Aidan Gillen: "Kleinfinger will alles - und er will Sansa Stark"

Zum Start der 7. Staffel von "Game of Thrones" (ab 17. Juli, 20.15 Uhr, Sky Atlantic HD) verrät Aidan Gillen a.k.a. Petyr "Kleinfinger" Baelish im Interview, wie es mit ihm und Sansa weitergeht.

Aidan Gillen, der Lord Petyr Baelish, auch Kleinfinger genannt, in der Hit-Serie "Game of Thrones" spielt, ist seit der ersten Staffel mit dabei. Warum er keine Angst hat, den Serientod sterben zu müssen, verrät er im Interview.

Interview mit Aidan Gillen

Was steht Kleinfinger in der siebten Staffel bevor?

Das Ende der sechsten Staffel ist praktisch der Einstieg zur siebten: Kleinfinger will alles. Und er will Sansa Stark an seiner Seite, wenn er sein Ziel erreicht. Im Moment ist Sansa allerdings damit beschäftigt, gemeinsam mit Jon Schnee Winterfell wieder aufzubauen. Aber er war immerhin ihr Retter in der letzten Minute während der großen Schlacht. Und dafür wird er sicherlich in der neuen Staffel einen Gefallen einlösen wollen.

2. Trailer zur 7. Staffel "GoT" (OmU)

Wie sicher ist die Lage für Lord Baelish. Können wir uns auf eine achte Staffel mit ihm freuen?

Eine Serie wie "Game of Thrones" braucht einen guten Drahtzieher wie Kleinfinger. Er ist nur schwer aus der Handlung wegzudenken. Ich mache mir also nicht all zu große Sorgen (lacht).

Sollte aber irgendwann einmal seine letzte Stunde schlagen, wie würden Sie Ihre Figur abdanken lassen wollen?

Still und leise. Friedlich, umgeben von seinen Freunden. Aber es gibt nicht viele Figuren in "Game of Thrones," die eines natürlichen Todes sterben (lacht). Ein Sprung ins Mondtor wäre eine interessante Art und Weise abzudanken. Aber Kleinfinger hat in seinem Leben so viel Chaos verursacht und indirekt durch seine Machenschaften Tausende Opfer auf dem Gewissen, ich wünschte mir eigentlich, dass er dafür gerade stehen muss anstatt zu sterben.

Wie würde ein Kleinfinger-Spin-off aussehen?

Ich würde gerne herausfinden, wer, wie und was Lord Baelish zu Kleinfinger verwandelt hat. Warum ein heller Junge zu einem kaltherzigen kalkulierenden Mann geworden ist. Es muss eine Zeit gegeben haben, in der er nicht so zynisch war, sondern verliebt. Denn eins ist er: verdammt charmant!

Welches Andenken hätten Sie gerne von "Game of Thrones," wenn alles vorbei ist?

Mir gefallen diese Spottdrossel-Broschen. Kleinfinger hat sie in zwei Größen: eine für sein Hemd, und eine für seinen Mantel. Die würde ich gerne erben. Ich mag kleine Dinge, wie zum Beispiel die Rabenschädel. Ich habe schon einen davon mitgehen lassen. Die Requisiteure wussten genau, dass ich der Täter war, aber es ist so einfach, sie im Ärmel verschwinden zu lassen (lacht).

Wer sollte am Ende auf dem Eisernen Thron landen?

Als Fan der Serie lasse ich mich gerne überraschen. Vielleicht besteigt am Ende ein ganz Unbekannter den Thron, aber das ist vielleicht doch zu unwahrscheinlich. Oder es ist jemand, dem wir das gar nicht zutrauen würden. Einfach nur so. Das würde mir gefallen (lacht). Ich mag Bran Stark und Arya Stark sehr gerne, und sogar Sansa Stark. Ich habe das Gefühl, dass es einer der drei schaffen könnte. Aber vielleicht gibt es am Ende gar keinen Thron mehr, denn vor lauter kleinkarierten Auseinandersetzungen wird nicht auf die wirkliche Bedrohung geachtet: dem Nachtkönig!

Haben Sie sofort die Rolle von Lord Baelish bekommen, oder haben Sie auch für andere "Game of Thrones" Rollen vorgesprochen?

Nein, von Anfang an kam für mich nur Kleinfinger in Frage. Ich wusste sofort, dass diese Rolle zu mir passt.

Warum? Sind Sie etwa so hinterhältig und manipulierend wie Ihre Figur?

(lacht) Ich hoffe nicht. Jeder Schauspieler bringt einen gewissen Grad seiner eigenen Persönlichkeit mit in eine Rolle, aber je länger ich Kleinfinger spiele, desto mehr werde ich zu ihm. Ich bin nicht mehr ganz so ehrlich, wenn ich Fragen beantworten muss. Und man kann mich nicht mehr so schnell durchschauen wie früher.

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