"Tatort: Fangschuss": Waidmannsheil für Boerne und Thiel

Zwei Todesfälle und andere Katastrophen halten die Ermittler in Münster auf Trab.

Gute Neuigkeiten gab es vor Kurzem für die vielen Fans des „Tatorts“ aus Münster: Die Schauspieler Axel Prahl (alias Kommissar Frank Thiel) und Jan Josef Liefers (alias Professor Karl-Friedrich Boerne) haben ihre Verträge verlängert. Sie werden ihren Rollen bei der beliebtesten Ausgabe der Krimireihe mindestens bis zum Jahr 2020 treu bleiben. In der 31. Folge müssen sie zunächst den Tod eines IT-Experten aufklären.

Was passiert?

Der Computerexperte Sebastian Sandberg stürzt vor den Augen seiner Exfreundin vom Balkon seiner Wohnung und ist auf der Stelle tot. Alles sieht nach Selbstmord aus. Wenig später wird der Journalist Jens Offer-geld (Christian Maria Goebel) erschossen. Er war vor einiger Zeit in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem eine junge Frau durch die Spätfolgen ums Leben kam. Hat ihr Vater (André M. Hennicke) den Tod seiner Tochter gerächt? Während die Ermittlungen vor sich hin laufen, haben die beiden Helden ihre ganz eigenen Probleme. Boerne leidet unter Haarausfall und bereitet sich auf die Jagdscheinprüfung vor. Thiel bekommt derweil Besuch von der jungen Leila Wagner (Janina Fautz). Sie behauptet überzeugend, dass sie seine Tochter ist.

Wer ist dabei?

Die 21-jährige Janina Fautz ist der heimliche Star dieser Folge. Wunderbar spielt sie ihre Figur mit Herz und großer Klappe. Fautz war zuletzt unter anderem in der ZDF-Serie „Morgen hör ich auf“ mit Bastian Pastewka zu sehen, die mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet wurde. Eine größere Rolle hat auch Jeanette Hain („Honig im Kopf“). Sie spielt Boernes Jagdscheinprüferin Dr. Freya Freytag.

Was ist das Besondere?

Das Drehbuch schrieben Stefan Canz und Jan Hinter – sie haben vor 15 Jahren den Münsteraner „Tatort“ entwickelt. Für die Regie war der Amerikaner Buddy Giovinazzo zuständig. Er saß vor 14 Jahren bei der Folge „Dreimal schwarzer Kater“ schon mal in Münster auf dem Regiestuhl und schwärmt von Liefers und Prahl: „Das Timing und die Chemie zwischen den beiden, der Rhythmus in ihren Dialogen, sind zu einem Ballett geworden.“

Fazit zum "Tatort: Fangschuss"

Schön: Kommissar Thiel zeigt Vatergefühle und damit mal eine ganz andere Seite von sich. Der eigentliche Fall wird leider vernachlässigt. Lange weiß man nicht, worum es überhaupt geht, die Folge verliert sich in Nebengeschichten. Dafür über­schlagen sich am Ende die Ereignisse aufs Wildeste.

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