Was macht eigentlich... Louis Klamroth?

Fußball im Herzen: Louis Klamroth (27), GOLDENE KAMERA-Nachwuchspreisträger 2004
Foto: © Clemens Bilan/Getty Images
Was wir bereits wissen
Auf dem Weg zur GOLDENEN KAMERA 2017 fragen wir nach, wie es den einstigen Gewinnern unserer Nachwuchspreis-Kategorie so ergangen ist. Heute im Fokus: Louis Klamroth

In der langen Geschichte der GOLDENEN KAMERA nimmt Louis Klamroth eine Sonderstellung ein. Denn mit gerade mal 14 Jahren war und ist der Sohn des Schauspielers Peter Lohmeyer der jüngste Nachwuchspreisgewinner der seit 1989 fest installierten Kategorie. In Sönke Wortmanns Fußball-Märchen "Das Wunder von Bern" hatte sich der damalige Knirps an der Seite seines Vaters in die Herzen der Nation und unserer Jury gespielt. Zur Belohnung bekam der Jugendspieler des Traditionsvereins Altona 93 und eingeschworene Schalke-Fan 2004 seine GOLDENE KAMERA vom damaligen Nationalspieler und späteren S04-Stürmer Kevin Kurányi überreicht.

Louis Klamroth sticht aber auch deswegen aus der Nachwuchspreishistorie hervor, weil er den Gewinn der GOLDENEN KAMERA nicht als Sprungbrett für eine Schauspielkarriere nutzte. Zwar stand der heute 27-Jährige noch einmal 2010 für die Schlager-Tragikomödie "Schenk mir Dein Herz" zusammen mit seinem Vater vor der Kamera. Nach dem Abitur ging der gebürtige Hamburger aber ins Ausland und arbeitete in Guatemala und Anfang 2010 nach der Erdbebenkatastrophe auf Haiti für die SOS-Kinderdörfer. Im gleichen Jahr begann Klamroth, in Amsterdam Internationale Politik zu studieren und machte 2015 seinen Politikwissenschaft-Master an der London School of Economics. So ganz vom Rampenlicht verabschiedet hat sich der einstige Kinderstar aber nicht. So nahm er 2012 als Sprecher u. a. das Hörspiel "Beat, Beat, Beat!" zum 50-jährigen Jubiläum des Hamburger Starclubs auf, ist als Moderator aktiv und hat ganz aktuell mit "Klamroths Konter" auf n-tv ein eigenes Interview-Format mit namhaften Gästen aus der Politik am Start.

