Serien-Event der Woche: "Zarah – Wilde Jahre"

Zarah Wolf (Claudia Eisinger) steht Rede und Antwort in der Talkshow "...nachgefragt!". Foto: ZDF / Georges Pauly
1973: Die engagierte Journalistin Zarah Wolf (Claudia Eisinger) kämpft für die Emanzipation der Frau und gegen die patriarchalen Strukturen eines Wochenmagazins. Foto: ZDF / Jules Esick
v.l.: Wolfgang Schaffelgerber (Jörn Hentschel), Elke Beermann (Sarina Radomski), Jenny Olsen (Svenja Jung), Rudolf Mensing (Martin Horn), Georg Hartwig (Ole Puppe), Tom Balkow (Leon Ullrich), Brigitte Jansen (Theresa Underberg), Karin Simonis (Milena Dreißig). Foto: ZDF / Georges Pauly
Chefredakteur Hans-Peter Kerckow (Torben Liebrecht, l.) lernt seine neue Stellvertreterin Zarah Wolf (Claudia Eisinger, r.) kennen. Foto: ZDF / Georges Pauly
Zarah Wolf (Claudia Eisinger, l.) wird an ihrem ersten Arbeitstag von Chefsekretärin Brigitte Jansen (Theresa Underberg, r.) begrüßt. Foto: ZDF / Georges Pauly
Zarah Wolf (Claudia Eisinger, r.) und Ulrike Körber (Magdalena Helmig, 2. v. r.) empfangen die Frauen zur Busfahrt nach Holland. Foto: ZDF / Georges Pauly
Elke Beermann (Sarina Radomski, l.) freut sich, mit der bekannten Buchautorin Zarah Wolf (Claudia Eisinger, m.) arbeiten zu dürfen, Karin Simonis (Milena Dreißig, r.) lächelt beide an. Foto: ZDF / Georges Pauly
Zarah (Claudia Eisinger, l.) und Jenny (Svenja Jung, r.) erinnern sich an ihr erstes Treffen in St. Tropez. Foto: ZDF / Georges Pauly
Olsen (Uwe Preuss, r.) will die unbequeme Zarah (Claudia Eisinger, l.) nach ihrem Alleingang in Sachen Titelbild loswerden. Foto: ZDF / Georges Pauly
Irmgard (Ellen Schlootz, m.) ist begeistert von dem Titelbild der neuen "Relevant"-Ausgabe. Foto: ZDF / Georges Pauly
Sybille (Katharina Behrens, r.) überlegt sich griffige Parolen für die Transparente, während Ulrike (Magdalena Helmig, l.) die Busfahrt organisiert. Foto: ZDF / Georges Pauly
"Frauen gemeinsam stark" - so lautet das Motto des Frauenforums, in dem Zarah Wolf (Claudia Eisinger) das Zepter in der Hand hält. Foto: ZDF / Georges Pauly
"Mein Bauch gehört mir" - Zarah Wolf (Claudia Eisinger) setzt sich gegen die Demonstranten durch. Foto: ZDF / Georges Pauly
Der Talkmaster (Guido Broscheit, 2. v. r. ) hat interessante Gäste: Zarah Wolf (Claudia Eisinger, 2. v. l.) und einen Schauspieler (Jan Georg Schütte, r.). Foto: ZDF / Georges Pauly
Claudia Eisinger sagt am neuen ZDF-Serien-Donnerstag der Männerwelt den Kampf an.

Emanzipation, Frauenrechte, eine Zeit des Aufbruchs in einem von Männer dominiertem Land – die 70er liefern genug Stoff für die spannende Journalisten-Serie "Zarah – Wilde Jahre" (21.00 Uhr, 7. September, ZDF). In sechs Folgen (donnerstags), immer nach der ebenfalls neuen Serie "Das Pubertier", kämpft Zarah Wolf (Claudia Eisinger) in einer machogetriebenen Zeitschriftenredaktion für die Frauenbewegung.

