"Tatort: Tanzmariechen": Mörderischer Karneval

In der Jeckenhochburg Köln wird die Trainerin von Funkenmariechen brutal erschlagen.

Kölle alaaf! Am 27. Februar steht mit dem Rosenmontagszug der karnevalistische Höhepunkt in Köln an. Zeitlich dazu passend beschäftigen sich die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) bei ihrem neuen "Tatort: Tanzmariechen" (19. Februar, 20.15 Uhr, Das Erste) aus der Domstadt mit den Schattenseiten des organisierten Frohsinns. Auslöser dafür ist der Mord an einer engagierten "Jeckin".

Was passiert?

Wenige Tage vor dem Beginn der närrischen Zeit am 11. November wird die Tanztrainerin des Kölner Karnevalsvereins De Jecke Aape ermordet. Bei ihren Ermittlungen wird Max Ballauf und Freddy Schenk schnell klar, dass die Stimmung in der Tanzgruppe im Keller ist. Erst vor zwei Monaten brachte sich die junge Tänzerin Evelyn um, weil sie das Mobbing dort nicht mehr aushielt. Die Tänzerinnen Annika Lobinger (Natalia Rudziewicz) und Saskia Unger (Sinja Dieks) kämpfen mit allen Mitteln um die Position als erstes Tanzmariechen.

Und dann ist da noch der enorm ehrgeizige Vereinspräsident Günther Kowatsch (Herbert Knaup), der für den Erfolg seiner Truppe wohl über Leichen gehen würde.

Wer ist dabei?

Herbert Knaup, 2005 mit der GOLDENEN KAMERA als bester deutscher Schauspieler ausgezeichnet, spielt seinen Part als Vereinspräsident solide. Als Vater des Mädchens, das Selbstmord begangen hat, ist Tristan Seith zu sehen. Der 37-Jährige war zuletzt unter anderem in der Comedyserie "Im Knast" (ZDFneo) dabei.

Was ist das Besondere?

Erstaunlicherweise war das typisch kölsche Thema Karneval beim "Tatort" aus Köln zuletzt vor immerhin schon 18 Jahren ein größeres Thema, damals in der Folge "Restrisiko". Bei "Tanzmariechen" sollte es realitätsnah zugehen: Die Requisiten wie zum Beispiel Karnevalskappen, Präsidentenketten und Pokale waren Leihgaben des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823 e.V.

In den Tanzszenen ist das Tanzcorps Fidele Sandhasen Oberlar e.V. zu sehen. Die Schauspielerinnen Natalia Rudziewicz und Sinja Dieks sind immer mittendrin – sie probten mehrere Wochen die Karnevalstänze ein.

Wertung

Etwas zu routiniert, wenn nicht gar altbacken in Szene gesetzt. Aber die Milieustudie punktet durch ihre kritische und überwiegend glaubwürdige Darstellung des karnevalistischen Leistungsdrucks. Stress, Mobbing, Drogen gehören hier dazu – in Köln wird man das nicht so gern sehen.

Wie gut kennen Sie Ballauf und Schenk? Quizzen Sie mit:

Text: Sven Sakowitz

Weitere Free-TV-Premieren vom 13. bis 19. Februar in Bildern:

"Spreewaldkrimi - Spiel mit dem Tod" (Montag, 13. Februar, 20.15 Uhr, ZDF)
"Die Ketzerbraut" (Dienstag, 14. Februar, 20.15 Uhr, Sat.1)
"Die getäuschte Frau" (Mittwoch, 15. Februar, 23.30 Uhr, Arte)
"Frauen im Ring" (Donnerstag, 16. Februar, 23.15 Uhr, Arte)
"300 Worte Deutsch" (Freitag, 17. Februar, 20.15 Uhr, Arte)
"Der Kommissar und das Meer: In einem kalten Land" (Samstag, 18. Februar, 20.15 Uhr, ZDF)
"GOLDENE KAMERA Digital Award" (Samstag, 18. Februar, 21.55 Uhr, ZDFneo)
"Tatort: Tanzmariechen" (Sonntag, 19. Februar, 20.15 Uhr, Das Erste)

"Die Ketzerbraut": Ruby O. Fee als Racheengel

Als "Die Ketzerbraut" kämpft Ruby O. Fee für Freiheit und Ehre. Vorbild stand "Die Wanderhure".
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