"Tatort" München: Der Albtraum geht weiter

Im "Tatort: Der Tod ist unser ganzes Leben" (30. April, 20.15 Uhr, Das Erste) kommt es bei einem wichtigen Gefangenentransport zu einer Katastrophe.

So etwas gab es beim "Tatort" aus München noch nie: In der heiß diskutierten Folge "Die Wahrheit" (Oktober 2016) konnten die Kommissare den Mörder nicht ermitteln und mussten den Fall unerledigt zu den Akten legen. Direkt nach dem Abspann kündigte der Bayerische Rundfunk eine Fortsetzung der Geschichte an – die jetzt gezeigt wird.

Batic und Leitmeyer über den "Tatort: Die Wahrheit"

Was passiert im Münchner "Tatort"?

Vor einem Jahr wurde Benjamin Schröder vor den Augen seiner Frau und seines Sohnes auf offener Straße erstochen. Trotz heißer Spuren gelang es Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) nicht, den Fall zu lösen. Sechs Monate später ersticht der Täter wieder einen Mann, aber diesmal wird er gefasst. Es handelt sich um den Museumsangestellten Klaus Barthold (Gerhard Liebmann).

Zum Prozessbeginn wird er aus der U-Haft in ein anderes Gefängnis gebracht. Leitmayr und Batic begleiten den Gefangenentransport, der in einem blutigen Desaster endet. Was genau passiert ist, erfahren die Zuschauer in Rückblenden. Ein schwer angeschlagener Leitmayr muss vor internen Ermittlern die rätselhaften Ereignisse erklären, während Batic im Krankenhaus im Koma liegt.

Wer ist dabei?

Den offenbar psychisch gestörten Mörder spielt Gerhard Liebmann beängstigend gut. Der 47-Jährige Österreicher wurde 2014 für seine Rolle in dem Horrorfilm "Blutgletscher" mit dem Österreichischen Filmpreis in der Kategorie "Bester männlicher Darsteller" ausgezeichnet. Etwas wichtigere und ernstere Auftritte als sonst hat diesmal der 24-jährige Ferdinand Hofer als junger Kommissar Kalli Hammermann.

Was ist das Besondere?

Regie führte der Münchener Philip Koch, der 2010 mit seinem umstrittenen Kinodebüt "Picco" für Aufsehen sorgte und hier zum ersten Mal überhaupt bei einem Fernsehfilm als Regisseur verantwortlich war. Die Folge ist auch für Zuschauer verständlich, die sich nicht an die Vorgeschichte erinnern oder sie gar nicht gesehen haben. Wer es dennoch ganz genau wissen will: "Die Wahrheit" wird am 28. April um 22.00 Uhr noch einmal im Ersten und am 29. April um 0.35 Uhr bei One gezeigt.

Trailer zum "Tatort: Die Wahrheit"

Wertung

Warum genau endete ein Gefangenentransport im Desaster? Die Kommissare können sich gegenseitig nicht trauen, es entwickelt sich ein packendes Psychodrama um Freundschaft, Verrat und Rache. Beeindruckend gespielt und intensiv in Szene gesetzt, fesselnd von der ersten Minute an. Stark!

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