Trailer zu "Zarah - Wilde Jahre" (TV-Start: 7.9.2017)

Darum geht's in "Zarah"

Frauenfeindliche Witze, nackte Brüste und Heftbesprechungen kümmeltrinkend am Stammtisch: In der Redaktion von "Relevant", deutschlands größter Illustrierten, hat man als Frau nichts zu Lachen. Doch als der Verleger zum Wohle der weiblichen Leserschaft Zarah Wolf (Claudia Eisinger) einstellt, wendet sich das Blatt. Die berühmte Autorin will als stellvertretenden Chefredakteurin den Sexismus aus dem Heft verbannen. Ehrgeizig mach sie sich ans Werk, wird aber sofort von den männlichen Kollegen ausgebremst. Nackte Frauen müssen aufs Cover. Aber nicht mit Zarah. Hinter dem Rücken des Chefs Hans-Peter Kerckow (Torben Liebrecht) greift sie zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihre Meinung durchzusetzen.

Hintergrund

Bisher kennt man Claudia Eisinger hauptsächlich aus Kino- und TV-Filmen. Auf der großen Leinwand war sie u. a. in der Bestseller-Verfilmung "Mängelexemplar" und der Komödie "Wir sind die Neuen" neben Heiner Lauterbach zu sehen. Im "Tatort: Nachbarn" spielte sie die Mörderin. Und jetzt also eine Serienhauptrolle!

Die Serie basiert lose auf dem Leben von "Stern"-Ressortleiterin Ingrid Kolb (76), die 1977 in einer Titelgeschichte die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz anprangerte.

Claudia Eisinger zu ihrer Rolle: "Eine Serie über eine Frauenrechtlerin, eine Visionärin, eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist. Einfach eine Frau, die für die Rechte und die Freiheit der Frauen kämpft. Ein für mich total spannendes, berührendes, mir sehr nahes Thema."

GOKA-Wertung

Claudia Eisinger erstmals in einer Serienhauptrolle, die es in sich hat. Kann das funktionieren? Und ob! Zarah setzt sich schlagfertig, manchmal kokett ("Ich trage keinen BH") aber immer selbstbewusst in der Männerwelt durch. Auch wenn die Rolle bisweilen überzogen ist, so passt Claudia Eisinger mit Bravour auf das Profil. Es macht Spaß ihr beim Schlagabtausch zuzuschauen und sich in die 70er entführen zu lassen. Wenn auch nicht so bunt wie in der US-Serie "Good Girls Revolt" wird die Zeit des Aufbruchs im eher noch tristen und spießigen Deutschland spannend erzählt. Von Nixon, über die Verbrennung der BHs und freier Liebe bis hin zur RAF ist alles in der neuen Serie drin.

Muss ich sehen, weil...

...deutsche Emanzipationsgeschichte spannend ist. Und es zu wenig gute Serien über die 70er gibt.

Für Fans von...

..."Mad Men"(2007) und "Good Girls Revolt" (2015)

Diese Serien starten auch im September:

"Der junge Inspektor Morse" mit Shaun Evans (ab 3. September auf ZDFneo) – Foto: © ITV Studios
"Cleverman" mit (v.l.n.r.) Stef Dawson, Rob Collins, Hunter Page-Lochard und Iain Glen (ab 5. September auf ONE) – Foto: © Sundance TV
"Das Pubertier" mit (v.l.n.r.) Chiara Schoras, Mia Kasalo, Pasquale Aleardi und Levi Eisenblätter (ab 7. September im ZDF) – Foto: © ZDF
"Zarah - Wilde Jahre" mit Claudia Eisinger (ab 7. September im ZDF) – Foto: © ZDF
"The Deuce" mit Pernell Walker (l.), James Franco und Maggie Gyllenhaal (ab 11. September auf Sky Atlantic HD) – Foto: © HBO
"APB - Die Hightech-Cops" mit Natalie Martinez und Justin Kirk (ab 13. September auf TNT Serie) – Foto: © 20th Century Fox Television
"Damien" mit Bradley James (ab 15. September auf ProSieben FUN) – Foto: © A&E
"Rillington Place - Der Böse" mit Samantha Morton und Tim Roth (ab 19. September auf RTL Crime) – Foto: © BBC Studios
"Room 104" mit Dendrie Taylor (l.) und Sarah Hay (ab 21. September auf Sky Atlantic HD) – Foto: © HBO
"Bad Cop - kriminell gut" mit David Rott (ab 21. September auf RTL) – Foto: © RTL/Georges Pauly
"Star Trek: Discovery" mit Doug Jones, Sonequa Martin-Green und Michelle Yeoh (ab 25. September auf Netflix) – Foto: © CBS
"Unerwünscht" mit Macha Limonchik (ab 28. September auf arte) – Foto: © Attraction Images