8 Fragen an Louis Klamroth

Die 15 spannendsten deutschen Schauspielerinnen unter 30

Schwestern unseres U30-Clubs: Emre Gizem, GOKA-Nachwuchspreisträgerin Emilia Schüle und Jella Haase © Matthias Nareyek, Andreas Rentz, Vittorio Zunino Celotto/Getty Images
Alicia von Rittberg (22): Seit ihrem mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Durchbruch im TV-Drama "Und alle haben geschwiegen" (2012) steht die Münchenerin auch für internationale Kinofilme wie Brad Pitts "Herz aus Stahl" (2014) oder die John le Carré-Verfilmung "Verräter wie wir" vor der Kamera. 2017 wird von Rittberg in der Romanadaption "Jugend ohne Gott", der ARD-Miniserie "Charité" und der US-Serie "Genius" zu sehen sein. © Andreas Rentz/Getty Images for Meissen Couture
Emilia Schüle (23): Die Nachwuchspreisgewinnerin der GOLDENEN KAMERA 2014 machte erstmals in den "Freche Mädchen"-Erfolgen auf sich aufmerksam und überzeugte zuletzt im ZDF-Dreiteiler "Ku’damm 56" und mit Kino-Hauptrollen in "Boy 7" und "LenaLove". 2017 wird Schüle u. a. in der Romanadaption "Jugend ohne Gott", der Komödie "High Society", dem Roadmovie "Simple" und der geplanten Fortsetzung "Ku’damm 59" zu sehen sein. © Andreas Rentz/Getty Images for P&C and Fashion ID
Emre Gizem (21): Die Berlinerin erlangte als Problemschülerin Zeynep in den "Fack ju Göhte"-Blockbustern bundesweite Bekanntheit. Seit 2014 gehört sie außerdem zum "Alarm für Cobra 11"-Ensemble und spielte in der fünften "Homeland"-Staffel mit. 2017 wird Emre in der Gesellschaftssatire "High Society", den TV-Komödien "Dimitrios Schulze" und "Zaun an Zaun" sowie der Tragikomödie "Why" zu sehen sein. © Matthias Nareyek/Getty Images
Henriette Confurius (25): Nach zahlreichen Nebenrollen in Film und Fernsehen wurde der Berlinerin mit holländischer Mutter für ihre Leistung im ZDF-Dreiteiler "Tannbach – Schicksal eines Dorfes" 2015 die verdiente Anerkennung zuteil, die ihr in diesem Jahr u. a. die Hauptrolle im Märchenklassiker-Reboot "Das kalte Herz" einbrachte. 2017 wird Confurius in der Nachkriegsserien-Fortsetzung "Tannbach II" zu sehen sein. © picture alliance/Geisler-Fotopress
Janina Fautz (21): Von der "Tigerenten Club"-Reporterin zur gefragten Darstellerin in Jugendserien wie "Allein gegen die Zeit", Kinofilmen wie "Wir Monster" (2015) oder Mini-Serien wie zuletzt "Morgen hör ich auf". 2017 wird Fautz im Familiendrama "1000 Arten, den Regen zu beschreiben", der ZDF-Produktion "Die Vergeltung", der Sönke-Wortmann-Komödie "Sommerfest" und dem Thiel- & Börne-"Tatort: Klappe zu, Affe tot" zu sehen sein. © picture alliance/E54
Jella Haase (24): Auch wenn der Shooting Star der diesjährigen Berlinale den meisten als Prollmieze Chantal in den "Fack ju Göhte"-Blockbustern bekannt sein dürfte, gelang ihr der Durchbruch bereits 2011 mit den Jugenddramen "Kriegerin" und "Lollipop Monster", für die Haase den Bayerischen Filmpreis bekam. 2017 wird die Berlinerin im TV-Drama "Das Leben danach" und der Flüchtlingsutopie "Nowhere" zu sehen sein. © Vittorio Zunino Celotto/Getty Images
Liv Lisa Fries (26): Seit ihrem Debüt in der "Schimanski"-Folge "Tod in der Siedlung" (2006) sammelt die Berlinerin Auszeichnungen: U. a. gab es 2012 den GOLDENE KAMERA-Nachwuchspreis für das Jugenddrama "Sie hat es verdient" und 2014 den Max-Ophüls-Preis für das Sterbehilfe-Drama "Und morgen bin ich tot". 2017 wird Fries im Kommunenfilm "Rakete Perelman" und Tom Tykwers 20er-Jahre-Serienmegaprojekt "Babylon Berlin" zu sehen sein. © John Phillips/Getty Images for BFI
