Senta Berger: "Grande Dame" des deutschen Fernsehens?

Am Donnerstag (04.05, 20.15 Uhr, Arte) ist Senta Berger wieder als Kriminalrätin Dr. Eva-Maria Prohacek in "Unter Verdacht – Verlorene Sicherheit" zu sehen.

Schon seit 2002 ermittelt sie als Frau Prohacek bei internen Amtsdelikten im Kommissariat München. In dem sehr persönlichen 26. Fall, den Arte als Doppelfolge zeigt, wird das Oktoberfest erneut zum Terrorziel. Die Moralistin Prohacek gerät bei den Ermittlungen an ihre Grenzen gerät und hat mit einem Schlaganfall zu kämpfen.

Davon kann bei der 75jährigen Senta Berger (GOLDENE KAMERA 2005) keine Rede sein, doch unlängst hat sie selbst angekündigt, sich von der Rolle zu trennen, die sie immer wieder in den "Sumpf der Amigo-Connections" geführt hat.

Wäre die gebürtige Österreicherin tatsächlich im Polizeidienst tätig gewesen, hätte sie sich sicher schon längst aufs Altenteil zurückgezogen. Doch Senta Berger ist zum Glück Schauspielerin und gehört in Deutschland zur exklusiven Riege von Darstellerinnen, die trotzt ihres Alters von über 60 Jahren immer wieder in neuen Rollen im TV zu sehen sind und noch lange nicht generell ans Aufhören denken. Mit der Komödie "Willkommen bei den Hartmanns" feierte sie zuletzt auch einen großen Kinoerfolg, für den sie auch als Co-Produzentin mitverantwortlich war.

Wenn von der "Grande Dame" des deutschen Fernsehens gesprochen wird, fallen immer wieder die Namen von Iris Berben (66, GOLDENE KAMERA 1988 und 2004), Christiane Hörbiger (78), die ebenfalls die GOLDENE KAMERA 1988 erhielt sowie 2001, oder eben auch Senta Berger. Doch neben diese drei bekannten Stars spielen noch weitere Schauspielerinnen regelmäßig und überaus erfolgreich in der deutschen Ü-60-Liga.

Galerie: Die "Grandes Dames" im deutschen TV

Eines haben "die Berben", "die Thalbach" oder "die Hoger" (Preisträgerin 1989 und 1998) gemeinsam: mit dem Begriff "Grande Dame" können Sie wenig anfangen. Sie wollen trotz oder gerade wegen ihres Alters als ernsthafte Schauspielerinnen wahrgenommen werden, die sich hinter ihren jüngeren Kolleginnen nicht verstecken müssen. "Das ist doch so etwas von daneben! Alle meine Rollen haben mit 'Grande Dame' nun wirklich nichts zu tun“, so Senta Berger in einem Interview anlässlich des Deutschen Fernsehpreises im Februar, bei dem Sie mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

Doch die GOLDENE KAMERA stellt trotzdem die Frage: Wer ist denn nun die "Grand Dame" des deutschen Fernsehens? Wir sind gespannt!

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