Die "Pubertier"-Familie im Interview

Nur hinter der Kamera ein Herz und eine Seele: Die Hauptdarsteller der "Pubertier"-Serienfamilie Chiara Schoras (l.), Mia Kasalo und Pasquale Aleardi. (Foto: © ZDF)
Mia Kasalo spielt "Pubertier"-Tochter Carla Maybacher: Seit die 13-Jährige in der Pubertät steckt, ist sie gegenüber ihren Eltern auf Krawall gebürstet und interessiert sich nur noch für Shoppen, Chatten & Chillen. (Foto: © ZDF)
Mia Kasalo (13): Die gebürtige Berlinerin mit kroatischen Wurzeln stand bereits im Alter von fünf Jahren vor der Kamera und war unter anderem an der Seite von Jan Josef Liefers im ARD-Zweiteiler "Der Turm" (2012) zu sehen. Auf der diesjährigen Berlinale feierte ihr Hauptrollen-Kinodebüt im Familienfilm "Amelie rennt" (Foto) Premiere, der am 21. September in den deutschen Kinos startet. Foto: © SWR
Pasquale Aleardi spielt "Pubertier"-Vater Jan Maybacher: Der als Kolumnenschreiber tätige Familienvater hat zwar manchmal auch mit Sohnemann Nick (Levi Eisenblätter) kleinere Schwierigkeiten, doch die Konflikte mit seiner Tochter-Furie Carla lösen bei ihm regelrecht Angstvisionen aus. (Foto: © ZDF)
Pasquale Aleardi (46) dürfte den meisten als "Kommissar Dupin" (Foto) bekannt sein, den er seit 2014 verkörpert. Der gebürtige Schweizer griechisch-italienischer Abstammung wechselte vom Theater zum Film und hinterließ unter anderem im internationalen Blockbuster "Resident Evil" (2002) und in der Brecht-Adaption "Baal" (2004) Eindruck. Für die TV-Romanze "Für Emma und ewig" (2017) steuerte der begeisterte Musiker auch den Titelsong bei. (Foto: © ARD Degeto)
Chiara Schoras spielt "Pubertier"-Mutter Sara Maybacher: Die Sozialarbeiterin ist die gute Seele und ruhende Kraft der Chaos-Familie – bis sie ein drittes Mal schwanger wird und damit nicht nur Teenie-Tochter Carla, sondern die gesamte Sippe vor den Kopf stößt. (Foto: © ZDF)
Chiara Schoras (41) wurde in Elmshorn geboren, wuchs aber bei der italienischen Verwandtschaft in Rom auf, wo sie am "Centro di Danza Balletto" Tanz, Gesang und Schauspiel studierte. Der schauspielerische Durchbruch gelang ihr mit dem Kinoerfolg "Vaya con Dios" (2002), auf den unter anderem Hauptrollen in der Krimiserie "Countdown - Die Jagd beginnt" (2010-2012) oder "Die Mütter-Mafia" (2014) folgten. Seit 2015 spielt sie in der ARD-Reihe "Der Bozen-Krimi" Commissaria Sonja Schwarz (Foto). Ihr 5. Fall "Falsches Spiel" wird 2018 zu sehen sein. (Foto: © ARD Degeto)
Ab dem 7. September bricht im ZDF der Teenie-Terror aus! Wir haben mit Chiara Schoras, Pasquale Aleardi und Newcomerin Mia Kasalo über die Serienadaption des Bestsellers "Das Pubertier" und die eigene Pubertät gesprochen.
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