Serien-Event der Woche: "Star Trek: Discovery"

Ab dem 25. September kann auf Netflix die sechste Realfilm-Serie aus dem "Star Trek"-Universum in Augenschein genommen werden. Wir verraten, ob sich die intergalaktische Reise lohnt.

Über 10 Jahre ist es her, seit die letzte Episode von "Star Trek: Enterprise" ausgestrahlt wurde. Während danach im Kino von Erfolgsproduzent J.J. Abrams zuletzt mit "Star Trek: Beyond" ein profitables Reboot lanciert wurde, breitete sich im Ursprungsmedium der Science-Fiction-Saga Weltraumstille aus. Bis Serienprofi Bryan Fuller ("Hannibal") 2015 mit der Entwicklung einer neuen Serie beauftragt wurde.

Hintergrund

"Star Trek: Discovery" sollte dabei 10 Jahre vor den Abenteuern der originalen "Raumschiff Enterprise"-Reihe mit Captain Kirk angesiedelt sein und den Ausbruch des Konflikts mit den Klingonen thematisieren. Da sich Fuller mit seiner Idee einer episodenübergreifenden Geschichte nicht durchsetzen konnte, verließ er Ende 2016 die Produktion. Doch zumindest in den ersten beiden Episoden, die zum Serienstart am 25. September auf Netflix zum Streamen bereitstehen (die weiteren Episoden der 15-teiligen Reihe werden immer montags hinzugefügt) ist Fullers Handschrift noch deutlich erkennbar.

Darum geht's in "Star Trek: Discovery"

Im Zentrum von "Star Trek: Discovery" steht Michael Burnham (Sonequa Martin-Green), die als Erster Offizier auf der USS Shenzou unter Captain Georgiou (Michelle Yeoh) dient und auf wissenschaftlicher Mission die Außengrenzen der Förderation bereist. Gleichzeitig versucht jedoch der selbsternannte Klingonen-Messias T'Kuvma (Chris Obi), verfeindeten 24 Stammeshäuser des Kriegervolks zu vereinen und provoziert eine Konfrontation mit der USS Shenzou. Während der übervorsichtige Wissenschaftsoffizier Saru (Doug Jones) für einen Rückzug plädiert, versucht Burnham ihren Captain vergeblich davon zu überzeugen, dass bei den Klingonen Angriff die beste Verteidigung ist...

Trailer zu "Star Trek: Discovery" (VoD-Start: 25.9.2017)

GOKA-Kritik zu "Star Trek: Discovery"

Auch wenn es mit Episode 3, in der Burnham auf die titelgebende USS Discovery von Captain Lorca (Jason Isaacs) versetzt wird, weniger opulent zugehen dürfte, macht der Auftakt zu "Star Trek: Discovery" Lust auf mehr. Vor allem die Sci-Fi-Schauwerte der ersten Episode erreichen beeindruckende Kinofilmreife. Vor dieser spektakulären Kulisse liefert Sonequa Martin-Green ("The Walking Dead") eine begeisternde Performance ab.

Als menschliches Ziehkind des vulkanischen Botschafters und Spock-Vaters Sarek (James Frain) ist ihre Rolle zwischen emotionsloser Logik und aufbrausendem Temperament hin und her gerissen – eine innerliche Zerreißprobe, die Martin-Green schauspielerisch spürbar macht und damit der "Star Trek"-Serienwelt nach langer Durststrecke endlich wieder einen Helden mit Ecken und Kanten beschert.

GOKA-Wertung

Muss ich sehen, weil...
...weil "Star Trek: Discovery" wieder Lust auf Sci-Fi im Fernsehen macht und Hauptdarstellerin Sonequa Martin-Green gekonnt auf William Shatners mitreißenden Schauspielspuren wandelt.

Für Fans von...
..."Star Trek: Deep Space Nine" (1993-1999) und "Battlestar Galactica" (2004-2009)

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