006 der Ableger "Joey" grandios. Auffällig: Die erfolgreichsten Comedy-Spin-offs waren jene, die nicht die Haupt-, sondern die Nebenfiguren weiterentwickelten – etwa "Mork vom Ork", "Frasier" oder "Better Call Saul". Also schlechte Karten für "Young Sheldon"?

Andererseits: Wenn es eine Serie schafft, eine neue Erfolgsformel zu finden, dann vielleicht "The Big Bang Theory". Mit kniffligen Gleichungen kennt sich das Physik-Genie Sheldon ja aus.

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