"Tatort: Schock": Eisner und Fellner müssen einen Doppelmord verhindern

Im Wiener "Tatort: Schock" ( 22. Januar, 20.15 Uhr, Das Erste) droht ein junger Mann damit, erst seine Eltern und dann sich selbst umzubringen.

Bei ihrem letzten Fall ("Die Kunst des Krieges") bekamen es Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) noch mit den Zuständen im Wiener Rotlichtmilieu zu tun. Diesmal steht gleich die gesamte Gesellschaft auf dem Prüfstand: Wird der jungen Generation heute zu viel abverlangt? Welche Folgen haben Konkurrenz und Leistungsdruck?

Was passiert im "Tatort: Schock"?

In einem Internetvideo verkündet ein junger Mann namens David Frank (Aaron Karl), dass er seine Eltern als Geiseln genommen habe. Er werde erst sie, dann sich selbst töten und vorher eine Begründung für diese Tat in weiteren Clips liefern. Wie sich herausstellt, sind seine Eltern tatsächlich spurlos verschwunden. Moritz Eisner und Bibi Fellner übernehmen die Leitung einer Sondereinheit.

Einer der ersten per Internet verbreiteten Hinweise von David Frank führt zur von ihm geschätzten Soziologin Sarah Adler (Mercedes Echerer). Sie kritisiert in ihren Büchern die mangelnden Perspektiven für Jugendliche bei gleichzeitigem Leistungsdruck. Die Gesellschaft bringe kaputte Individuen hervor. Später gerät eine Gruppe politischer Aktivisten unter Verdacht, die Geiselnahme mitorganisiert zu haben. Eines ihrer Mitglieder ist Sami (Mehmet Sözer), der Freund von Eisners Tochter Claudia (Tanja Raunig).

Wer ist dabei?

Den Geiselnehmer spielt der 26-jährige Österreicher Aaron Karl. Er ist der Sohn des Schauspielers Fritz Karl und war schon in vielen Serien und Filmen zu sehen. Als Soziologin ist Mercedes Echerer dabei. Neben ihren Auftritten in TV- und Kinofilmen setzt sie sich mit verschiedenen Initiativen für die Rechte von Kulturschaffenden ein.

Was ist das Besondere an diesem "Tatort"?

Die Ermittler müssen diesmal keinen Mord aufklären, sondern einen Doppelmord verhindern. Die Geschichte schrieb Rupert Henning, der auch Regie führte. Es ist sein zweiter "Tatort". Sein Debüt gab er mit der Folge "Grenzfall", die im März 2015 lief. Mit 9,59 Millionen Zuschauern holte sie die höchste Zuschauerzahl für einen Wiener "Tatort" seit 1993. Verständlich, dass er noch einen machen durfte.

Wertung

Der spannend erzählte Kriminalfall wird gekonnt mit einer fundierten Betrachtung der Leistungsgesellschaft verknüpft. Vieles regt zum Nachdenken an. Stellenweise wirkt diese Episode aber überambitioniert, einige Dialoge sind zu gestelzt und pathetisch geraten.

Wie gut kennen Sie Eisner, Fellner & Co.?

Testen Sie Ihr Wissen mit unseren 7 Fragen zum "Tatort" Wien.

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Text: Sven Sakowitz

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