Mala Emde (20): Ihr Œvre ist zwar noch überschaubar, dafür bekam die gebürtige Frankfurterin gleich für ihre ersten Hauptrolle den Bayerischen Fernsehpreis verliehen: 2015 glänzte sie im Doku-Drama "Meine Tochter Anne Frank" als kindliche Ikone des Widerstands. 2017 wird Emde im Roadmovie "303" und dem TV-Historienepos "Katharina Luther" zu sehen sein. © Clemens Bilan/Getty Images for MADELEINE
Maria Ehrich (23): Die Nachwuchspreisgewinnerin der GOLDENEN KAMERA 2015 ist vor allem als Star der "Rubinrot"-Saga bekannt, hinterließ aber auch in historischen Fernsehprojekten wie "Die Frau vom Checkpoint Charlie" (2007), "Das Adlon. Eine Familiensaga" (2013) und zuletzt "Ku’damm 56" Eindruck. 2017 wird Ehrich im TV-Historiendrama "Die Glasbläserin" und der geplanten Fortsetzung "Ku’damm 59" zu sehen sein. © Florian Ebener/Getty Images
Maria-Victoria Dragus (22): Der in Rumänien geborene Spross einer Künstlerfamilie sorgte erstmals in Michael Hanekes "Das weiße Band" für Aufsehen und bekam dafür 2010 den Deutschen Filmpreis verliehen. Dragus, die auch regelmäßig in ihrer rumänischen Heimat dreht wie den diesjährigen Cannes-Wettbewerbsbeitrag "Bacalaureat", wird 2017 im Historiendrama "Licht" und Nico Hofmanns ARD-Produktion "Kalte Wasser" zu sehen sein. © Andreas Rentz/Getty Images
Michelle Barthel (23): Der Durchbruch gelang der in Remscheid geborenen Wahlberlinerin mit dem Sozialdrama "Keine Angst", für das sie 2011 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Die gefragte Darstellerin stand zuletzt für die ZDFneo-Serie "Tempel" vor der Kamera, die am 29. November startet. 2017 wird Barthel im Kurzfilm "Der Opa wohnt jetzt im Himmel" und der TV-Komödie "Wenn Frauen ausziehen" zu sehen sein. © picture alliance/BREUEL-BILD
Paula Beer (21): Gleich für ihr Debüt im Historiendrama "Poll" bekam die gebürtige Mainzerin 2011 den Bayerischen Filmpreis verliehen. Danach folgten handverlesene Kinoparts – zuletzt in Francois Ozons Weltkriegsdrama "Frantz", für das sie beim diesjährigen Filmfestival von Venedig den Nachwuchsdarstellerpreis gewann. 2017 wird Beer in Florian Henckel von Donnersmarks Thriller "Werk ohne Autor" und der ZDF-Thrillerserie „Credo“ zu sehen sein. © John Phillips/Getty Images for BFI
Ruby O. Fee (20): Der Durchbruch gelang der auf Costa Rica geborenen Berlinerin 2013 mit der Romanadaption "Die schwarzen Brüder" und der Episoden-Hauptrolle im "Tatort: Happy Birthday, Sarah", für die sie u. a. den Günter-Strack-Fernsehpreis erhielt. 2017 wird der Star aus "Das Geheimnis der Hebamme" u. a. in dem Weltkriegsdrama "Die Unsichtbaren", dem Erpresserkrimi "Zazy" und dem TV-Event "Die Ketzerbraut" zu sehen sein. © Clemens Bilan/Getty Images
Sonja Gerhardt (27): 10 Jahre nach ihrem Debüt in der Telenovela "Schmetterlinge im Bauch" startete Gerhardt in diesem Jahr richtig durch: Nach der Erfolgsserie "Deutschland 83" und dem ZDF-Dreiteiler "Ku’damm 56" stand sie für den Sat.1-Thriller "Jack the Ripper" vor der Kamera, der am 29. November ausgestrahlt wird. 2017 wird die Berlinerin im ZDF-Dreiteiler "Honigfrauen" und der geplanten Fortsetzung "Ku’damm 59" zu sehen sein. © Matthias Nareyek/Getty Images
Svenja Jung (23): Nach ihrem Schauspieleinstieg in der RTL-Telenovela "Unter uns" (2014) startete die Rheinland-Pfälzerin 2016 richtig im Kino durch und legte in "Verrückt nach Fixi", "Die Mitte der Welt" und vor allem mit ihrem Hauptrollendebüt in der Skandalbiografie-Adaption "Fucking Berlin" herausragende Auftritte hin. 2017 wird Jung als neue Schurkin in der Fantasy-Serie "Armans Geheimnis" und in der Bestsellerverfilmung "Ostfriesenkiller" zu sehen sein. © picture alliance/Sven Simon
Gestatten: Die junge Schauspielgarde der deutschen Film- und Fernsehunterhaltung. Wir stellen 15 junge Frauen vor, auf deren neue Projekte man besonders gespannt sein darf.
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