2. Staffel "The Man in the High Castle": Berlin nach einem Nazisieg

Was wir bereits wissen
Die 2. Staffel der Amazon-Serie "The Man in the High Castle" zeigt das 60er-Jahre-Berlin im Nazi-Reich.

Was wäre, wenn die Alliierten den Zweiten Weltkrieg verloren hätten? Diese unheimliche Frage beleuchtet die dystopische Amazon-Serie "The Man in the High Castle" nach Philip K. Dicks Roman "Das Orakel vom Berge". Darin haben Deutschland und Japan die USA unter sich aufgeteilt.

Was in Staffel 1 geschah

Was in der 1. Staffel "The Man in the High Castle"

Jetzt startet die zweite Staffel mit zehn neuen Folgen (die englische Fassung gibt es ab sofort bei Amazon Prime Video, die deutsche ab 13. Januar), einigen Antworten und spannenden neuen Schauplätzen.

Trailer zur 2. Staffel "The Man in the High Castle"

Darum geht's in Staffel 2

Schon in der ersten neuen Episode wird die Identität des mysteriösen Mannes im hohen Schloss enthüllt, der die Widerstandsbewegung anführt. Seine rätselhaften Filme stellen eine andere Welt dar und lassen einige Menschen die Realität in Frage stellen.

Und während die erste Staffel vor allem im von Japan kontrollierten San Francisco der 60er Jahre spielte, führt das Schicksal die bekannten Charaktere nun nach New York, das in der deutschen Zone liegt – und in die Hauptstadt des Nazi-Reichs: Berlin.

Rupert Evans über den Dreh der 2. Staffel

"Berlin sieht in unserer Welt anders aus – Sie werden die Wahrzeichen der Stadt wiedererkennen, aber mit einem Twist. Dazu prägt die Stadt ein anderes Transportsystem, eine Hochbahn", sagt der Brite Rupert Evans ("Hellboy") zu GOLDENE KAMERA über das durch CGI-Spezialisten erschaffene Hauptstadt-Panorama.

Rupert Evans im Interview

Evans spielt Frank Frink, der sich radikalisiert und einer Widerstandszelle anschließt, nachdem er in einem der Filme gesehen hat, wie er vom mutmaßlichen Nazi-Agenten Joe Blake (Luke Kleintank) hingerichtet wird. "Mich hat die Frage gereizt, die die Serie bei jedem Zuschauer aufwirft: Wie würdest du dich in dieser Welt verhalten? Ich selbst bin nicht die mutigste Person und hätte wohl den Kopf eingezogen. Die Figur, die ich spiele, handelt erst genauso. In den neuen Folgen verändert sich Frank jedoch drastisch, was mir an der Rolle gefällt".

Gefilmt wird die Serie in Vancouver, pro Staffel jeweils fünf Monate am Stück. "Wir drehen chronologisch und warten immer neugierig auf das Skript der nächsten Folge. Wir wissen also selber nicht, welche Richtung die Handlung einschlagen wird", sagt der 39-jährige Schauspieler, der in London lebt.

"The Man in the High Castle" erhielt bereits einige Emmys, ging bei den Nominierungen der diesjährigen Golden Globes allerdings leer aus: "Die Serie ist anders und anspruchsvoll, sie braucht Zeit, bis sie bei den Menschen ankommt", meint Rupert Evans. "Ich hoffe, sie wird nach und nach immer größere Erfolge erzielen. Und es gibt momentan einfach sehr viel gutes Fernsehen. Ich glaube, manch einer wird dankbar sein, wenn 'Game of Thrones' endet", sagt er und lacht.

Text: Dirk Oetjen

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