Weil sie böse sind! Die besten TV-Schurken

Wenn für einen Krimi oder ein Drama im deutschen Fernsehen ein Bösewicht besetzt werden muss, gehören ein gutes Dutzend Darsteller immer zu den üblichen Verdächtigen.

Der Krimi hat einen Lauf in Deutschland. Ständig geht irgendwo in der Republik ein neuer TV-Kommissar, Hobby-Detektiv oder Kriminal-Psychologe auf Tätersuche. Für viele Schauspieler eine Job-Garantie, denn schließlich gibt es auch in fast jedem ungelösten Kriminalfall einen „bösen“ Täter, der auch den Zuschauern auf der Couch eine gehörige Portion Angst einflößen soll.

Im neuen „Tatort“ aus München (So, 21. Mai, 20.15 Uhr im Ersten) darf mal wieder Martin Feifel diese Rolle übernehmen: In der Folge „Die Liebe, ein seltsames Spiel" spielt Feifel den undurchsichtigen Architekten Thomas Jacobi, der verdächtig wird, seinen Lebensgefährtin umgebracht zu haben. Ob er man Ende wirklich der Täter ist, wird sich zeigen, doch den unsympathischen Gegenspieler von Batic und Leitmayr spielt Martin Feifel gekonnt überzeugend. Kein Wunder, schließlich besitzt er langjährige Erfahrung bei der Darstellung von fiesen Kriminellen. Die Rollen im Zwielicht wählt Feifel ganz bewusst aus, verriet er vor einigen Jahren in einem Interview: „Eine Casterin gab mir mal ein Drehbuch, das ich nahezu als Beleidigung empfand. Ich habe gesagt: Verschont mich mit den schönen Jungs, auch wenn ich vielleicht ein ganz hübscher Kerl bin. Ich will schwierige Charaktere spielen.“

Der 52jährige Feifel gehört immer zum Kreis der Verdächtigen, wenn bei „Tatort“, „SOKO“, „Polizeiruf“ oder „Cobra 11“ ein „fieser Charakter“ gebraucht wird. Das galt auch lange Jahre für Claude Oliver Rudolph, der nach seinem Durchbruch in „Das Boot“ (1981) in zahlreichen TV-Rollen als „Bösewicht vom Dienst“ zu sehen war und sein „Bad-Boy-Image“ auch im Privatleben pflegt. Rudolph ist nur noch selten in der Primetime zu sehen – im Gegensatz zu Jürgen Prochnow, der bekanntermaßen die Hauptrolle als Kapitän im oscarprämierten U-Boot-Drama spielte und auch in Hollywood als Bösewicht großen Erfolg hatte, u. a. in ‚“Air Force One“, „Der englische Patient“ und in der Serie „24“. Im „Tatort – Borowski und das verlorene Mädchen“ hatte der 75Jährige seinen letzten großen Schurken-Auftritt.

In jüngster Vergangenheit sorgten Darsteller für Aufsehen mit „Schurken-Rollen“, bei denen nicht jedem TV-Zuschauer spontan der Name einfallen dürfte. Dazu zählen neben Erdal Yildiz, Dirk Borchardt, Detlef Bothe und Ralph Herforth auch der Österreicher Nicholas Ofczarek und der Belgier Filip Peters. Peters ist immer wieder als „Edel-Bösewicht“ im TV zu sehen, während Ofczarek sehr gut osteuropäische Gangster mimt.

In unserer Galerie stellen wir die besten Bösewichte im deutschen Fernsehen vor:

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