Julianne Moore macht "Still Alice" zu einem großen Film

Immer häufiger vergisst Alice (Julianne Moore) selbst einfache Dinge. Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Alice (Julianne Moore) liebt ihren Job - sie ist Sprachwissenschaftlerin an einer Ostküsten-Uni. Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Beim Joggen verliert Alice (Julianne Moore) ihre Orientierung. Foto: © ZDF / JoJo Whilden
John (Alec Baldwin) unterstützt seine schwer kranke Frau Alice (Julianne Moore). Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Alice (Julianne Moore) und ihr Sohn Tom (Hunter Parrish). Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Alice (Julianne Moore, l.) mit Tochter Lydia (Kristen Stewart, r.). Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Alices Töchter Lydia (Kristen Stewart, r.) und Anna (Kate Bosworth, l.). Foto: ©ZDF / JoJo Whilden
Alice (Julianne Moore, l.) und ihre älteste Tochter Lydia (Kristen Stewart). Foto: ©ZDF / JoJo Whilden
Julianne Moore in der Rolle ihres Lebens als an einer besonders schweren Form von Alzheimer erkrankten Sprachwissenschaftlerin. Foto: © ZDF / JoJo Whilden
Alice (Julianne Moore) mit ihrem Mann John (Alec Baldwin) beim Strandspaziergang. Foto: © ZDF / JoJo Whilden
GOKA-Preisträgerin Julianne Moore bekam für ihre Rolle als eine an Alzheimer erkrankte Professorin in "Still Alice" einen Oscar und einen Golden Globe. Nun zeigt das ZDF den großartigen Film als Free-TV-Premiere.

Darum geht's in "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern"

Schleichend entgleitet der Lingusitikprofessorin Alice Howland (Julianne Moore) das Leben. Gerade mal 50, verliert sie unaufhaltsam die Kontrolle über ihr Gedächtnis.

Es fängt damit an, dass ihr, der geübten Rednerin, während eines Vortrags plötzlich einzelne Worte nicht mehr einfallen und sie beim Joggen in einer ihr bekannten Gegend vergisst, wie sie zurück nach Hause kommt. Als sie schließlich sogar nicht daran denkt, zu einem Vortrag in eine andere Stadt zu reisen, besucht sie einen Neurologen. Seine Schockdiagnose: Alice leidet an einer frühen Form von Alzheimer.

Das Schlimmste für sie ist, dass sie sich auch um ihre Kinder Sorgen machen muss, denn diese Form von Alzheimer ist erblich. Bei einem Test stellt sich heraus, dass die älteste Tochter Anna (Kate Bosworth), die gerade mit Zwillingen schwanger ist, das Alzheimer-Gen geerbt hat. Ihr Sohn Tom (Hunter Parrish) ist nicht betroffen, ihre älteste Tochter Lydia (Kristen Stewart) entscheidet sich gegen einen Test.

Verzweifelt stemmt sich Alice gegen den geistigen Verfall - aber gegen das Voranschreiten der Krankheit ist nichts zu machen. Alice kann dem Verlust ihrer kognitiven Fähigkeiten und Erinnerungen nicht entkommen.

Julianne Moore sagte in einem Interview mit epd film über ihre schwierige Rolle: "Mir war es sehr wichtig, das Verhalten, die körperlichen Veränderungen und sprachlichen Einschränkungen, die mit dieser Krankheit einhergehen, so genau wie möglich darzustellen. (...) Aber was macht uns letztendlich zum Menschen? Es klingt vielleicht ein wenig hochtrabend, aber das ist die entscheidende Frage, die der Film stellt, ohne sie selbst beantworten zu wollen."

Der Trailer

Trailer zu "Still Alice"

"Still Alice" im TV

Das ZDF zeigt "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" als Free-TV-Premiere am Mittwoch, 24. Mai, um 20.15 Uhr.

Hintergrund

Das bewegende Drama beruht auf dem Debütroman von US-Neurologin Lisa Genova. Ihr Bestseller wurde in 20 Sprachen übersetzt. Ko-Drehbuchautor und Ko-Regisseur Richard Glatzer, selbst ALS krank und 2015 verstorben, ging das Thema behutsam und mit Tiefgang an - ganz ohne Betroffenheitskitsch. Hervorragend verkörpert Julianne Moore, GoKa-Preisträgerin von 2016, die an Alzheimer erkrankte Lingustikprofessorin, Ehefrau und Mutter. Es ist die Rolle ihres Lebens: 2015 errang sie einen Golden Globe sowie den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

#GOKA-Wertung

Muss ich sehen, weil...

...das Drama bei aller Traurigkeit ein großer Mutmacher ist. Das berührende, subtile Spiel von Julianne Moore macht den Film zum Ereignis. Unbedingt empfehlenswert!

Für Fans von...

"Honig im Kopf" (2014) mit u. a. Til Schweiger und Dieter Hallervorden, "Wie ein einziger Tag" (2004) mit u. a. Ryan Gosling und James Garner oder "Iris" (2001) mit u. a. Judi Dench und Kate Winslet

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