Der 100-Jährige, der die GOLDENE KAMERA bekam

Was wir bereits wissen
Kirk Douglas feiert am 9. Dezember seinen 100. Geburtstag. Wir gratulieren unserem Preisträger.

1988: Die GOLDENE KAMERA in der Kategorie "Lebenswerk International" geht an Hollywoodstar Kirk Douglas. Er betritt die Bühne und hält eine witzige Rede auf deutsch. Er spricht von Berlin und alten Erinnerungen: "Meine Frau und ich gingen auf dem Ku’damm spazieren und suchten nach der Würstchenbude, die uns vor 20 Jahren so gefallen hatte. Schade, sie war nicht mehr da. Aber wir fanden eine andere - es schmeckte genauso gut wie damals." Ovationen für den Star aus Kalifornien. Anne, seine Frau, gab Nachhilfe bei der Rede, sie stammt aus Hannover.

GOLDENE KAMERA 1988: Kirk Douglas' Rede

Er beherrscht den großen Auftritt. Er ist eine Hollywoodlegende, ein herrlicher Leinwand-Macho und eine Westernlegende. Der Sohn russischer Einwanderer kämpft sich aus armen Verhältnissen bis ganz nach Oben. Mit "Die seltsame Liebe der Martha Ivers" (1946) beginnt die Hollywoodkarriere des rebellischen Schauspielers.

"Die seltsame Liebe der Martha Ivers" (OV)

1955 gründet er seine eigene Produktionsfirma, um nicht von den großen Studios abhängig zu sein. Er finanziert Filme wie Stanley Kubricks "Wege zum Ruhm" (1957), eine Abrechnung mit den Machtstrukturen des Militärs. Auch für sein Historienepos "Spartacus"(11. Dezember, 1.30 Uhr, ZDF) arbeitet er mit Regisseur Stanley Kubrick zusammen.

"Wege zum Ruhm" (1957)

Die Rolle des wilden Schurken, wie in "Die Wikinger" (18. Dezember, 20.15 Uhr, Arte), liegt ihm genauso wie die des Frauenhelds. "Der schnellste Weg zum Jenseits" (8. Dezember, 23.30 Uhr, 3sat) zeigt Kirk Douglas als Mann, der für die Unschuld der schönen Rena Westabroo (Sylva Koscina) kämpft. Großartig ist er auch in Rollen des einsamen Kämpfers, wie in "Einsam sind die Tapferen" (19. Dezember, 21.40 Uhr, Arte).

"Einsam sind die Tapferen" (1962)

Als Wyatt Earp fordert er Genugtuung in "Zwei rechnen ab" (9. Dezember, 22.35 Uhr, 3sat). Und als Sheriff Matt Morgan schwört er in "Der letzte Zug von Gun Hill" (8. Dezember, 22.00 Uhr, 3sat) blutige Rache an die Mörder seiner indianischen Frau.

"Der letzte Zug von Gun Hill" (1959)

Insgesamt spielte Kirk Douglas in mehr als 80 Filmen mit. Drei Mal wurde er für den Oscar nominiert: für die Rolle des rücksichtslos-ehrgeizigen Boxers in "Zwischen Frauen und Seilen" (1949), für den machtbesessenen Filmproduzenten in "Stadt der Illusionen" (1953) und für sein eindrucksvolles Künstlerporträt "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft" (1956). Doch erst 1996 wird ihm der Ehren-Oscar für sein Lebenswerk überreicht. Eine würdige Auszeichnung für eine herausragende Karriere als Schauspieler.

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