Neue Komödien-Reihe "Eltern allein zu Haus": Kinder gehen, Krise kommt

Die dreiteilige Filmreihe "Eltern allein zu Haus" thematisiert den Auszug der Kinder auf komödiantische Weise.

Es ist ein Tag, den manche Eltern herbeisehnen – und andere fürchten: der Auszug der eigenen Kinder, ein tiefer Einschnitt mit weitreichenden Folgen. Die dreiteilige Filmreihe "Eltern allein zu Haus" zeigt, wie sich das Leben der Schröders, der Winters und der Busches durch den Auszug der Kinder verändert. Walter Sittler, Susanna Simon, Harald Krassnitzer, Ann-Katrin Kramer sowie Anna Schudt und Oliver Mommsen spielen in der Komödien-Reihe drei Paare, die eines gemeinsam haben: ihre Kinder machen Abitur und verlassen das Elternhaus.

Der Dreiteiler thematisiert den Auszug der Kinder auf komödiantische Weise. Der erste Film "Die Schröders" (24. März, 20.15 Uhr, Das Erste) mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer zeigt aber auch, welche Probleme viele Paare damit haben. Wie fühlt es sich an, auf einmal wieder als Paar allein zu sein? Geht alles so weiter wie bisher, wenn die Kinder flügge werden? Nach einer Studie der Universität Heidelberg zerbrechen 17 Prozent aller Ehen nach dem Auszug der Kinder. Plötzlich ist es still, wo sonst das Leben tobte, die Wohnung wirkt leer. Frauen trifft das oft härter als Männer.

Genau diese Problematik zeigt sich auch im Film über "Die Schröders". Während er noch mehr Zeit als bisher in seiner Firma verbringt, weiß sie nichts mit der neuen Freiheit anzufangen. Das Paar hat sich unbemerkt auseinandergelebt. Jetzt gilt es, wieder zueinanderzufinden. Denn einfach so weitermachen kommt nicht infrage, weshalb die beiden auch Hilfe bei Therapeutin Dr. Merz (Christina Große) suchen.

Die Kunst des Loslassens

Das Schauspielerpaar Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer hat selbst einen gemeinsamen Sohn: den 19-jährigen Leonard. Sein Auszug ist absehbar. Davor fürchtet sich das Paar jedoch nicht: "Wir werden nicht in ein Loch fallen, wenn er auszieht", sagt Krassnitzer. "Aber es wird sicher traurige Momente geben, weil er fehlt und ein Abschnitt zu Ende ist."

Und was sagt die Mutter? "Ich habe mich schon länger damit auseinandergesetzt", meint Ann-Kathrin Kramer. "Liebe bedeutet, glaube ich, nicht, dass man klammert und den Kindern alles abnimmt. Es gibt von Anfang an kleine Schritte des Loslösens. Und die muss man zulassen. Aber sicher werde ich traurig sein, weil ein schöner Lebensabschnitt zu Ende geht. Gleichzeitig beginnt ein neuer, unter anderen Vorzeichen."

Den will das Paar gemeinsam genießen: "Wir sind dann nicht mehr im engen Korsett gebunden, das durch Schule und Ferienzeiten vorgegeben ist", so Kramer. Und Krassnitzer freut sich: "Es gibt mehr Raum für spontane Entscheidungen, etwa Reisen. Wir wollen gemeinsam Neues entdecken. Und unsere Neugier ist groß."

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Text: Thomas Kunze

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