Tatort Beichtstuhl: Neue Krimi-Serie "Culpa"

In der vierteiligen Crime-Serie "Culpa" (ab 12. Juli, 20.15 Uhr, 13th Street) versucht ein Priester während der Beichte, blutige Verbrechen zu verhindern.

Darum geht's in "Culpa - Niemand ist ohne Schuld"

In einer Folge hat ein Polizist (Maxim Mehmet) bei einem Einsatz jemanden ermordet - und Gefallen daran gefunden. Jetzt beschleicht ihm das Gefühl, er müsse das noch einmal tun. In einer anderen Folge erfährt ein BND-Agent (Ludwig Trepte) bei einer Abhöraktion, dass der neue Freund seiner Ex, ein investigativer Journalist, ermordet werden soll. Jetzt steckt er in dem Konflikt, ob er das zulässt oder nicht. In beiden Fällen gibt es nur eine Person, mit der sie über ihre Lage reden können: mit einem Priester.

Trailer zu "Culpa" (Directors Cut)

Aus dem Beichtstuhl heraus versucht der namenlose Priester (Stipe Erceg) in vier Episoden noch nicht begangenen Verbrechen zu verhindern. Das Beichtgeheimnis zwingt ihn, die geplanten Taten für sich zu behalten - doch mit der Kraft seiner Worte versucht er immer wieder, das Schlimmste zu verhindern. Wird es dem Priester gelingen, sein Gegenüber davonabzubringen? Denn manchmal scheinen Worte nicht genug...

Die Schauspieler

Die Besetzung von "Culpa" kann sich sehen lassen.

"Culpa": Cast und Crew

Stipe Erceg als Priester

Perfekt wird der namenlose, unkonventionelle Priester von Stipe Erceg ("Der Baader Meinhof Komplex", "Honigfrauen") verkörpert. Mit sonorer Stimme und lakonischem Witz spielt er den Priester, der mit allen Weihwassern gewaschen ist. Pizzaessen oder Rauchen im Beichtstuhl? Für ihn keine Gotteslästerung. Um besonders aufreibende Beichten zu verarbeiten, geht er schon mal bowlen – im Kirchenschiff, auf geweihtem Boden. Erst nach und nach erfährt der Zuschauer mehr über sein mysteriöses Vorleben.

Alina Levshin als Eve

Alina Levshin ("Die Kriegerin") spielt die junge Eve, die versucht eine Frau aufzuspüren, die Kronzeugin in einem Mordprozess gegen ihren Vater ist und regelmäßig beichten geht. "Eve sitzt dagegen zum ersten Mal in ihrem Leben im Beichtstuhl", verrät uns Levshin im Interview am Set von "Culpa". "Genau wie ich selbst beim Dreh auch. Dieses Gefühl habe ich gut für die Rolle nutzen können." Neuland war die relativ kleine Produktion für die 32-Jährige auch in anderer Hinsicht: "Ich hatte nur wenige Drehtage, dafür aber mit sehr langen, extrem tiefsinnigen Dialogen. An so einem Projekt habe ich noch nie gearbeitet." In "Culp

Ludwig Trepte als BND-Agent

Er gehört mit 29 Jahren bereits zu den ganz Großen im deutschen Schauspiel-Geschäft: GOLDENE KAMERA-Preisträger Ludwig Trepte (2014 mit "Unser Mutter, unsere Väter"). Auch er landet mit seiner Episodenhauptrolle im Beichtstuhl. Er spielt den jungen BND-Agenten, der mit sich ringt, ob er den bevorstehenden Mord an einen Journalisten (Mehmet Kurtulus) verhindern soll oder nicht.

Mehmet Kurtulus als Journalist

Der 45-jährige Schauspieler Mehmet Kurtulus ("Kurz und schmerzlos") spielt den investigativen Journalisten, der durch einen angeblichen Informanten in einen Hinterhalt gelockt und getötet werden soll. Er ist der neue Freund der Ex-Freundin des BND-Agenten (Ludwig Trepte), der von den Mordplänen erfährt. Mehmet Kurtulus' Leben hängt also von der Entscheidung des Agenten ab. Wird er in "Culpa" überleben?

Maxim Mehmet

Maxim Mehmet entschied sich erst mit 25, Schauspieler zu werden - und trotzdem feiert er einen Erfolg nach dem anderen, so auch mit der Fortsetzungskomödie "Männerherzen". In "Culpa" spielt er in der zweiten Folge die Episodenhauptrolle als Polizist, der Spaß am Töten gefunden hat - und davon überzeugt ist, das Richtige zu tun, als er einem vermeintlichen Serienmörder Selbstjustiz verüben will.

Hintergrund

Die vierteilige Krimi-Serie "Culpa" ist ein Kammerspiel, in dem der stumme "Hauptdarsteller" ein echter Beichtstuhl ist. Schließlich spielen sich die meisten Szenen in ihm ab. Für die Produktion wurde daher ein Originalbeichtstuhl aus Süddeutschland ausfindig gemacht; nur die Seitenteile wurden neu hinzugebaut. Regisseur dieser ersten Serieneigenproduktion des Pay-TV-Senders 13th Street ist Jano Ben Chaabane, der bereits Erfolgsformate wie "Circus Halligalli" oder "Duell um die Welt" realisierte.

Die Serie punktet mit Mut und Effizienz

Mut, weil sie sich erlaubt, entgegen dem Pay-TV-Trend in abgeschlossenen Folgen zu erzählen. Und Effizienz, weil sie zeigt, dass 30-minütige Folgen keineswegs Sitcoms vorbehalten sein müssen. Auch packende Dramen lassen sich in dem Format erzählen, selbst wenn "Culpa" seine Prämisse überstrapaziert. Der Priester erlebt in vier Episoden mehr Extremsituationen als andere im gesamten Berufsleben – was auch ihm selbst auffällt: "Okay ... Mord ... schon wieder", murmelt er in Folge drei.

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