Neue Fälle, neue Köpfe: So aufregend wird das "Tatort"-Jahr 2017

Am Set vom "Tatort: Babbeldasch": Regisseur Axel Ranisch, links, mit Ulrike Folkerts und Peter Espeloer.
Drehstart für den Lena-Odenthal-Tatort "Babbeldasch" in Ludwigshafen: Regisseur Axel Ranisch (vorne kniend) mit den Darstellern Marie-Luise Mott (vorne links), AndréAssanoff (ganz rechts), Peter Espeloer (2.v.r.) und Ulrike Folkerts (hinten Mitte), Kameramann Stefan Sommer (hinten links) und Schauspielcoach Peter Trabner (2.v.l.) sowie den in der Filmhandlung tödlichen Croissants.
Neuer "Tatort" des SWR: Eva Löbau als Hauptkommissarin Franziska Tobler, Hans-Jochen Wagner als Hauptkommissar Friedemann Berg und Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer, den Harald Schmidt verkörpern wird.
Neuer Tatort des SWR: Harald Schmidt spielt Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer.
Das Schauspieler-Ensemble des dritten Fanken-Tatorts "Am Ende geht man nackt" (v.l.): Matthias Egersdörfer, Dayan Kodua, Dagmar Manzel, Fabian Hinrichs, Eli Wasserscheid, Andreas Leopold Schadt und Till Wonka. Vorne: Yasin El Harrouk und Mohamed Issa
"Tatort: Böser Boden" mit (v.l.) Wotan Wilke Möhring (Thorsten Falke), Kameramann Oliver Maximilian Kraus, Regisseurin Sabine Bernardi und Franziska Weisz (Julia Grosz).
Nora Tschirner und Christian Ulmen ermitteln als Kriminalkommissare Dorn und Lessing in Weimar. © MDR/Guido Werner
Alwara Höfels, Karin Hanczewski und Martin Brambach ermitteln in der Social Media Szene im "Tatort: Level X".
Alwara Höfels als Kommissarin Henni Sieland, Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel und Karin Hanczewski als Komissarin Karin Gorniak (v.l.) ermitteln im "Tatort: Level X".
Was wir bereits wissen
2017 stehen spannende "Tatort"-Folgen an – mit originellen Fällen, speziellen Herausforderungen für die Ermittler und mit zahlreichen prominenten Namen vor und hinter der Kamera.

Die neuen "Tatorte" 2017

Nach dem Abschied von Eva Mattes im "Tatort: Wofür es sich zu leben lohnt" wird für den SWR ab 2017 das neue Team aus Hans-Jochen Wagner und Eva Löbau in und um Freiburg im Breisgau ermitteln. Als deren vorgesetzter Kriminaloberrat gibt sich der ehemalige Starmoderator Harald Schmidt die Ehre. Der Dreh zur ersten Folge soll im Frühjahr beginnen.

Mit Spannung erwartet werden darf auch die nächste Ludwigshafener Folge "Babbeldasch": Der Krimi ist weitgehend improvisiert, kommt ohne ein ausformuliertes Drehbuch aus. Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal spielt an der Seite von Laiendarstellern eines Amateurtheaters, die auf ihren "Tatort"-Auftritt in mehreren Workshops vorbereitet wurden. Das Ergebnis bezeichnet Regisseur Axel Ranisch als "Kriminaloperette ohne Gesang". Zu bestaunen ist diese im Februar.

Wesentlich düsterer wird es bei den Kieler Kollegen Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) zugehen: In "Borowski und das dunkle Netz" ermitteln die Kommissare in den Abgründen des Darknet – und zwar unter der Regie von David Wnendt, der 2015 im Kino mit der Hitler-Satire "Er ist wieder da" Furore machte. Mit dem Krimi gibt Wnendt sein TV-Debüt.

Ebenfalls in die digitale Welt, nämlich in den Kosmos von Youtubern und Internetstars, tauchen die Dresdner Ermittlerinnen Sieland und Gorniak ein. Ihr dritter "Tatort" mit dem Titel "Level X" wird 2017 im Rahmen der ARD-Themenwoche "Woran glaubst du?" ausgestrahlt.

Einen ähnlich aktuellen Bezug beansprucht ein neuer Fall aus Franken: Die Folge "Am Ende geht man nackt" dreht sich um einen Anschlag auf eine Bamberger Flüchtlingsunterkunft.

Weiter geht es auch in Weimar: Dort stehen derzeit Nora Tschirner und Christian Ulmen als streitbares Ermittlerpaar Lessing und Dorn vor der Kamera. Die Folge hat noch keinen Titel, aber das Duo soll künftig sogar zweimal pro Jahr im Einsatz sein.

Promis in den "Tatorten"

Unter den Millionen "Tatort"-Fans sind bekanntermaßen viele Prominente, darunter auch Starregisseur Fatih Akin ("Tschick"). Der verkündete kürzlich, dass er selbst gern zwei "Tatort"-Folgen inszenieren würde – eine mit Sibel Kekilli und eine mit Til Schweiger. Letzteres könnte allerdings ein wenig dauern: Da Schweiger 2016 bereits zwei Folgen absolviert hat – statt des vertraglich vereinbarten einen Krimis pro Jahr –, wird er pausieren, bis sein Kino-"Tatort" 2017 dann auch im Ersten gezeigt wurde. Die Verträge für drei weitere Folgen mit dem brachialsten "Tatort"-Polizisten sind bereits unter Dach und Fach.

Die neuen Regisseure

Aber es gibt ja im Norden noch weitere "Tatort"-Ermittler, und die sind grade fleißig am Drehen: Jubiläumskommissarin Maria Furtwängler steht bereits für die nächste Folge "Der Fall Holdt" vor der Kamera. Auf dem Regiestuhl hat Anne Zohra Berrached Platz genommen, die auf der diesjährigen Berlinale mit ihrem Film "24 Wochen" auch international Aufsehen erregte.

Mit einer anderen renommierten Regisseurin (und mit seiner neuen Partnerin Franziska Weisz) dreht Wotan Wilke Möhring einen neuen Hamburger Fall: Die Episode "Böser Boden" inszeniert Grimme-Preisträgerin Sabine Bernardi ("Club der roten Bänder").

Gründe genug, um sich als Zuschauer auf ein munteres Krimijahr 2017 zu freuen – mit vielen neuen Glanzlichtern dieses offenbar unerschöpflichen Genres.

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