Letzter "Tatort" aus Konstanz - Gelingt ein würdiger Abschluss?

Was wir bereits wissen
Im "Tatort: Wofür es sich zu leben lohnt" (4. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste) gibt der mysteriöse Tod eines Politikers Rätsel auf.

Bereits vor zwei Jahren wurde das Aus für den "Tatort" aus Konstanz bekannt gegeben, jetzt ist es so weit: Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) ermitteln zum letzten Mal am Bodensee. Seit 2002 war Eva Mattes dort im Einsatz, Kollege Bezzel kam 2004 dazu. Die bislang 30 Folgen waren oft erfolgreich, aber häufig auch umstritten. Viele Fans fanden sie zu behäbig und zu spannungsarm erzählt. Gelingt mit dem 31. Fall ein würdiger Abschluss?

Was passiert im "Tatort: Wofür es sich zu leben lohnt"?

Am schweizerischen Ufer des Bodensees wird eine männliche Leiche in einem mit Blumen, Obst und Kerzen geschmückten Boot entdeckt. Kommissar Matteo Lüthi (Roland Koch) erkennt den Toten sofort: Es ist der bekannte deutsche rechtsextreme Politiker Josef Krist (Thomas Loibl).

Die Kommissare Klara Blum und Kai Perlmann werden eingeschaltet. Weil auf dem Boot Blütenspuren einer seltenen Alpenblume gefunden wurden, sucht Blum einige Gärtnereien auf. Dabei stößt sie auch auf einen längst geschlossenen Betrieb mit dazugehöriger Villa, in der drei skurrile Seniorinnen leben. Die Kommissarin fühlt sich bei den ungewöhnlichen Damen äußerst wohl und wird in der WG fast zum Dauergast.

Wer ist dabei?

Die drei älteren Damen werden von Hanna Schygulla, Margit Carstensen und Irm Hermann gespielt. Wie Eva Mattes gehörten sie zum Kreis um den legendären Regisseur Rainer Werner Fassbinder (1945 – 1982), sie traten aber nie zuvor gemeinsam in einer Szene auf.

Auch in weiteren Nebenrollen sind bekannte Gesichter zu sehen: Matthias Habich spielt einen Unternehmer, Julia Jäger die Frau des Toten aus dem Boot.

Was ist das Besondere an diesem "Tatort"?

Am Anfang der Drehbuchentwicklung stand nur die Idee, dass die vier Fassbinder-Diven gemeinsam spielen sollten. Die gesamte Geschichte wurde um diesen Einfall herum geschrieben. Autor Sathyan Ramesh war von den Darstellerinnen begeistert: "Wenn man in einem Raum mit ihnen ist, werden sie einerseits zu überlebensgroßen Idolen und andererseits zu bezaubernden jungen Damen, denen man unbedingt gefallen möchte."

Wertung

Visuell überzeugend und überraschend modern mit vielen interessanten Figuren, Filmzitaten sowie einem gelungenem Einsatz der Musik. Allerdings wirkt die Geschichte durch diverse Nebenstränge überfrachtet. Am Ende wird leider zu viel Verständnis für das Mordmotiv aufgebracht.

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